Unser Test zu Iron Man VR: Kinoreifes Abenteuer für Marvel-Fans - mit Video-Test

Test Antonia Dreßler Lukas Schmid
Unser Test zu Iron Man VR: Kinoreifes Abenteuer für Marvel-Fans - mit Video-Test
Quelle: Camouflaj 

In Superheldenmanier durch die Lüfte fliegen und ohne Ende Gegner vermöbeln ist ein fester Bestandteil von Tony Starks Job als Iron Man. Wie sich diese Mischung unter der VR-Brille macht, haben wir für euch in unserem Test plus Testvideo herausgefunden.

Iron Man ist sowohl innerhalb des Marvel-Universums als auch in der nicht-fiktionalen Welt ein Massenliebling. Als Tony Stark seine egoistische Ader ablegte und sich eine glänzende Rüstung baute, um die Welt zu verändern, schuf er mit Iron Man eine ikonische Figur. Ähnlich wie Batman ist Tony Stark ein stinknormaler Mensch.

Zusätzlich ist er aber ein brillantes Genie und eindeutig skrupelloser, wenn es um die Leben von Terroristen und Superschurken geht. Nur durch seine Intelligenz erfindet Tony einen Anzug, der jeden Menschen sofort zum Superhelden machen kann.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle findest du externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Iron Man VR verspricht im Prinzip genau das: Sei ein Superheld. Fliege als Iron Man durch die Luft und leg dich mit den Bösen an. Das klingt nicht nur wie die Erfüllung eines Traums, sondern spielt sich überraschend flüssig - wenn man genügend Platz vorm Fernseher hat.

Kinoreife Handlung

Im Spiel treffen wir die Charaktere F.R.I.D.A.Y. und Pepper, die uns die gesamte Story lang begleiten. Quelle: PC Games Im Spiel treffen wir die Charaktere F.R.I.D.A.Y. und Pepper, die uns die gesamte Story lang begleiten. Iron Man VR orientiert sich klar an Iron Man, wie wir ihn von der Kinoleinwand kennen, ist aber in einem eigenen Universum angesiedelt und erzählt eine unabhängige Geschichte. Tony besitzt mehrere Iron-Man-Anzüge und hat seine Gefährtin Pepper Pots zum CEO seines Unternehmens erhoben, das sich inzwischen auf erneuerbare Energien spezialisiert hat. Dass Tonys Familienunternehmen Stark Industries ursprünglich Waffen herstellte, muss man eingefleischten Marvel-Fans natürlich nicht erzählen, doch genau das wird nun zu seinem Verhängnis.

Passend dazu: 5 Günde warum Iron Man VR sich lohnt

Sozusagen als Racheengel für all die Kriegsverbrechen, die aus Starks ehemaliger Waffenindustrie resultieren, tritt eine mysteriöse Gestalt namens Ghost auf den Plan und heizt Tony mit einer Armada an Kampfdrohnen ordentlich ein. Was sie will, wo sie herkommt und wie man sie stoppen kann, muss Tony erst herausfinden. Unterstützt wird er von der KI F.R.I.D.A.Y., die als weibliches Hologramm Berechnungen für ihn anstellt und ihm wie eine Assistentin zur Seite steht. Auf dem Weg durch das rund acht bis zehn Stunden andauernde Abenteuer trifft Tony nicht nur zwischenmenschliche Entscheidungen, sondern muss regelmäßig in die Rüstung steigen, um als Iron Man für Ordnung zu sorgen. Ab und an entscheiden wir, wie Tony auf bestimmte Ereignisse reagiert, Auswirkungen auf die Gesamthandlung hat das aber keine. Am Ende bleibt ein bildgewaltiges, grafisch schönes Spektakel, das mit einem epischen Soundtrack genauso im Kino laufen könnte. Die bildgewaltige Aufbereitung ist nicht nur grafisch schön, sondern erinnert an die cineastischen Darstellung der Marvel-Filme. Quelle: PC Games Die bildgewaltige Aufbereitung ist nicht nur grafisch schön, sondern erinnert an die cineastischen Darstellung der Marvel-Filme.

Mission Possible

Am holografischen Globus können wir unseren nächsten Missionspunkt und Nebenaufgaben auswählen. Quelle: PC Games Am holografischen Globus können wir unseren nächsten Missionspunkt und Nebenaufgaben auswählen. Die Handlung ist in mehrere Kapitel unterteilt, zwischen denen wir uns stets in Tonys Heim aufhalten. Dort können wir mehrere Räume inspizieren und von der Werkstatt aus Missionen starten. Auf einem holografischen Globus können wir auf der Welt markierte Orte auswählen und starten so in ein Kapitel der Story, beginnen eine Herausforderung oder erkunden im Freiflug bereits besuchte Orte, ohne uns um lästige Gegner kümmern zu müssen. Während uns die Storymissionen einen Schritt weiter in der Geschichte bringen, können wir mit Flug- und Kampfherausforderungen unser Geschick als Iron Man unter Beweis stellen.

