Lords of the Fallen gespielt: Zwischen Dark Fantasy und Cosmic Horror

Special Annika Menzel Lukas Schmid
Lords of the Fallen gespielt: Zwischen Dark Fantasy und Cosmic Horror
Quelle: CI Games

Wir konnten den namensgleichen Nachfolger von Lords of the Fallen anspielen. Ob er mehr drauf hat als der etwas glücklose Vorgänger, verrät die Vorschau.

Zum einen können andere Spieler in eure Welt einfallen und euch herausfordern, zum anderen dürft ihr online Mitspieler beschwören, um gemeinsam zu kämpfen. Nach Aussagen der Entwickler werdet ihr nach einem miss- oder geglücktem Bosskampf aber nicht postwendend zurückgeschickt, sondern verbleibt zusammen in der Welt und könnt euren Siegeszug fortsetzen. Sollte einer von euch währenddessen ins Gras beißen, hat der andere die Möglichkeit, ihn wiederzubeleben, auch wenn der Vorgang verhältnismäßig lange dauert und dadurch mit Risiken verbunden ist. Als Anreiz für die Spieler, einander einen virtuellen Besuch abzustatten und sich zu duellieren, soll es sogenannte Faction Shrines geben. Die Gegenstände, die ihr als Belohnung beim PvP bekommt, könnt ihr an so einem zu eurer Seite gehörenden Altar opfern und neue Ausrüstung, Items oder Ähnliches freischalten. Die gibt es aber nicht nur für euch allein, da die verschiedenen Ränge von allen Spielern gemeinsam freigeschaltet werden. Gegeneinander anzutreten lohnt sich also gleich doppelt.

Ein gutes Soulslike ist (k)ein Hexenwerk

Bei einem Reboot wird der bestehenden Marke bekanntlich ein Neustart gewährt. Im Fall von Lords of the Fallen scheint auf den ersten Blick nicht viel von dem 2014 erschienenen Spiel übrig geblieben zu sein.

Ursprünglich wurde die Neuauflage unter dem Titel The Lords of the Fallen angekündigt, der Artikel flog nun aber raus. Dadurch soll stärker untermalt werden, dass es sich um einen Reboot des ersten Spiels handelt.

Aufgrund der zahlreichen Änderungen und neuen Ideen, die die Macher bei Hexworks in ihr Projekt einbringen, stellt sich die Frage, ob das Ganze nicht im Grunde eine völlig neue IP ist.

Ein Kampf gegen ein untotes Monster in Lords of the Fallen Quelle: CI Games Bei der Präsentation machte das Spiel einen gänzlich anderen Eindruck als der Vorgänger und beim aktuellen Wissensstand lässt sich nur erahnen, warum das ambitionierte Soulslike auf einer Marke beruht, die in der Vergangenheit sehr gemischtes Feedback bekommen hat.

Den Aussagen des Entwicklerteams nach wurde das Universum des Vorläufers übernommen, was sich auch an dem Dämonengott und Oberbösewicht namens Adyr zeigt, der hier ebenfalls sein Unwesen treibt - nur mit etwa 1.000 Jahren mehr auf dem Buckel.

Die beiden Spiele teilen sich dieselben großen Ereignisse in ihrer Vorgeschichte, einige Charaktere und Teile der Lore, wobei Hexworks die Inhalte und Ansätze angenommen, dann aber im Hinblick auf ihre Pläne weiterentwickelt hat.

Ein Kampf gegen garstige Kreaturen in Lords of the Fallen Quelle: CI Games Vorkenntnisse sind dementsprechend nicht notwendig, wenn ihr das neue Lords of the Fallen spielen wollt. Schaut ihr euch danach den ursprünglichen Titel an, werdet ihr dafür vielleicht manche Gemeinsamkeit erkennen, schließlich teilen sie sich ein Universum.

Diese Vorgehensweise scheint definitiv die richtige Entscheidung zu sein, da so neben den besseren technischen Möglichkeiten fast zehn Jahre später auch mehr Spielraum für eigene Ideen gegeben ist und nicht nur Fehler ausgebügelt werden.

Ein Studio mit großen Ambitionen

Schließlich hat das Entwicklerteam bei Hexworks Großes vor: Mit ihrem Debüt wollen sie nicht nur einen gelungenen Reboot erschaffen, sondern sind ambitioniert, sich einen Namen in der Branche zu machen. Vor allem im Genre der Soulslikes und Action-RPGs wollen sie zu dem Studio werden, an das Fans als Erstes denken. Ihren Ehrgeiz stellen sie bereits dadurch zur Schau, wie viel Mühe sie in Lords of the Fallen stecken.

Und der erste Eindruck nach der Präsentation stimmt uns zuversichtlich, dass sie es in der Zukunft sogar schaffen könnten. Erst mal heißt es aber abwarten, da sich das Spiel noch in der Entwicklung befindet und später im Verlauf dieses Jahres erscheinen soll.

Bei Soulslikes gilt es im Vorfeld besonders vorsichtig zu sein, da das Spielgefühl letztlich ausschlaggebend für den potenziellen Erfolg ist. Das Konzept und die individuellen Settings, Geschichten oder Mechaniken, die die geistigen Nachfolger von den From-Software-Titeln abgrenzen, können noch so gut sein, wenn die Umsetzung nicht stimmig oder der Schwierigkeitsgrad künstlich hochgezogen erscheint.

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