Live A Live im Test:Das JRPG für alle, die keine JRPGs mögen -Seite 3
Test
Als Remake des 1994 exklusiv in Japan erschienen JRPGs gibt es Live A Live seit dem 22. Juli auf Nintendo Switch und somit auch im Rest der Welt. Was die Neuauflage des so gut wie unbekannten SNES-Titels zu bieten hat, erfahrt ihr in unserem Test + Video.
Auf die Gegenwart folgt die Zukunft in zwei Kapiteln. Im Ersten steuert ihr einen Waisenjungen mit psychokinetischen Fähigkeiten. In seiner Heimatstadt treibt eine Motorradgang ihr Unwesen und entführt Menschen. Ihr müsst diese Organisation aufhalten und den Frieden in der Stadt wiederherstellen. Die Story dieser Episode ist mit vielen unerwarteten und dramatischen Momenten gespickt.
Gerade Hauptcharakter Akira wurde mit seiner anfangs ziemlich egoistischen und draufgängerischen, später dann aber sehr selbstlosen und heldenhaften Art wirklich gut umgesetzt. Die Balance aus Geschichte, Erkunden und Kämpfen sind in diesem Kapitel ideal getroffen, dadurch wird es nie langweilig, obwohl es zu den längsten Geschichten in Live A Live zählt. Das letzte der zu Anfang verfügbaren Kapitel bringt euch weiter in die Zukunft, weg von der Erde und an Bord eines Raumschiffs. Dort übernehmt ihr die Rolle eines Roboters, liebevoll Würfel getauft.
In diesem Artikel
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Kleiner Bot ganz groß
"Das Mechanische Herz" ist somit die einzige Geschichte, die nicht nur außerhalb unseres blauen Planeten, sondern auch ohne menschliche Hauptfigur erzählt wird. Außerdem bietet sie die wenigsten Kämpfe und die meisten Dialoge aller Episoden. Die meiste Zeit lauft ihr einfach nur zwischen verschiedenen Räumen des Schiffs hin und her. Aber was dem Abenteuer des kleinen Bots an Action fehlt, macht die spannende und gruselige Story wieder wett. Auf dem Weg zurück zur Erde geht an Bord nämlich einiges nicht mit rechten Dingen zu. Als der kleine Bot Würfel müsst ihr die unerklärlichen Vorgänge aufklären. Es ist allerdings Vorsicht geboten: Auf dem Schiff treibt sich etwas herum, das euer Abenteuer sofort beenden kann.
Das macht dieses Kapitel auf jeden Fall zum nervlich anspruchsvollsten des Spiels. Man steht ab einem gewissen Punkt unter Dauerdruck und muss jeden Schritt genau bedenken. In Sachen Story nur so viel: Wir hoffen, dass die Zukunft, die uns bevorsteht, nicht so wird wie hier im Spiel. Wenn doch, dann sollten wir zumindest alle einen Roboterfreund wie Würfel haben.
Das achte Kapitel in Live A Live ist etwas Besonderes. Es wird erst freigeschaltet, wenn ihr alle anderen Kapitel abgeschlossen habt. Außerdem ist es zweigeteilt und fungiert als Finale. Bedeutung und Zusammenhang mit den vorherigen Kapiteln werden geklärt und der Bogen um die gesamte Handlung schließt sich. Der erste Teil des Kapitels spielt sich aber ziemlich ähnlich zu den vorherigen.
Quelle: PC Games
Im Gegenwartskapitel gibt's viel Action. Dafür hat das Kampfsystem hier aber auch einen Kniff.
Nur so viel zur Handlung: Ihr müsst eine entführte Prinzessin aus den Klauen eines finsteren Fürsten befreien. Auf dem Weg zum Sitz des dunklen Herrschers gibt es viel zu tun, denn ähnlich wie bei Pokémon kann jederzeit beim Herumlaufen zufällig ein Kampf beginnen. Das ist zwar nur in diesem Kapitel so, aber trotzdem nervig. Das Ende an sich ist aber auf jeden Fall klasse gelungen. Es stellt die endgültige Verknüpfung zwischen allen Einzelgeschichten her. Und sogar hier haben sich die Entwickler neue Elemente überlegt.
Je nachdem, welche Entscheidungen ihr so getroffen habt, wird euch ein anderer Ausgang erwarten. Wiederspielwert ist also definitiv vorhanden, da ihr die einzelnen Episoden noch mal in Angriff nehmen und neue Storylines und Secrets finden könnt. Auch nach den Credits gibt es in Live A Live einiges zu entdecken. Wertung und Fazit findet ihr auf der nächsten Seite!
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