Diese Rennsimulation geht auf Steam gerade komplett durch die Decke - darum müsst ihr sie spielen!
Special
Racing-Sims sind stark im Kommen: iRacing, Automobilista 2 und Raceroom erhalten derzeit starke Konkurrenz von Le Mans Ultimate. Was macht das Rennspiel so gut?
Vermutlich sind die wenigsten von uns bereits in den Genuss gekommen, solche Rennwagen fahren zu dürfen, was eine Einschätzung schwierig macht. Aber als regelmäßiger Kartfahrer weiß ich zumindest, wie anspruchsvoll sich Gefährte bei hohen Kurvengeschwindigkeiten verhalten.
Und ja, schon klar, der Vergleich hinkt immer noch ordentlich. Aber wenn ich in LMU mit den unterschiedlichen Fahrzeugen über die Pisten düse, habe ich immer das Gefühl, mein Auto zu beherrschen und das ist in einer Sim einer der wichtigsten Punkte.
Ganz viel Dynamik
Wie es sich für ein Langstreckenrennen gehört, sind auch die fließenden Übergänge zwischen Tag und Nacht sowie dynamische Wetterverhältnisse integriert. Sobald es anfängt zu regnen, kämpfe ich zunächst mit einer schmierigen Fahrbahn, bevor die Piste mit Slicks unbefahrbar wird.
Vor den Sessions kann ich etliche Anpassungen treffen und die Verhältnisse haargenau festlegen. Das geht zwar mittlerweile in den meisten Rennsimulationen, aber auch in dem Punkt profitiert das Spiel vom fantastischen Fahrzeug-Handling.
Durch den Tag-Nacht-Zyklus entwickeln sich hübsche Lichtspielereien. Die Scheinwerfer der Karren, die Flutlichter rund um die Strecke und die Tribünenbeleuchtungen sorgen bei Dunkelheit für eine schicke Lichtstimmung. Das gleiche gilt für den Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.
Hartes Racing
Einen großen Unterschied zu vielen anderen Sims kann ich bei der KI feststellen. Die NPC-Piloten fahren äußerst realistisch und stechen auch mal aggressiv beim Anbremsen auf die Innenlinie. Das ist großartig.
Das Racing gegen die KI macht sowohl für Einsteiger als auch für Pros extrem viel Spaß und kommt aufgrund des hohen Renn-IQs der Gegner absolut realistisch herüber. Beim Überholen ist es in gleich schnellen Fahrzeugen nicht gerade einfach, den Vordermann zu knacken und so muss das sein.
In vielen anderen Rennspielen stecken schnellere Piloten außerdem in kurvigen Abschnitten häufig hinter langsameren Konkurrenten fest und kommen nicht an ihnen vorbei. Bei LMU funktioniert das System der Multiklassen aber hervorragend: Die schnelleren Prototypen schlängeln sich ohne große Aussetzer durch die niedrigeren Fahrzeugtypen.
Selbst bei über 50 Wagen auf der Strecke fahren die NPCs auf hohem Niveau. Bei schwierigen Wetterbedingungen kommen sie auch mal von der Strecke ab und allgemein leistet sich die KI zwischendurch immer wieder kleine, realistische Ausrutscher. Genau solche Kleinigkeiten machen für mich eine gute Racing-Sim aus.
Quelle: Studio 397
Wer trotzdem mehr Lust auf menschliche Gegner hat, kann sich natürlich auch in den Online-Bereich stürzen. Dort kann ich ein Spiel hosten, einer erstellten Lobby beitreten und auch an regelmäßigen Events teilnehmen.
Wie bei fast allen Rennspielen gibt's auch in LMU ein gut umgesetztes, faires Matchmaking aufgrund eines Wertungssystems, das meine Leistungen einschätzt und mich so mit ähnlich starken Gegnern auf die Strecken lässt.
Licht und Schatten
In diesen Online-Rennen, aber auch offline gegen die KI sorgt eine gelungene Kollisionsabfrage für spannende Momente. Leichte Rempler zerstören nicht direkt das Rennen, sondern gehören wie im echten Rennsport eben auch dazu. Bei stärkeren Unfällen sieht das Ganze aber anders aus, da diese meine Karre dann doch beschädigen. Wenn ich mir zum Beispiel bei einer Kollision die Achse anschlage, zieht mein Auto auf eine Seite und lenkt nicht mehr so, wie ich das möchte.
