Mario Kart World: Was taugt die offene Spielwelt?

Kolumne Lukas Bohnau
Mario Kart World: Was taugt die offene Spielwelt?
Quelle: PC Games

Redakteur und Nintendo-Experte Lukas "NintenToker" Bohnau konnte bereits einige spaßige Stunden in Mario Kart World verbringen. Aber wie sieht es mit der offenen Spielwelt aus? Hat sie das Potenzial langfristig zu motivieren?

Freies Erkunden, aber mühseliges Sammeln!

Über die gesamte Karte verteilt lassen sich P-Switch-Missionen, Peach-Coins und Fragezeichen-Block-Felder finden. Die müssen jedoch ohne Hilfe allein durch das Erkunden der Welt entdeckt werden. Die Karte ist zwar in verschiedene Biome unterteilt, sie sind aber nicht voneinander abgegrenzt. Hier hätte ich es gut gefunden, wenn wir zumindest für die verschiedenen Bereiche eine Übersicht der Sammelobjekte bekommen hätten.

So fährt man einfach ins Blaue, was es superschwer macht, wirklich die 100 % zu erreichen. Ich hoffe sehr, dass Nintendo da vielleicht noch etwas nachpatcht - denn so habe ich mich schon etwas verloren gefühlt. Lediglich die Fragezeichen-Block-Felder als spezielle Sammelobjekte der einzelnen Strecken werden in einer Übersicht aufgelistet. In einem Open-World-Spiel keine Übersicht für Sammelgegenstände zu liefern, finde ich schon sehr fraglich.

Mario auf der Super Mario Bros. Piste. Quelle: Nintendo Klar, man könnte jetzt auch so argumentieren, dass man den Entdeckerdrang der Spieler nicht limitieren möchte. Dass sie unvoreingenommen jedes Fleckchen der Open World selbst erkunden und diese Zeit genießen sollen. Aber ganz ehrlich: Dafür bietet die Welt dann doch einfach nicht genug und es wirkt sich eher kontraproduktiv auf die Motivation aus - zumindest auf meine.

Nichtsdestotrotz machen die Erkundungstouren Spaß! Es ist schon ein tolles Gefühl, einfach die Orte zu erkunden, auf die man gerade Lust hat. Die Welt ist schön gestaltet, auch wenn sie hier und da noch ein bisschen mehr Leben hätte versprühen können.

Aber wir reden hier immer noch von einem primären Rennspiel. Die P-Switch-Missionen haben es teilweise echt in sich und bieten einiges an Abwechslung. Mal gilt es, eine bestimmte Anzahl an Coins in einer vorgegebenen Zeit einzusammeln, mal müssen wir Tore durchfahren, Hindernissen ausweichen oder eine bestimmte Distanz durch die Luft gleiten - um nur einige zu nennen.

Easter Eggs gibt es ebenfalls zuhauf zu entdecken, und begleitet durch die wundervollen Musik-Medleys ist das Erkunden schon ein ziemlich "cozy" Erlebnis - abseits von Grand Prix oder der K.O.-Tour. Im Online-Multiplayer findet die Open World natürlich ebenfalls ihren Einsatz - hier fungiert sie allerdings hauptsächlich nur als Wartelobby, um die Zeit bis zum nächsten Rennen zu überbrücken.

Prinzessin Daisy schnellt übers Meer. Quelle: Nintendo

Sticker, Sticker und noch mehr Sticker

Ziemlich schade finde ich jedoch die freischaltbaren Belohnungen, die aus dem Open-World-Modus hervorgehen. Die fallen nämlich nicht sonderlich spektakulär aus. Hauptsächlich sind es Sticker, die wir für die P-Switch-Missionen bekommen. Mit diesen wiederum lassen sich unsere Karts und Bikes individualisieren - allerdings nur sehr minimalistisch.

Pro 100 Münzen, die wir sammeln - unabhängig von dem Modus, den wir gerade spielen - schalten wir einen neuen fahrbaren Untersatz frei, und neue Charaktere bekommen wir für das Abschließen von Grands Prix. Hier wäre es ziemlich cool gewesen, wenn man in der Open World die freischaltbaren Charaktere hätte suchen und sie dann beispielsweise in einem 1-gegen-1-Rennen herausfordern müssen, um sie für sich zu gewinnen.

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