Eine Stunde Krawall satt: Wir haben die Stuntman-Sandbox angespielt! Wir berichten in unserer Vorschau auf Just Cause 3 von sinnbefreitem Spaß, manigfaltigen Fahrzeugen und gewaltigen Explosionen. Außerdem sprechen wir mit dem Producer über Story, absurde Spielszenen und mehr.
In diesem Artikel
Interview mit Omar Shakir
PC Games: Obwohl Zerstörung im Mittelpunkt des Geschehens steht, kann man nicht alle Gebäude platt machen. Wie weiß ich als Spieler, was geht und was nicht?
Shakir: Alle Objekte, die mit der Propaganda des Diktators zu tun haben, sind zerstörbar. Wir nutzen eine subtile Farbcodierung, um den Spielern zu helfen: Wenn du rote Streifen an einem Objekt siehst, dann jag es in die Luft! Zudem gibt es noch ein paar zu entdeckende Überraschungen, etwa riesige Brücken, die man völlig sinnfrei wegsprengen kann.
Quelle: PC Games
Omar Shakir (rechts) ist der Producer von Just Cause 3 - den irren Typen daneben kennen wir nicht.
PC Games: Welchen Stellenwert hat die Story bei all dem Chaos?
Shakir: Die Handlung stellt mit ihren Missionen einen Kontext her, einen Grund, warum Rico alles mögliche in die Luft sprengt. Der Spieler sollte verstehen, wer der Held ist und was seine Beweggründe sind. Außerdem sind die Aufträge so designt, dass sie alle relevanten Spielelemente enthalten und sie dem Spieler näherbringen.
PC Games: Wie wäre es mit einem Level-Editor, das würde doch prima zum Spiel passen?
Shakir: Ja, wir haben intern schon oft darüber diskutiert! Aktuell arbeiten wir aber noch am Hauptspiel, mal sehen, was die Zukunft bringt. Die Community wird doch so oder so grandiose Sachen mit dem Spiel anstellen – und wir versprechen, keine dieser coolen Mods zu unterbinden. Nur den Rico-Nackt-Patch können wir leider nicht offiziell befürworten, sorry (lacht).
PC Games: Eine These. Just Cause 3 macht dann am meisten Spaß, wenn man alle Waffen und unendlich Munition hat, deshalb sollten Cheats als Spielelement eingebaut werden!Sorry, kein offizielle Nackt-Patch!
Shakir: Wenn man ein Spiel entwickelt, ist man ständig versucht, den Spielern die totale Macht über die Geschehnisse zu geben. Aber gutes Design muss eine Balance zwischen Herausforderung und Belohnung finden. Ich erinnere mich noch gut an Turok für das Nintendo 64: Jeder aktivierte den Waffen-Cheat, ballerte fünf Minuten hemmungslos herum und stellte das Spiel dann gelangweilt ab. Ich verspreche jedoch, dass niemand in Just Cause 3 scheitern wird, weil ihm gerade drei Granaten fehlen. Wenn du etwas zerstören willst, dann sorgen wir dafür, dass du das auch kannst.
PC Games: Was war die absurdeste Spielszene, die ihr bislang in Just Cause 3 gesehen habt?
Shakir: Unsere Kollegen in New York haben diesen berühmten Indiana-Jones-Moment nachgebaut, den mit der rollenden Steinkugel. Allerdings kugelten bei uns stattdessen nukleare Sprengsätze den Hügel hinunter (lacht).
Staubiges aus Schweden: Mad Max
Ödland statt Palmen – Max Rockatansky schlägt sich durch die Post-Apokalypse. Während die Kollegen in New York an Just Cause 3 (und damit an der berühmtesten Firmenserie) werkeln, stellt das Stockholmer Hauptstudio einen weiteren Open-World-Titel fertig: Mad Max. Der Warner-Titel trägt zwar den Namen der kultigen Filmvorlage, hat jedoch nicht viel mit dem aktuellen Kinohit gemein: Das Spiel erzählt eine eigene Handlung, der Held sieht bärtig, aber eben nicht wirklich wie Mel Gibson oder Tom Hardy aus. Inhaltlich distanziert sich Mad Max klar vom grotesk-überzeichneten Just Cause: Das apokalyptische Abenteuer mixt Elemente von RAGE (Endzeit-Stimmung und Fahreinlagen) mit denen der Batman-Reihe (konterlastige Faustkämpfe). Die bisher gezeigten Szenen lassen auf einen Überraschungshit hoffen. Release ist der 1. September 2015.
