Komplett-PCs statt Selbstbau: Fallstricke und aktuelle Preise - 14 PCs im Blick

Special Antonio Funes
Komplett-PCs statt Selbstbau: Fallstricke und aktuelle Preise - 14 PCs im Blick
Quelle: FSP

Die Läden sind wegen des Corona-Virus aktuell geschlossen, manche Hardwarekomponente ist auch online schwerer oder teurer zu haben - ist dies die richtige Zeit für einen Komplett-PC? Wir schauen uns allgemein die Vor- und Nachteile von Komplett-PCs an und haben 14 Systeme von vier deutschen Anbietern unter die Lupe genommen.

In Zeiten der Corona-Pandemie müssen Läden geschlossen bleiben, sofern sie nicht für die alltägliche Versorgung der Bevölkerung zum Beispiel mit Nahrungsmitteln wichtig sind. Hardware für PCs lässt sich daher also nur noch per Versand bestellen, mit Ausnahme vielleicht von einigen Produkten, die in größeren SB-Supermärkten zu haben sind. Hinzu kommt, dass selbst online manche Produkte nicht mehr ganz so gut verfügbar sind wie vor einigen Wochen oder auch teurer geworden sind.

PCs von großen Konzern wie hier ein Alienware Aurora von Dell sind nicht im Fokus unseres Specials. Quelle: Dell PCs von großen Konzern wie hier ein Alienware Aurora von Dell sind nicht im Fokus unseres Specials. Wer sich aktuell einen PC selbst zusammenstellt, muss daher mit Pech auf seine einzelnen Komponenten länger warten oder bekommt bestimmte Produkte nicht mehr, jedenfalls nicht zu einem bisher üblichen Preis. Aus diesem Grunde schauen wir uns in unserem Special Komplett-PCs im Preisbereich von 500 bis 1500 Euro näher an, die eine Alternative zum Bestellen von Einzelteilen darstellen. Natürlich richten wir uns auch an die Leser, die ohnehin einen fertigen PC einer eigenen Zusammenstellung vorziehen.

Dabei betrachten wir mehrere PCs von vier in Deutschland bereits länger bekannten Anbietern, die (auch) über eine eigene Website im Eigenvertrieb arbeiten, so dass die PCs bei Bedarf meist auch individuell angepasst werden können. Zuerst schauen wir uns aber allgemein an, welche Vor- und Nachteile Komplett-PCs haben können, ohne dabei den Anspruch auf eine absolute Vollständigkeit zu stellen.

Mögliche Vorteile von Komplett-PCs:

  • Ihr braucht euch nicht darum zu sorgen, dass die Bauteile zueinander kompatibel sind.
  • Windows ist bereits vorinstalliert oder kann zumindest auf Wunsch vorinstalliert werden.
  • Es gibt keine Gefahr, dass ihr etwas falsch zusammenbaut und somit einen hohen Schaden verursachen könnt.
  • Es gibt oftmals einen umfangreichen Service im Falle von Problemen - ihr müsst im Gegensatz zum Eigenbau auch nicht selbst herausfinden, welches Bauteil das Problem verursacht
  • Viele PC-Anbieter gewähren umfangreiche Garantien, die über die zwei Jahre gesetzliche Gewährleistung hinausgehen. Auch Abholservices in solchen Fällen sind nicht selten.
  • Teilweise gibt es bei manchen PC-Herstellern exklusive Bauteile, bei denen vor allem manch ein Gehäuse durchaus je nach Geschmack ein Kaufgrund sein kann
  • Theoretisch kann der PC sogar günstiger als beim Selbst-Zusammenstellen sein, wenn ein Hersteller Mengenrabatte von Komponenten ausnutzen kann
  • Vor allem falls Hardware auf dem Markt merkbar teurer wird, kann ein Komplett-PC relativ günstig sein, wenn dessen Kalkulation noch auf den alten, günstigeren Preisen basiert

Mögliche Nachteile von Komplett-PCs:

  • Nicht jeder Hersteller bietet die Option, Bauteile auf Wunsch und zu einem fairen Aufpreis zu ändern. Beim Kauf nicht direkt beim Hersteller geht dies ohnehin nicht, außer gegebenenfalls gegen eine Servicegebühr
  • Ihr könnt euch auch bei Direktvertrieben nicht immer die Bauteile selbst aussuchen beziehungsweise müsst teilweise unangemessene Aufpreise für Änderungen bezahlen
  • Je nach Anbieter gibt es selbst dann, wenn man den PC anpassen kann, nicht die von euch gewünschte alternative Komponente zur Wahl
  • Je nach AGB des Anbieters kann wegen der Verfügbarkeit der Hardware auch ein abweichendes Modell eingebaut werden, was vor allem bei Grafikkarten nicht jedem Recht ist
  • Teilweise erfährt man ohnehin bei einigen Bauteilen nicht genau, welches Modell verwendet wird, vor allem beim RAM, den Laufwerken und dem genauen Grafikkarten-Modell
  • Manche Hersteller verwenden aus Preisgründen qualitativ eher minderwertige Komponenten, die gerade gut genug sind, um keine Reklamationswelle zu verursachen.
  • Bei einigen PCs liegen Daten oder Qualitäts-Bewertungen zu den Komponenten im Dunklen, teils auch einfach nur, da es spezielle Anfertigungen nur für oder von dem PC-Anbieter sind
  • Oftmals sind Komplett-PCs spürbar teurer, als wenn ihr einen PC selbst zusammenstellt und zusammenbaut
  • Sollte Hardware allgemein günstiger werden, kann ein Komplett-PC in Relation gesehen teurer werden, da der Hersteller noch zu den alten, teuren Preis eingekauft hatte
  • Schon länger auf Lager befindliche Fertig-PCs bei Drittanbietern werden im Preis häufig nicht an den allgemeinen Preis-Verfall der Einzelteile angepasst und sind daher überteuert
  1. Seite 1 Komplett-PCs: Einleitung, Vor- und Nachteile
  2. Seite 2 Komplett-PCs: Was darf man fürs Geld erwarten? Hinweise zu unserer PC-Auswahl
  3. Seite 3 Komplett-PCs: 4 PCs von Agando bis 1500 Euro
  4. Seite 4 Komplett-PCs: Vier PCs von CSL bis 1400 Euro
  5. Seite 5 Komplett-PCs: 6 PCs von CSL und Megaport sowie Fazit
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