Ohne Henry Cavill: Ich habe jetzt schon keinen Bock mehr auf den neuen Superman - und der Grund ist für alle offensichtlich
Kolumne
Unser Autor erklärt, wieso der neue Superman-Film sehr wahrscheinlich floppen wird und wieso das nichts mit dem neuen Schauspieler zu tun hat.
Es ist fast schon wie ein Running Gag. Tagtäglich erscheinen neue "erste Bilder" verschiedener wichtiger Charaktere aus dem neuen Superman-Film. Künftig muss der Marvel-Konkurrent allerdings ohne Hollywood-Megastars wie Henry Cavill, Ben Affleck, Gal Gadot oder Jason Momoa auskommen.
Nach zahlreichen üblen Flops an den Kinokassen zog Warner (Harry Potter, Der Herr der Ringe, The Last of Us, Game of Thrones) dem DC Extended Universe den Stecker. Marvel-Legende James Gunn (Guardians of the Galaxy) ist nun für den (fast) kompletten Reboot zuständig und Superman: Legacy ist der erste Kinofilm des umfassenden Neustarts, der am 10. Juli 2025 in die Kinos kommen soll.
Wer spielt im neuen Superman-Film mit?
Eines steht jetzt schon fest: Regisseur James Gunn geht aufs Ganze und führt in Superman: Legacy eine schier unübersichtlich anmutende Anzahl an Charakteren ein. Ich habe als Kind und Jugendlicher Batman- und Superman-Hefte gesammelt und fühle mich von der Masse an Filmfiguren dennoch erschlagen und habe jetzt schon keinen Bock mehr auf den Film.
Nur mal rein zur Veranschaulichung - auf heimlichen Fotos der Dreharbeiten wurden bereits zahlreiche Figuren enthüllt, darunter:
- Superman - David Corenswet
- Lois Lane - Rachel Brosnahan
- Clark Kent - ebenfalls David Corenswet
- Rick Flag Senior - Frank Grillo
- Ultraman - unbekannt
- Engineer - Maria Gabriella de Faria
- Cat Grant - Mikaela Hoover's
- Ron Troupe - Christopher MacDonald
- Skyler Gisondo - Jimmy Olsen
- Wendell Pierce - Perry White
- Lex Luthor - Nicholas Hoult
Doch darüber hinaus es gibt weitere Charaktere, die wir noch nicht gesehen haben. Beispielsweise:
- Green Lantern - Nathan Fillion
- Hawkgirl - Isabela Merced
- Metamorpho - Anthony Carrigan
- Lex Luthors Komplizin Eve Teschmacher - Sara Sampaio
- Ma & Pa Kent - Pruitt Taylor Vince, Neva Howell
und schließlich noch House of the Dragon-Star Milly Alcock als Supergirl. Ich sehe da ein riesiges Problem auf den neuen Superman zukommen.
Der Neustart des Marvel-Konkurrenten DC muss mit dem ersten Film sitzen. Sollte Superman: Legacy floppen, droht ein weitaus größeres Fiasko, als mit dem alten DCEU, als zahlreiche Helden wie Black Adam mit Dwayne "The Rock" Johnson, The Flash oder Blue Beatle krachend an den Kinokassen scheiterten. Ich habe allerdings meine berechtigten Zweifel, ob Superman ohne Henry Cavill ein Erfolg werden kann.
Wird der neue Superman ohne Henry Cavill ein Flop?
Einen Fan-Liebling zu feuern, ist selten ein kluger Schachzug. Schon jetzt ergießen sich unter jedem neuen Bild des neuen Superman Ablehnung, Häme und Spott in den sozialen Medien. Auch ist es meiner bescheidenen Meinung nach schlau, den ersten Film eines Superhelden als Origin-Story eher "klein" zu halten, um potenzielle Kinogänger nicht zu überfordern.
So hat man die Zeit, die Hintergrundgeschichte des neuen Superman in Ruhe zu erzählen, behutsam eine emotionale Bindung zum Publikum aufzubauen und Raum für Steigerungen in weiteren Filmen zu lassen. Stattdessen scheint Filmemacher James Gunn dem Größenwahn anheimgefallen zu sein.
Eine derartige Masse an Charakteren in einen einzigen Kinofilm zu platzieren, kann sich eigentlich nur das MCU mit den Avengers erlauben, und das nach jahrelanger Vorbereitung mit über 20 Kinofilmen. Bei Superman: Legacy wirkt es, als kippe James Gunn völlig außer Rand und Band einfach alles in den Film, was sich in mehreren Jahrzehntelang in den Comics angesammelt hat. Er tut damit weder sich noch dem neuen Superman und am allerwenigsten dem Publikum einen Gefallen. Ich habe jetzt schon kapituliert.
