Maneater in der Hands-on-Vorschau: Dieser Hai hat euch zum Fressen gern- Video-Update!
Special 33,29 €
Treffen sich zwei Fische. Sagt der eine "Hi!" Sagt der andere: "Wo?!" So, nachdem wir nun unseren Teil in Sachen Cringe-Wortspiele erledigt haben, verraten wie euch, worauf ihr euch bei Maneater einstellen könnt. Wir könnten das Hai-Abenteuer nämlich bereits ausführlich für unsere Vorschau ausprobieren und erlagen dabei unseren animalischen Instinkten. Jetzt auch mit Video-Preview!
Es kann der frömmste Hai nicht in Frieden fressen, wenn ein blutgieriger Möchtegern-Haudegen etwas dagegen hat. Unser Leben als Hai-Mama ist somit auch rasch verwirkt, als wir im Tutorial von Maneater (jetzt kaufen 8,95 € / 33,29 € ) nach dem Erlernen der Steuerung gefangen, getötet und ausgenommen werden. Allerdings, der ungeborene Nachwuchs ist auch ganz schön wehrhaft und beißt, nachdem er noch dazu mit einem Messer unfreiwillig verziert wurde, dem manischen Muttermörder kurzerhand den Arm ab.
Auf dieser Seite
Traumatisiert, verwaist, aber immerhin gut gesättigt und fortan mit einem unstillbaren Hunger auf Menschenfleisch ausgestattet, finden wir uns nach diesem Auftakt als Jung-Hai in den Gewässern vor der Golfküste wieder. Und wir haben eine Mission: Den Schlächter unserer Mama finden - und auf dem Weg dahin für so viel Chaos und rotgefärbtes Wasser wie nur irgend möglich zu sorgen.
Von Anfang an ist klar: Maneater weiß, wie trashig seine Prämisse ist und es zelebriert sie auf ganzer Linie. Das fängt schon bei der Tatsache an, dass unsere Taten häufig und in sonorem Ton von einer Sprecherstimme kommentiert werden, wie man sie aus Naturdokumentationen der BBC und Co. kennt. Dabei ist es völlig gleich, ob wir einfach nur fröhlich durch die Gegend schwimmen, Fische jagen oder einen besonders feisten Schwimmer zerteilen.
Fressessin's Creed
Quelle: Koch Media
Maneater: Maneater in der Hands-on-Vorschau: Dieser Hai hat euch zum Fressen gern! (12)
Wir haben das Tutorial und anschließend die ersten paar frei erkundbaren Gebiete des Abenteuers gespielt. Hier zeigt sich: Die Beschreibung von Maneater als eine Art GTA mit Haien ist nicht ganz falsch - wir schwimmen durch die offene Spielwelt, erledigen Haupt- und Nebenmissionen, bezwingen optionale Bosse, schalten Schnellreisepunkte frei und machen uns auf die Suche nach allerlei Sammelgegenständen. Allerdings kam uns eher eine andere Open-World-Serie in den Sinn: Da schlussendlich viele Aufgaben auf "iss so und so viele Fische und/oder Menschen", "sammle diese und jene Objekte" und ähnlichen Filler-Kram hinausliefen, fühlte sich das Geschehen ähnlich wie in der Assassin's-Creed-Reihe vor Odyssey an.
Das ist jetzt nicht per se negativ gemeint - auch spielerisch ist sich Maneater eindeutig bewusst, dass es das Rad nicht neu erfindet. Es liefert bekannte Elemente, angereichert um den Hai-Twist und zumindest dem bisherigen Anschein nach ordentlich umgesetzt. Zwar fanden wir es schade, dass sich die Missionen schon so früh im Spiel recht austauschbar anfühlten, aber mit überbordenden Erwartungen sollte man an die Hai-Hatz auch nicht herangehen. Die Unterwasserwelt wirkt zudem bis dato sehr schön und wurde abwechslungsreich umgesetzt. Nach unseren ersten Schwimmversuchen im Sumpf fanden wir uns rasch nahe einer Stadt mit allerlei versunkenen, von Menschenhand gefertigten Objekten wieder, inklusive Atommüll. Die weiteren Gebiete bieten hoffentlich ähnlichen Facettenreichtum.
