Viele haben vermutlich noch nie etwas von Nintendos erstem Mario Kart für einen Handheld gehört. Bis heute macht es aber sehr großen Spaß!
Vom Käseland in die Sonnenuntergangs-Wüste
Die Mario-Kart-Reihe zeichnet bunte Strecken mit kreativen Ideen aus. Was stellen die Toads in ihrer Fabrik her? Wer kauft am meisten in der Kokos Promenade? Und wie sind wir in Waluigis Flipper gekommen? Die Strecken gehen seit jeher sehr spielerisch mit den Vorlagen aus dem Mario-Universum um. Zwar ist Super Circuit Hardware-bedingt im Streckendesign limitiert.
Die verspielten Ideen der Entwickler hauchen vielen Pisten allerdings einen besonderen Charme ein. Zu den besonderen Strecken gehören Käseland, Schneeland und Sonnenuntergangs-Wüste. Letztere sticht dabei besonders hervor. Gerade in Super Mario Kart waren Streckenhindernisse noch sehr überschaubar: Röhren auf den Strecken, Steinblöcke und Montys.
Quelle: PC Games
Die Sonnenuntergangs-Wüste wird von Shy Guys bewohnt. Die scheinen nicht so begeistert zu sein, dass die Rennstrecke genau an ihren Tipis vorbeiführt. Kommt ihr denen zu nahe, springen sie auf euer Kart und stehlen euch einige Münzen. Der Soundtrack der Strecke ist - Mario-Kart-typisch - ein absoluter Ohrwurm. In der letzten Runde geht, wie der Name schon verrät, auch noch die Sonne unter.
Aus heutiger Sicht haut das Streckendesign aus Super Circuit vermutlich niemanden mehr vom Hocker, viele der Pisten besitzen aber ihren eigenen Charme. Und besonders die kleinen Details machen die Strecken lebendig. Die Art Direction des Spiels verleiht ihm dabei den besonderen Look - Zwar spielt ihr ein 32-Bit 2D-Rennspiel, die Sprites basieren aber auf N64-Vorlagen. Besonders fällt das bei den Fahrer-Designs auf.
Frustpotential im Postgame
Bei allem Lob hat Mario Kart: Super Circuit allerdings auch seine Schwächen. Dass ihr euch bei jeder Kollision ohne Münzen dreht und meistens zwei Plätze nach hinten fallt, kann euch schonmal den Sieg kosten. Beim Freischalten der SNES-Strecken frustriert das besonders. Es ist oft gar nicht so einfach, insgesamt 100 Münzen zu sammeln.
Wenn ihr auch noch in jedem Cup drei Sterne sammeln wollt, kann schonmal der Controller aus Frust durchs Zimmer fliegen. Für die drei Sterne müsst ihr in allen Rennen Erster werden, so gut wie nie die Strecke verlassen, jede Itembox mitnehmen, dürft von fast keinem Item getroffen werden und noch vieles mehr.
Quelle: PC Games
Während das Freischalten der Retro-Cups euch schon einiges abverlangt, sind die Sterneränge beinahe utopisch schwer zu erreichen. Wenn ihr also schnell frustriert seid, lasst die Ränge besser links liegen.
Mehrspieler Madness
Euren Frust könnt ihr in Super Circuit am besten mit einem roten Panzer an euren Freunden ablassen. Auf der Originalhardware können vier Spieler mittels Link-Kabel gemeinsam über Marios Pisten schlittern.
Für das volle Mehrspieler-Erlebnis brauchen dabei alle Mitspieler eine Spiele-Cartridge. Besitzt ihr nur ein Spiel, müsst ihr euch mit einer kleinen Streckenauswahl zufriedenstellen. Verglichen mit heutigen Spielen ist der Multiplayer allerdings ein wenig enttäuschend. In den Versus-Rennen seid ihr alleine mit euren Mitspielern, ohne Computergegner, auf der Strecke unterwegs.
Habt ihr genug davon, könnt ihr euch in verschiedenen Kampfarenen Items um die Ohren schießen und damit die Ballons eurer Gegner zum Platzen bringen. Die Stärken des Spiels liegen sicher nicht im Mehrspieler-Modus. Dennoch hat die Möglichkeit, Mario Kart unterwegs spielen zu können, Busfahrten von Kindern der 2000er für immer verändert. Spätestens mit Mario Kart DS wurden lange Reisen oft zu einem Riesenspaß.