Interview mit Game Designer Ryan Darcey zu Iron Man VR

Auch zum Üben der Flugsteuerung eignen sich die Level außerhalb der Hauptgeschichte hervorragend. Diese ist nämlich recht sensibel und nicht immer ganz intuitiv umsetzbar. So boostet man in hektischen Kampfsituationen schon mal in die falsche Richtung. Für jede Mission, die wir abschließen, erhalten wir eine Wertung zwischen einem und fünf Sternen. Die sind nicht nur für Trophy-Sammler relevant, sondern bringen uns auch Technikmünzen ein, mit denen der Iron-Man-Anzug verbessert und individualisiert werden kann. Je besser wir uns also schlagen, desto schneller können wir uns Upgrades leisten, die ein Skill-System vollständig ersetzen.

Sind wir unzufrieden mit unserer Leistung, können wir eine Mission direkt im Abschlussfenster neu laden oder später am Globus. Diese Option besteht auch noch nach Beendigung der Geschichte, sodass wir nicht zaudern müssen, wenn es um den Abschluss der selbigen geht. Sterben wir in einer Mission, müssen wir diese nicht ganz von vorne starten. Innerhalb der Kapitel gibt es mehrere Kontrollpunkte, die fair gesetzt sind und verhindern, dass ein schwerer Boss mehrmals besiegt werden muss. Will man den recht langen Ladezeiten entgehen, welche der virtuelle Tod mit sich bringt oder wünscht noch mehr VR-Action, kann man im Optionsmenü jederzeit zwischen drei Schwierigkeitsgraden wechseln.

Marvel-Spiele, die bald erscheinen:

Maßgeschneiderter Anzug

Der Iron-Man-Anzug bietet ein breites Arsenal an Waffen. Wir können aber nicht nur Raketen und Laser abfeuern. Der Raketenschlag stellt einen heftigen Nahkampfangriff dar. Quelle: PC Games Der Iron-Man-Anzug bietet ein breites Arsenal an Waffen. Wir können aber nicht nur Raketen und Laser abfeuern. Der Raketenschlag stellt einen heftigen Nahkampfangriff dar. Neben der Missionsauswahl finden wir in der Werkstatt natürlich auch die rot-goldene Rüstung, mit der wir das Verbrechen bekämpfen. Wie oben erwähnt, dürfen wir diese mit verschiedenen Upgrades und Skins an unsere Bedürfnisse anpassen. Alle Anpassungen sind gleich teuer und füllen einen spezifischen Slot. An den Düsen können wir uns zum Beispiel zwischen mehr Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung oder Rammschaden entscheiden. Während wir durch die meisten Verbesserungen nur eine Art Boni erhalten, verändern Nebenwaffen auch das Gameplay. Streuschüsse machen vor allem auf kurze Distanz viel Schaden, Smartbomben verfolgen mehrere Ziele mit relativ geringem Schaden und eine einzelne Rakete zerstört Gegner oft beim ersten Treffer. Sind alle Technikteile verbaut, geht es an die Optik. Durch optionale Kampfherausforderungen schalten wir neue Skins frei. Zerstören wir beispielsweise genügend Gegner mit einem Ionenlaser, dürfen wir in Zukunft unsere Rüstung in einem grünschwarzen Design einfärben. In Tonys Werkstatt können wir den Anzug upgraden oder einfach seine Lackierung ändern. Je besser wir spielen, desto schneller haben wir die Punkte zusammen, um uns Upgrades zu leisten. Quelle: PC Games In Tonys Werkstatt können wir den Anzug upgraden oder einfach seine Lackierung ändern. Je besser wir spielen, desto schneller haben wir die Punkte zusammen, um uns Upgrades zu leisten.

VR ohne Motion Sickness?

Während wir uns am Boden via Teleportation bewegen, wie in zahlreichen VR-Titel üblich, fliegen wir am Himmel frei von jeglichen Einschränkungen. Das Drehen des Bildschirms erfolgt entweder in Sprüngen oder fließend. Letztere Option kann durch eine Sicht-Vignette so angepasst werden, dass uns als Spieler nicht schlecht wird. Wer im Stehen spielt, kann statt einer virtuellen Drehung auch eine echte Pirouette machen. Läuft man Gefahr, sich mit dem Kabel einzuwickeln, meldet das Spiel dies zurück und wirft einen irgendwann sogar ins Pausemenü, wenn man die Warnungen übersieht.

