Mario Strikers Battle League Football im Test - Seite 2

Test Christian Dörre
Mario Strikers Battle League Football im Test - Seite 2
Quelle: PC Games

In unserem Test zu Mario Strikers Battle League Football erfahrt ihr, warum der Party-Kick zwar Laune macht, aber trotzdem viele Fans enttäuschen wird.

Schon nach kurzer Zeit habt ihr den Dreh raus, euch ein ausgeglichenes Team zusammenzustellen, das auf eure Spielweise zugeschnitten ist. Gerade im Multiplayer ergeben sich dann auch schon mal spaßige Aufeinandertreffen grundverschiedener Teams. Wenn etwa ein Techniker-Team, das durch Pass-Stafetten glänzen möchte, gegen ein Klopper-Team antritt, kommt es zu einem herrlichen Clash der unterschiedlichen Spielstile.

Solltet ihr übrigens mit den Statuswerten eines Charakters nicht zufrieden sein, dürft ihr diese auch ändern. Mit jedem Spiel und vor allem durch gewonnene Pokale, verdient ihr Münzen, mit denen sich Rüstungsteile kaufen lassen. Seid ihr also der Meinung, Mario sollte kräftiger oder Bowser schneller sein, könnt ihr sie mit den entsprechenden Teilen ausstatten. Ihr verbastelt euch die Charaktere auch nicht, denn vor Spielen oder Turnieren dürft ihr immer auswählen, ob ihr mit der Original-Version ohne Rüstungsteile oder eben der aufgerüsteten Figur spielen wollt.

Famos regellos

Natürlich macht es einen Unterschied, welche Charaktere ihr auf den Platz schickt, dennoch hat Mario Strikers: Battle League Football (jetzt kaufen ) mit taktischem Gameplay ungefähr so viel zu tun wie Arminia Bielefeld mit der Deutschen Meisterschaft.

Die Spiele sind wilder als jeder mit offenem Visier ausgetragene Schlagabtausch zwischen Manchester City und dem Liverpool FC. Und dabei gibt es mehr brutale Umholzerei als bei jedem Kreisliga-Derby. Nur eben mit dem Unterschied, dass es bei Mario Strikers weder offene Brüche noch einen Schiedsrichter gibt.
Mit verdienten Münzen dürft ihr die Spieler mit Rüstungsteilen verbessern und deren Stats verändern. Quelle: PC Games Mit verdienten Münzen dürft ihr die Spieler mit Rüstungsteilen verbessern und deren Stats verändern. Dementsprechend braucht ihr euch über Abseits oder Foulspiele keine Gedanken machen. Es gibt keine Eckbälle, keine Freistöße oder Elfmeter. Das Spiel wird nur angepfiffen, die Tore werden gezählt und es wird wieder abgepfiffen.

Das fehlende Regelwerk wird von den Spielern auch voll und ganz ausgekostet. Bowser schießt den Ball auch schon mal mit seinem Schwanz, Donkey Kong drischt die Kugel mit seinen Fäusten und Wario hält überhaupt nichts von dem Wort Fuß in Fußball. Er trägt die Pille in der Hand, wirft aufs Tor oder nutzt gar seine mächtige Wampe für den Abschluss. Jeder Charakter hat seine eigene Art, zu dribbeln, zu passen, zu schießen, zu grätschen. Das ist alles sehr toll und passend zur jeweiligen Figur umgesetzt.

Seid ihr in Ballbesitz, dürft ihr hohe und flache Pässe spielen, schießen und gegnerischen Attacken ausweichen. Zusammen mit der linken Schultertaste dürft ihr die Pässe auch gezielt in den Lauf der Teamkameraden spielen.

Items wie Panzer, Bob-Ombs oder Pilze sorgen für noch mehr Chaos und Schadenfreude. Quelle: PC Games Items wie Panzer, Bob-Ombs oder Pilze sorgen für noch mehr Chaos und Schadenfreude. Anfänger kommen mit der einfachen Steuerung sofort klar und mit ein wenig Eingewöhnung gelingen euch auch schnell direkte Pässe oder Direktabnahmen vor dem Kasten. Schüsse können zudem aufgeladen werden, um sie noch wuchtiger Richtung Tor zu dreschen.

Während dieser Aufladezeit steht ihr jedoch auf einem Fleck, sodass ihr ein leichteres Ziel für Tacklings seid. Ihr müsst Spielsituationen also richtig einschätzen, um nicht einfach umgeboxt zu werden. Das ist auf einer höheren KI-Stufe oder gegen einen menschlichen Mitspieler aber gar nicht so leicht, denn das Spieltempo ist allgemein sehr hoch. Das Gameplay erinnert oftmals eher an Eishockey als an Fußball. Das ist in diesem Fall aber gar nicht negativ gemeint.

Es gibt kein Seitenaus, sondern eine Bande, von der der Ball zurückprallt. Die Bande steht außerdem unter Strom und Gegner lassen sich selbstverständlich dort hineindrücken. Auch das Passspiel in der gegnerischen Hälfte wirkt manchmal ein bisschen wie bei NHL, wenn man die Lücke in der Abwehr sucht.

Ebenso kommt es natürlich häufig zu schnell ausgespielten Kontersituationen. Es gibt eigentlich über die komplette Spielzeit immer Action. Das Tempo zu verschleppen wie in einem echten Fußballspiel, ist nicht gewollt und dementsprechend kaum möglich.
Viele Spielsituationen in Battle League Football erinnern eher an Eishockey als an Fußball. Das ist aber gar nicht als Kritik gemeint. Quelle: PC Games Viele Spielsituationen in Battle League Football erinnern eher an Eishockey als an Fußball. Das ist aber gar nicht als Kritik gemeint.

Mehr Schlachtfeld als Spielfeld

Wer in Mario Strikers: Battle League Football stillsteht, bekommt auf die Socken. Das geschieht zumeist in der Form von Tacklings. Drückt ihr auf X, verpasst ihr dem Gegenspieler eine Schelle, die ihn kurz ausknockt. Das reicht jedoch nicht immer aus.

Ein Leichtgewicht wie Toad prallt so eher an einem Bowser ab, als dass er ihm Schaden zufügt. Da trifft es sich gut, dass sich Tacklings, genau wie die Schüsse, aufladen lassen. Das benötigt natürlich eine kurze Zeit, in der der Gegenspieler auch entkommen kann. Allerdings haben aufgeladene Tacklings nicht nur eine größere Durchschlagskraft, sondern eben auch eine höhere Reichweite.

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