Nach Milliarden-Verlusten: Apple kauft Disney? Mir egal, Hauptsache der Micky Maus-Konzern rettet weiterhin das Kino
Kolumne
Das desolate Kinojahr lässt unseren Autor auf eine goldene Zukunft von Disney hoffen.
Es ist immer noch unglaublich. Nach einem rekordverdächtigen Jahr 2019 mit acht (!) Milliarden-Hits im Kino war es mit der Herrlichkeit Disneys weitestgehend vorbei. Zwar gelangen im Anschluss an Avengers: Endgame noch weitere Marvel-Hits, die so wichtige Familiensparte des Micky Maus-Konzern geriet allerdings gewaltig unter die Räder.
Insbesondere um Pixar musste man sich ernsthaft Sorgen machen. Auf zeitlose Klassiker wie Toy Story, Findet Nemo oder Ratatouille folgten eine Reihe von Flops, die viel zu schnell "gratis" auf Disney Plus zum Streamen angeboten wurden. Doch auch vermeintliche Blockbuster wie Indiana Jones 5 oder diese Verfilmung einer Besucher-Attraktion aus Disney-Land wurden zu Desastern an den Kinokassen. Muss man sich generell Sorgen um Disney machen? Nein, nicht nur um Pixar und Disney, sondern um die ganze Kinobranche.
Kauft Apple Disney?
Die The Walt Disney Company ist weit mehr als nur die Kinofilme und der für Milliarden-Verluste sorgende Streaming-Service Disney Plus. Dennoch machten vor einigen Monaten konkrete Gerüchte die Runde, der Tech-Gigant und iPhone-Hersteller Apple könnte sich die Filmsparte unter den Nagel reißen.
Bislang ist nichts darüber bekannt, ob es tatsächlich dazu kommen wird. Doch mir als Filmfan ist mittlerweile so ziemlich jedes Mittel recht, um den schwächelnden Micky Maus-Konzern in Sachen Kino zu alter Stärke zurückzuführen. Und das hat einen ganz besonderen Grund.
Disney rettet das Kino
Es ist nicht so, dass andere Filmstudios in die Bresche springen können, wenn Disney schwächelt. Zwar gelang es der Konkurrenz im Jahr 2023 dank fulminanter Hits wie Barbie, Oppenheimer und Der Super Mario Bros.-Film das Kino "am Leben" zu halten. Wenn aber zeitgleich Arielle und Pixar's Elemental finanziell enttäuschen und die neue Disney-Prinzessin an den Kinokassen versagt, dann hat das Auswirkungen. Nicht nur auf Disney, sondern auf die komplette Kinobranche inklusive aller Filmfans.
Wie wichtig Disney ist, zeigt das bislang katastrophale Kinojahr 2024. Bis auf Dune 2 gab es keinen riesigen Hit und selbst das Sci-Fi-Epos verfehlte die magische Grenze von 1 Milliarde US-Dollar Einspielergebnis mehr als deutlich. Mit Alles steht Kopf 2 scheint es Disney jedoch zu gelingen, sich am eigenen Schopf und damit auch die gesamte Kinobranche gleich mit aus dem Matsch zu ziehen. Wieso ist das so?
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Alles steht Kopf 2 sorgt nicht nur für sagenhafte Rekorde, der neue Film von Pixar bringt das Medium Kino den Menschen wieder näher. Und damit dieser Erfolg keine Eintagsfliege wird, schiebt Disney mit Deadpool & Wolverine (24. Juli 2024), Vaiana 2 (28. November 2024) und Mufasa: Der König der Löwen (19. Dezember 2024) gleich drei sehr wahrscheinliche (Milliarden-)Hits hinterher. Was treibt die Konkurrenz?
Warner, Universal, Sony und Co. haben mit Ich - Einfach unverbesserlich 4 (11. Juli 2024), Beetlejuice 2 (05. September 2024), Joker: Folie à Deux (03. Oktober 2024), Gladiator 2 (14. November 2024) oder dem neuen Der Herr der Ringe-Film (12. Dezember 2024) ebenfalls vielversprechende Kinofilme am Start. Gemeinsam kann es gelingen, das aktuelle Filmjahr doch noch zu einem Erfolg zu führen. Eines scheint jedoch klar: Ohne Disney geht es nicht und meinetwegen dann gerne auch mit den Milliarden von Apple.
