Mainboards: Tipps rund um den Einbau eines Mainboards
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Das Mainboard verbindet alle wichtigen Teile eines PCs - wir geben euch Tipss zum Kauf, Begriffen und bieten eine Marktübersicht mit 80 Mainboards.
Mainboard-Einbau: Vorgehensweise
Wie baut man aber ein Mainboard ein? Es ist hilfreich, wenn das Gehäuse auf der Seite liegt, sodass ihr das Mainboard von oben ins Gehäuse einführen und dann langsam absenken könnt. Euer Mainboard hat einige Bohrlöcher, und genau dort, wo diese Bohrlöcher später sitzen, sollte darunter je eine Gewindevorrichtung des Mainboard-Trays (der Ebene des Gehäuses für das Mainboard) sein. Schaut euch daher schon vorher an, ob an den korrekten Stellen des Trays, und auch nur an diesen Stellen, Gewinde vorhanden sind.
Wenn ihr das Mainboard korrekt ausgerichtet habt, achtet vor allem darauf, dass ihr dessen Back Panel in Richtung des Slot-Blechs, das ihr schon vorher hinten im Gehäuse eingesetzt haben solltet, drückt und die Anschlüsse auch korrekt in den Slot-Blech-Aussparungen liegen. Wichtig: Da jedes Mainboards andere Anschlüsse habt, müsst ihr unbedingt das Slot-Blech nutzen, das dem Mainboard beilag. Bei einigen Mainboards aus Preisbereichen über 100 Euro ist das Slot-Blech bereits ins Back Panel integriert - hier lasst ihr also die Back-Panel-Aussparung auf der Gehäuserückseite einfach frei.
Sobald die Back-Panel-Anschlüsse korrekt im Slot-Blech respektive der Aussparung sitzen, senkt ihr das Mainboard endgültig ab
Quelle: MSI
Backpanel eines MAG X570S TOMAHAWK MAX WIFI mit integriertem Slotblech
Achtet darauf, dass zumindest das erste Bohrloch, in das ihr eine Schraube setzen wollt, korrekt über seinem zugehörigen Gewinde positioniert ist. Wir empfehlen eines der Bohrlöcher, die Richtung Gehäuserückseite zeigen.
Dreht nun nach und nach in jedes der Bohrlöcher eine Schraube hinein, aber dreht sie noch nicht richtig fest, damit ihr das Mainboard weiterhin um 1-2 Millimeter verschieben könnt, falls bei der nächsten Schraube das Bohrloch nicht passend bündig über dem darunterliegenden Gewinde sitzt.
Erst wenn ihr die letzte Schraube eindreht, zieht ihr alle Schrauben nach und nach fest, wobei ihr es nicht übertreiben braucht - der PC steht ja in der Regel einfach nur im Zimmer herum und macht keine Rundreise in einem Wüsten-Buggy.
Verkabelung
Es kann übrigens einfacher sein, wenn vor dem Mainboard-Einbau bereits die CPU, der CPU-Kühler, das RAM sowie eine eventuelle M.2-SSD auf dem Mainboard montiert sind. Denn es kann ein wenig fummelig sein kann, wenn diese Komponenten bei einem schon im Gehäuse sitzenden Mainboard montieren will.
Der letzte Schritt besteht nun noch in der Verkabelung: Der Hauptstromstecker-Anschluss liegt beim Mainboard im rechten Bereich, links oben (über dem Back-Panel-Bereich) befindet sich noch eine Zusatzstromversorgung.
Hinzu kommen Lüfter, die ihr über das Mainboard steuern wollt, sowie die Stecker für die Anschlüsse zur Gehäusefront wie USB-Ports und auch die kleinen Stecker für den Power-Schalter, Power-LED oder Laufwerk-Aktivität Vor allem für letztere solltet ihr in der Anleitung des Mainboards nachsehen, da die Belegung des Anschluss-Panels zum Teil schwer ohne Anleitung zu erkennen ist.
Quelle: Gigabyte
Bei diesem Gigabyte B760M GAMING DDR4 seht ihr oben links über dem roten Kühler die 8-Pin-Strom-Zusatzanschlüsse.
Ebenso müsst ihr sehr aufpassen, falls ihr RGB-Zubehör an entsprechenden Headern des Mainboards anschließen möchtet. Denn es gibt zwei nicht zueinander kompatible Arten bei den RGB-Headern: 5V und 12V. Die Header und Stecker sind von den Maßen her identisch, und auch die Abstände zwischen den Pins sind gleich.
Header für 12V haben 4 Pins, die für 5V aber nur drei - bei den 5V-Headern fehlt einer der beiden mittleren Pins.
Es ist also möglich, dass ihr aus Versehen einen 12V-Stecker, der quasi 4 kleine Buchsen hat, auf einen 5V-Header aufsteckt. Einen 5V-Stecker mit 3 Pins versehentlich auf einen 12V-Header zu stecken, ist theoretisch möglich. Die meisten (aber leider nicht alle) 5V-Stecker haben an der Stelle, an der beim 5V-Header kein Pin vorgesehen ist, keine Buchse, sodass man sie nicht auf einen 12V-Header stecken kann.
