Fordernde Kämpfe mit klaren Mustern: MIO setzt auf Präzision, Timing und konsequente Bestrafung von Fehlern.
Anspruchsvolle Kämpfe
Das Kampfsystem setzt auf direkte Konfrontationen mit feindlichen Maschinen. Bewegung und Reaktionsfähigkeit sind hier deutlich wichtiger als rohe Gewalt. Jeder Gegner besitzt sein eigenes Angriffsmuster, das ihr aufmerksam beobachten und verinnerlichen solltet. Blinde Angriffe werden schnell bestraft und kosten euch eine von MIOs wertvollen Schutzschichten. Invincibility Frames, also die kurze Unverwundbarkeit nach einem Treffer, braucht ihr ebenfalls nicht zu erwarten. Das Spiel ist gnadenlos und nutzt jeden Fehler aus, den ihr euch erlaubt.
Quelle: PC Games
Nicht nur Bossgegner werden zur Herausforderung. In bestimmten Abschnitten kommt ihr erst weiter, wenn ihr alle Gegner besiegt habt.
Insgesamt bietet das Spiel mehr als 30 verschiedene Gegnereinheiten mit unterschiedlichen Angriffsmustern, die es euch nicht leicht machen. Gerade in den ersten Kämpfen gegen einen Gegnertypus kann so mancher Standardgegner auch schon mal als kleiner Mini-Boss wahrgenommen werden.
Aber wenn wir schon beim Thema sind: Natürlich bietet Memories in Orbit auch brutale Bosskämpfe. Die sind noch einmal deutlich fordernder und die Obermotze halten auch eine ganze Menge mehr Treffer aus. Wie bei den normalen Gegnern gilt bei Bossen ebenfalls: Muster erkennen und mit Bedacht agieren.
Das ist jedoch oft leichter gesagt als getan, denn die meisten Angriffsmuster gönnen euch kaum Verschnaufpausen und wenig Raum, in dem ihr euch bewegen könnt. Im Verlauf des Spiels schaltet ihr zwar auch eine Ausweichfähigkeit frei, ist diese aber nicht perfekt getimt, bringt sie euch leider gar nichts.
Quelle: PC Games
Die Bosskämpfe sind abwechslungsreich und sehr fordernd. Die Angriffsmuster zu studieren ist essenziell.
15 abwechslungsreiche Bosse gilt es insgesamt zu besiegen. Ohne sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen, werden Neulinge wohl kaum einen dieser Bosse im ersten Versuch schaffen. Darüber sollte man sich im Klaren sein. Das Spiel lebt davon, aus Fehlern zu lernen, belohnt euch aber dafür mit einem überschwänglichen Gefühl des Triumphes, wenn ihr aus einem harten Kampf als Sieger hervorgegangen seid.
Kein Spaziergang
Memories in Orbit richtet sich klar an Spieler, die im Metroidvania-Genre eine gewisse Herausforderung suchen und sich bereits mit dieser Art von Spielen auskennen. Das zeigt sich nicht nur in den knackigen Kämpfen und den fordernden Plattformpassagen, sondern auch in MIOs Lebensanzeige. Am Anfang stehen euch zwei Schutzschichten zur Verfügung, die euch drei Treffer erlauben, bis es um MIO geschehen ist.
Quelle: PC Games
An Perlmuttbecken könnt ihr eure Energie wieder auffrischen - allerdings nicht umsonst.
Anders als in ähnlichen Metroidvanias gibt es keine Heil-Items, die ihr finden könnt, oder Möglichkeiten der Selbstheilung. Nur an Perlmuttbecken oder Speicherstationen lassen sich MIOs Schutzschichten erneuern. An Perlmuttbecken müsst ihr dafür aber sogar noch bezahlen, und zwar für jede Schutzschicht extra, sofern ihr nicht gerade die passende Mod installiert habt. Für Genre-Neulinge könnte das schon ein wenig zu hart sein.
