Mario Strikers Battle League Football im Test - Seite 3

Test Christian Dörre
Mario Strikers Battle League Football im Test - Seite 3
Quelle: PC Games

In unserem Test zu Mario Strikers Battle League Football erfahrt ihr, warum der Party-Kick zwar Laune macht, aber trotzdem viele Fans enttäuschen wird.

Zudem seid ihr bei einer erfolgreichen Grätsche dann direkt im Ballbesitz und der Gegenspieler ist länger betäubt. Das besonders Schöne an den Tacklings ist aber, dass ihr nicht nur den ballführenden Gegenspieler, sondern auch dessen Teamkameraden ohne Ball umhauen dürft. Somit nehmt ihr dem Angreifer mit Ball natürlich seine Anspielstationen. Vor allem im Multiplayer mit mehreren Mitspielern ist das ein gutes Mittel, um Konter zu unterbinden. Die Spiele arten so auch teilweise schon mal in wilde Kloppereien aus. Das ist aber überhaupt nicht störend, sondern sorgt auch wegen der liebevollen Präsentation immer wieder für Lacher. Klar, solche Szenen befeuern auch die aus Mario-Mehrspieler-Titeln gewohnte Schadenfreude, aber während unseres Tests konnten auch die Leidtragenden gewisser Aktionen dem Spiel nie böse sein, sondern lachten meistens mit. Mario Strikers: Battle League Football wirkt nie nervig oder gar unfair, da es zum Beispiel nicht so etwas wie einen blauen Panzer kurz vor der Ziellinie gibt.

Dennoch bedient sich Battle League Football einiger aus Mario Kart bekannter Items, die gelegentlich in Fragezeichen-Blöcken auf dem Spielfeld erscheinen. Manche davon können von beiden Teams genutzt werden, andere sind hingegen in der Farbe einer Mannschaft gehalten und können nur von dieser auch eingesammelt werden. Wie in Mario Kart 8 dürfen zwei Items gespeichert werden. In den Blöcken befinden sich dann Nintendo-typische Hilfsmittel.

Vor allem die Jubelanimationen der Fieslinge sorgen für den einen oder anderen Lacher. Quelle: PC Games Vor allem die Jubelanimationen der Fieslinge sorgen für den einen oder anderen Lacher. Ein Pilz macht euch kurzzeitig schneller, ihr dürft grüne und rote Panzer verschießen, Bananen bringen Gegner zum Ausrutschen, ein Stern macht euch für kurze Zeit unverwundbar, und wenn ihr einen Bob-Omb werft, walzt der die Gegenspieler nieder und verabschiedet sich mit einer Explosion. Die Items fügen sich gut in das Spielgeschehen ein und sorgen für zusätzliches Chaos, ohne dabei aber zu übermächtig zu sein. Items zu spammen, bringt gar nichts. Man muss sie schon gezielt einsetzen, um sich einen Vorteil zu verschaffen.

Die bisher aufgezählten Hilfsmittel sind aber noch nicht alles. Gelegentlich erscheint eine sogenannte Strike-Kugel auf dem Spielfeld. Wer diese zuerst berührt, verschafft seiner Mannschaft die Möglichkeit, einen Hyperschuss abzugeben. Hierfür muss ein Schuss voll aufgeladen werden.

Das ist natürlich nicht immer so einfach, schließlich kann man nur in der gegnerischen Hälfte schießen und die andere Mannschaft wird alles daran setzen, euch in dieser Aufladezeit wegzugrätschen. Man sollte sich also zunächst ein bisschen Freiraum erspielen, auch wenn man unter Zeitdruck ist, weil die Hyperschuss-Möglichkeit selbstverständlich nicht ewig gegeben ist.

Gelingt es euch jedoch, den Schuss aufzuladen, müsst ihr anschließend noch in einer Leiste auf beiden Seiten den richtigen Punkt treffen. Anschließend schaltet das Spiel in eine toll präsentierte Sequenz in Comic-Grafik, in der die Figuren einen individuellen Megaschuss abgeben.

Setzt ein Spieler zum Hyperschuss an, wird der Gegner alles daran setzen, ihn zu stoppen. Quelle: PC Games Setzt ein Spieler zum Hyperschuss an, wird der Gegner alles daran setzen, ihn zu stoppen. Während beispielsweise Mario einen feurigen Fallrückzieher vollführt, der dem Torwart sogar den Allerwertesten versengt, verschießt Rosenkavalier Waluigi Dornenranken, nutzt Luigi einen Wirbelsturm und Wario wuchtet sein breites Gesäß auf den armen Ball.

Habt ihr den Hyperschuss perfekt ausgeführt, ist er unhaltbar. Seid ihr nicht akkurat genug gewesen, hat der Torwart noch eine Chance, den Ball zu halten. Egal, wie: Geht die Pille nach einem Hyperschuss in den Kasten, bekommt ihr auf jeden Fall ganze zwei Tore gutgeschrieben. So lassen sich auch längst verloren geglaubte Partien noch mal drehen.

Weniger ist nicht mehr

Mario Strikers: Battle League Football ist wirklich ein großer Spaß und zündet natürlich noch mehr im Multiplayer. Bis zu acht Spieler gleichzeitig können an den Partien teilnehmen.

Hier übernimmt dann ein Spieler fest eine Figur. In diesem Fall werden auch die kleineren Gameplay-Mängel beseitigt, die mit wenigen Mitspielern schon mal auffallen. So laufen von der KI gesteuerte Teamkameraden sich oftmals nicht richtig frei. Das Problem hat man mit acht menschlichen Mitspielern natürlich nicht, sofern diese das Spiel halbwegs beherrschen.

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