Kamera-Hai-O-pei
Quelle: Koch Media
Maneater: Maneater in der Hands-on-Vorschau: Dieser Hai hat euch zum Fressen gern! (5)
Die Steuerung ist prinzipiell simpel, aber trotzdem etwas gewöhnungsbedürftig - wir spielten die PC-Version, auf Anraten unseres Publisher-Kontaktmannes mit einem Xbox-One-Controller. Wir bewegen uns und die Kamera mit den Analogsticks, mit den rechten Schultertasten beißen wir und schlagen mit der Schwanzflosse zu. Feinde werden automatisch anvisiert, das klappt aber nicht immer so gut, wie es sollte. Schnell zischen wir an ihnen vorbei, verlieren sie aus den Augen und haben Mühe, uns wieder neu zu orientieren. Die Kamera bleibt dankenswerterweise nicht an Objekten hängen, jedoch müssen wir ständig nachjustieren. Daran gewöhnt man sich, es ist aber unelegant und nimmt den wilden Beißereien etwas Imposanz. Und wild sind sie! Das Blut fließt in Strömen, egal, ob man es mit Aal, Krokodil, Barrakuda, Schildkröte oder Wels zu tun hat. Hat man einen Menschen zwischen den Hauern, fliegen, beziehungsweise schwimmen die Gliedmaßen zudem nur so durch die Gegend. Bei allem Augenzwinkern ist Maneater definitiv nicht für Kinderaugen geeignet.
Aus dem Leben eines Taugefisches
Quelle: Koch Media
Maneater: Maneater in der Hands-on-Vorschau: Dieser Hai hat euch zum Fressen gern! (14)
Zurück zur Steuerung: Mit der vorderen rechten Schultertaste weichen wir Geschossen bewaffneter Feinde aus - angeblich, denn in der Praxis funktionierte das nicht sehr gut. Vielleicht lag es aber auch an einer falschen Buttonbeschriftung, denn die erzählte uns in dieser Preview-Fassung einige Fehlinformationen. Weiterhin können wir durch Wackeln mit dem rechten Analogstick besonders widerstandsfähige Feinde schwächen, mit dem linken Schulterbutton durch die Gegend sausen - und natürlich auch einen beeindruckenden Sprung aus dem Wasser heraus und bei Bedarf auf die Köpfe von Feinden vollführen. Auf Buttondruck lösen wir zudem eine Art Sonar aus, der alle versteckten Sammelobjekte, Feinde und andere interessante Gegenstände in unserer Umgebung anzeigt.
Der Radius und die Effizienz des Sonars lassen sich mehrstufig steigern, wenn wir durch getötete Feinde Erfahrungspunkte verdienen und im Level aufsteigen. Das gilt auch für alle unsere anderen Fähigkeiten. Zudem können wir im späteren Spielverlauf immer mehr Bewegungsmanöver und Talente freischalten. Welche, das konnten wir während unserer Zeit mit dem Titel aber noch nicht in Erfahrung bringen. Clever: Unser Fortschritt wird insofern erklärt, als dass wir im Verlauf der Geschichte immer älter werden. Sind wir zu Beginn nur ein kleines, wenig wehrhaftes Haifischkind, im wahrsten Sinne des Wortes gerade erst dem Bauch unserer Mutter entrissen, entwickeln wir und bald danach zum Teenager und irgendwann zum ausgewachsenen Bullenhai.
Sharknado zum Selberspielen
Quelle: Koch Media
Maneater: Maneater in der Hands-on-Vorschau: Dieser Hai hat euch zum Fressen gern! (4)
Wie viel Langzeitmotivation Maneater bieten wird, also ob der Haifisch-Twist samt krude-charmantem Humor uns trotz der ansonsten altbekannten spielerischen Gestaltung am Haken hält, bleibt abzuwarten. Klar ist, ein Meisterwerk darf man sich von dem Abenteuer nicht erwarten. Auch grafisch ist er recht altbacken und zumindest im aktuellen Zustand hat er noch mit einigen Bugs zu kämpfen - eine Mission löste während unserer Session etwa nicht aus, weil wir uns ihr von der falschen Seite näherten. Es dürfte aber auf jeden Fall ein schöner Spaß für zwischendurch werden und wer schon beim Nachtprogramm von Tele5 verzückt gurrt, wenn das Kunstblut spritzt, wird hier auf jeden Fall viel zum Liebhaben finden.
Maneater erscheint am 22. Mai 2020 für PC, PS4, Xbox One und die Nintendo Switch.