Im Spiel dürfen wir nicht nur rumfliegen und Drohnen beschießen, sondern müssen auch öfters Hand anlegen, wie hier, um ein Metallteil wieder gerade zu biegen. Quelle: PC Games Im Spiel dürfen wir nicht nur rumfliegen und Drohnen beschießen, sondern müssen auch öfters Hand anlegen, wie hier, um ein Metallteil wieder gerade zu biegen. Auch im Sitzen funktioniert der Titel wunderbar, allerdings nur bei Stühlen ohne Lehne, da die Hände regelmäßig unterhalb der Sitzfläche gehalten werden müssen. Fürs gemütliche VR-Erlebnis auf dem Sofa ist Iron Man VR somit nicht geeignet. Angst vor Motion Sickness muss man im Prinzip keine haben. Auch ohne Übung und trotz vieler negativer Erfahrungen mit der VR-Krankheit, konnten wir stundenlang am Stück spielen. Flüge an Hindernissen vorbei und actionreiches Gameplay inklusive waghalsiger Ausweichmanöver sind so flüssig in das Spielerlebnis integriert, dass wir auch in hektischen Situationen keine Unruhen in der Magengegend verspüren. Ebenfalls gut zu steuern sind die kurzen Abschnitte im Spiel, in denen man zum Beispiel eine Tür öffnen oder ein Feuer löschen muss. Das Spiel nimmt uns hier die größte Zeit an die Hand und sagt uns genau, wo wir wann eine Hand wie halten müssen. Trotz der Betreuung, auf die wir an mancher Stelle gerne verzichtet hätten, sind diese Abschnitte sinnvoll und vor allem nicht zu häufig integriert, sodass sie das eigentliche Gameplay, die 360-Grad-Kämpfe, nicht stören.

Erstmal ausprobieren: Iron Man VR Demo

Liebe zum Detail

Im hauseigenen Fitnessraum können wir neben einer Klimmzugstange und einem Boxsack auch die Baskettballmaschine anwerfen. Quelle: PC Games Im hauseigenen Fitnessraum können wir neben einer Klimmzugstange und einem Boxsack auch die Baskettballmaschine anwerfen. Wenn wir zwischen den Missionen kurz Luft holen wollen, können wir Tony Starks Werkstatt und Anwesen erkunden. Die meisten Objekte wie Bücher und Bilderrahmen können wir zwar aufheben, haben dann aber nur die Option, sie wieder hinzustellen oder von uns zu schmeißen. Kleine Details bringen uns zwischendurch aber immer wieder zum Schmunzeln. Nehmen wir eine Rispe Trauben in die eine Hand, können wir mit der anderen alle Trauben einzeln pflücken, essen oder fallenlassen. Das gleiche gilt für anderes Essen und Getränke. Solche Gimmicks sind zwar nicht sonderlich relevant für das Gameplay, werten die Atmosphäre der Welt aber merklich auf. Der nutzbare Fitnessraum und ein bedienbares Tablett inklusive Podcast beweisen, wie viel Liebe in Iron Man VR steckt und beleben die Welt Tony Starks außerhalb seines alter Ego ungemein.

Zwischen den Missionen können wir Tony Starks Villa in Malibu erkunden und mit Gegenständen interagieren. Quelle: PC Games Zwischen den Missionen können wir Tony Starks Villa in Malibu erkunden und mit Gegenständen interagieren. Die für VR-Verhältnisse sehr gute Grafik und abwechslungsreiche Missionsgebiete runden das Erlebnis ab. Lediglich die langen Ladezeiten sind etwas lästig. Bei unserem Test auf der Playstation Pro hatte die Konsole ansonsten kaum mit Problemen zu kämpfen. Nur nach einer mehrstündigen Session stürzte das Spiel mitten in einem Bosskampf ab.

Als wir das Spiel nach kurzer Pause neu starteten, waren wir umso mehr überrascht, dass wir die Mission nicht komplett von vorne spielen mussten, sondern ab dem letzten Checkpoint gegen den Endgegner einstiegen. Das ist nicht nur sehr fair, sondern lässt uns einen einmaligen Absturz auch gerne verzeihen. Am Ende bleibt nur zu sagen, dass Entwickler Camouflaj mit Iron Man VR die Balance zwischen Spielbarkeit, spaßigem Actiongameplay, einer kinoreifen Handlung und echtem Superheldenfeeling toll hinbekommen hat.

Meinung & Wertung

Meinung

Wertung zu Marvel's Iron Man VR (PS4)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Tolle GrafikSchöner SpundtrackEpische StoryBekannte CharaktereSpaßiges GameplayKeine Motion Sickness
Steuerung manchmal ein bisschen hakeligNur mit viel Platz ordentlich spielbar
Fazit

Mit der Möglichkeit, in VR selbst in den Iron-Man-Anzug zu schlüpfen, geht für vieler Marvel-Fans wohl ein Traum in Erfüllung, dem der Titel absolut gerecht wird.

Bildergalerie

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk