Mario Strikers Battle League Football: Spektakulärer Party-Kick mit lächerlichem Umfang - Test

Test Christian Dörre
Mario Strikers Battle League Football: Spektakulärer Party-Kick mit lächerlichem Umfang - Test
Quelle: PC Games

Ganze 15 Jahre hat es gedauert, bis Nintendo Mario, Luigi, Bowser und Co. endlich wieder auf den Fußballplatz lässt, aber nun bahnt sich mit Mario Strikers Battle League Football ein spaßiger Arcade-Kick an. In unserem Test überzeugt der Titel mit Gameplay und Präsentation, leistet sich dafür in anderer Hinsicht jedoch ein unverzeihliches Eigentor.

Ganze 15 Jahre nach Mario Strikers Charged und sogar 17 Jahre nach dem Original Mario Smash Football auf dem GameCube kehren Mario, Luigi, Peach und Co. mit Mario Strikers: Battle League Football endlich wieder auf den Fußballplatz zurück. Wie man es bei einem Sportspiel mit den Einwohnern des Pilzkönigreichs erwarten kann, handelt es sich hier aber natürlich nicht um eine realistische Fuppes-Simulation, in der taktisch geprägtes Rasenschach gespielt wird, sondern eher um ein wildes, chaotisches Spektakel, das sich einen feuchten Kehricht um Fair Play, Taktik oder so einen Unsinn wie Regeln schert.

Zugänglicher Arcade-Spaß und Schadenfreude stehen klar im Vordergrund. Doch auch für Party-Fußball gilt natürlich Adi Preißlers legendärer Spruch "Entscheidend is' auf'm Platz." Wir haben uns deshalb auf den Rasen begeben, um für euch herauszufinden, ob der Switch-Titel ein echter Champion ist, oder doch eher eine belanglose Bolzerei mit hübscher Präsentation. Unser Urteil ist dabei recht zwiegespalten, denn Marios Fußballparty macht zwar Laune, leistet sich aber auch ein übles Eigentor, das den Spielspaß gehörig ausbremst.

Vier Freunde müsst ihr sein

Wer noch keinen Teil der Mario-Strikers-Reihe gespielt, sondern nur FIFA oder eFootball gezockt hat, wird sich ein wenig umgewöhnen müssen. Die Spielfelder sind kürzer und schmaler und statt jeweils 11 Spielern pro Mannschaft laufen die Teams hier nur zu fünft auf. Der Torhüter ist dabei immer ein Bumm Bumm, der komplett von der KI übernommen wird. Ihr steuert also nur die vier Feldspieler. Battle League Football wählt hier jedoch einen anderen Weg als seine beiden Vorgänger.
Mit Brechern wie Bowser lohnt es sich schon auch mal, aus der Distanz abzuziehen. Quelle: PC Games Mit Brechern wie Bowser lohnt es sich schon auch mal, aus der Distanz abzuziehen. Bei Smash Football und Charged konnte man nur einen Kapitän mit besonderen Fähigkeiten wählen und die Teamkameraden bestanden aus Nebenfiguren wie Koopas oder Shy Guys.

Im neuen Spiel hingegen stellt ihr eure Mannschaft komplett aus großen Nintendo-Persönlichkeiten zusammen. Ihr dürft dabei aus zehn Figuren wählen. Mario, Luigi, Bowser, Peach, Rosalina, Toad, Yoshi, Donkey Kong, Wario und Waluigi stehen euch zur Verfügung. Jeder Charakter verfügt dabei über unterschiedliche Statuswerte.

Während Mario und Luigi ziemliche Allrounder sind, bestechen Peach und Rosalina durch Tempo und Technik, lassen sich aber leicht ausknocken. Bowser und Donkey Kong hingegen sind eher langsam, dafür aber schwerer und kräftiger.

Sie können also mit einfachen Tacklings nicht aus den Latschen gehauen werden, ihre Attacken sind stärker und ihre Schüsse sind wuchtiger. Recht schnell lernt man die Vorzüge eines jeden Charakters kennen. Mit einem Wario kann man beispielsweise auch mal aus größerer Distanz abziehen, bei einem gut ausgespielten gegnerischen Konter hechelt der mopsige Fiesling aber natürlich hinterher.

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