Madden NFL 23: Die American-Football-Simulation im Test - Seite 3
Test
Madden NFL 23: Die American Football Simulation von EA Sports im Test. Alle Neuerungen beim Gameplay, Franchise und Madden Ultimate Team in der Übersicht.
Neue Features, alte Probleme
Dazu kommen ein paar Detailanpassungen am Nutzer-Interface, am Salary Cap, an der Free Agency und am Scouting-System. Das wurde in Madden NFL 22 ja erst später per Patch nachgereicht, ist also quasi auch noch halb neu. Ihr sammelt jetzt keine Punkte mehr, mit denen ihr auf Knopfdruck das wahre Potenzial der vielversprechendsten Nachwuchstalente enthüllt. Ihr baut ein richtiges Netzwerk auf, stellt Mitarbeiter ein, weist ihnen Regionen zu, sucht nach bestimmten Positionen und konzentriert euch schließlich auf einzelne Spieler, die ihr dann beim Combine und den Pro Days beobachten könnt.
Alles in allem macht der Franchise-Modus einen ziemlich runden Eindruck. Man sieht eine klare Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. Ein paar Probleme gibt es aber trotzdem noch. Die KI lässt sich bei manchen Trades ordentlich über den Tisch ziehen. Beim Draft trifft sie gelegentlich sehr seltsame Entscheidungen. Dazu kommt ein fieser Bug, durch den ein reguläres Saisonspiel als Trainingseinheit gewertet wird. Eure Spieler tragen Leibchen, es gibt keine Moderatoren, nur ein begrenztes Playbook und die Spielzeit läuft nicht ab. So endet die Partie natürlich nie. Ihr müsst sie also über das Pausemenü verlassen, wodurch sie als 0:0-Unentschieden in eure Statistik eingeht. Da muss EA nochmal draufschauen.
In diesem Artikel
PC und Old Gen im Offside
Wenn wir schon beim Thema "Draufschauen" sind, werfen wir doch noch einen kurzen Blick auf die anderen Spielmodi. Die lassen sich nämlich recht schnell abhandeln. The Yard und Superstar KO werden in den bisherigen Patch Notes nicht mal erwähnt. Da tut sich also nix. In Madden Ultimate Team wurden der MUT Champions Wettbewerb überarbeitet, neue Sets und neue Items eingeführt.
Die werden euch dann penetrant bei jedem Login unter die Nase gerieben, damit ihr auch ja euer Geld für sie rausschmeißt. Der altbekannte Pay2Win-Kram eben.
Bleiben uns zu guter Letzt nur noch ein paar Worte über die technische Umsetzung. Die ist nämlich ein wenig problematisch. Dass die allgemeine Grafik, der Rasen und der Look eurer Spieler im Vergleich zu FIFA 23 nicht ganz mithalten kann, lässt sich ja noch verkraften. Bei der miesen Performance hört der Spaß aber endgültig auf.
Uns kamen während unseres Tests immer wieder Glitches, Ruckler und laggende Menüs unter. Dazu kamen komische Kollisionen, unrunde Animationen und KI-Aussetzer: Nicht gesetzte Blocks oder seltsame Abpraller sorgen im EA-Forum schon jetzt für eine Mischung aus Belustigung und Verärgerung.
Quelle: PC Games
Superstar KO ist immer noch gut für ein Spielchen zwischendurch. Viel Neues dürft ihr in dem Modus aber nicht erwarten.
Das größte Ärgernis bleibt aber wohl, dass Spieler auf Old-Gen-Konsolen und PC wieder mal auf einen Großteil der spannendsten Neuerungen verzichten müssen. Quasi alle Gameplay-Features wie das Skill-Based Passing oder die 360° Cuts sind Playstation 5 und Xbox Series vorbehalten. Crossplay gibt es auch nicht. Das hat Kollege FIFA dieses Jahr deutlich eleganter gelöst.
Meinung
Madden NFL 23 erscheint am 19. August 2022 für PC, PS4, PS4, Xbox One und Xbox Series. Ein Upgrade zwischen Current-Gen- und Next-Gen-Version ist nur mit der 100 Euro teuren All-Madden Edition möglich. Die enthält zudem Early Access Zugriff auf den Titel. Abonnenten von EA Play können die Sportsimulation mit einer kostenlosen Testversion zehn Stunden lang ausprobieren. Über eine mögliche Integration in den Xbox Game Pass ist bisher noch nichts bekannt.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels war davon die Rede, dass Franchise-Features wie das Personal-Management oder die Trainings-Übersicht erstmals mit Madden NFL 23 eingeführt worden wären. Diese Inhalte gab es aber bereits im Vorgänger. Wir haben die entsprechende Textstelle angepasst und bitten, den Fehler zu entschuldigen.
