Eine Stunde Krawall satt: Wir haben die Stuntman-Sandbox angespielt! Wir berichten in unserer Vorschau auf Just Cause 3 von sinnbefreitem Spaß, manigfaltigen Fahrzeugen und gewaltigen Explosionen. Außerdem sprechen wir mit dem Producer über Story, absurde Spielszenen und mehr.
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Außergewöhnliches Flugobjekt
Die zweite wichtige Neuerung von Just Cause 3 nennt sich Wingsuit. Dieser moderne Fluganzug sorgt in Kombination mit dem bereits bekannten Fallschirm und dem Greifhaken-Schub dafür, dass Rico auch ohne Vehikel blitzschnell durch den virtuellen Mittelmeerraum segelt. Allerdings benötigt der Einsatz des Wingsuits einiges an Einarbeitungszeit, denn er steuert sich sensibel und lässt Rico in rasender Geschwindigkeit gen Erdboden sausen. Hat man den Dreh jedoch einmal raus, gibt es kaum einen Spielehelden, der sich eleganter und cooler fortbewegt.
Quelle: PC Games
Das Vehikel-Sortiment reicht von klassischen Autos über Flugzeuge bis hin zu Motorbooten. Und wenn mal kein Untersatz da ist, bestellt man sich eben einen bei den Rebellenkollegen.
Open-World-Traditionalisten dürfen aber natürlich auch klassischere Verkehrsmittel nutzen: Sportwagen, Motorrad, Schnellboot, Helikopter, Düsenjet – alles da, alles drin, alles besteigbar. Der Clou: Man muss nicht ständig nach einem Vehikel Ausschau halten und beispielsweise darauf warten, dass endlich mal eine schnelle Karre vorbeifährt. Denn Ricos Kollegen von der Rebellenfront unterhalten nebenbei einen Lieferservice, der die UPS-Paketboten wie Schnarchnasen aussehen lässt. Um eine Bestellung aufzugeben, wird allerdings ein entsprechendes Taschenleuchtfeuer benötigt – laut Entwickler wird man diese Gadgets jedoch in großen Mengen finden.
Also dann: Menü geöffnet, Wummen wie Vehikel ausgewählt – und 10 Sekunden später wirft ein Transporthubschrauber das georderte Equipment ab. Welche Dinge der virtuelle Katalog anbietet, hängt jedoch vom Spielfortschritt ab: Erst wenn Rico genügend Gebiete befreit hat, stockt der Revoluzzer-Versand sein Repertoire mit stärkeren Waffen auf. Zudem wird die Unterstützung für den Widerstand auch in den Städten sichtbar größer: So kann man beim Sturm auf die örtliche Polizeibasis ein Dutzend Söldner als Verstärkung herbeirufen – und das Feuer der Regierungstruppen so von Rico weglenken. Na denn: Viva la Revolución!
Ohne Anpassungsschwierigkeiten
Quelle: PC Games
Die Sprengung dieser Brücke ist nicht nur optisch ein echter Knaller: Je spektakulärer die Zerstörung ausfällt, desto höher klettert man im motivierenden Online-Ranking.
Obwohl Just Cause 3 seinen Spielern sämtliche wichtigen Gadgets bereits zu Beginn in die Hand drückt, gibt es ein ausgeklügeltes Upgrade-System. Dessen unterstützenswertes Motto lautet: Verbessere nur jene Talente des Helden, die du auch wirklich verwendest – weil sie dir eben Laune machen! Im Spiel-Alltag funktioniert das dann so: Auf der Karte sind über 100 Herausforderungen verteilt, die sich wiederum in einzelne Kategorien unterteilen. Etwa Autorennen, Wingsuit-Parcours oder wilde Schießereien. Das Erfüllen einer solchen Challenge wird mit bis zu fünf kategorisierten Zahnrädern entlohnt, mit denen man dann Ricos Fähigkeiten anpassen kann.
Wir verwenden das Wort "anpassen" nicht von ungefähr, denn es handelt sich mehr um Modifikationen denn um typische Aufwertungen: So kann man beispielsweise alle Autos mit einem Knight-Ridermäßigen Superboost versehen oder Granaten so einstellen, dass sie erst bei Feindkontakt (und eben nicht nach einer bestimmten Zeit) explodieren. Für zusätzliche Motivation sorgen gefühlte 10.000 Ranglisten: Just Cause 3 registriert sämtliche Aktionen und ordnet diese dann automatisch ein. Ständig werden am oberen, rechten Bildrand neue Bestleistungen eingeblendet: "Weitester Sprung aus einem Flugzeug", "Meiste Gegner mit nur einer Granate erledigt" und, und, und …
Bunte Republik Medici
Quelle: PC Games
Lieber arm dran als Arm ab: Um die hässliche Despoten-Statue zu fällen, nutzen wir einfach die Seile des Greifhakens, den Rest macht die Spielphysik.
Eine weitere positive Überraschung beim Preview-Event: Square Enix setzt uns keine abgespeckte "Wir machen leider Multiformat"-Konsolenversion vor – wir spielen mit Playstation-4-Controller an einem modernen PC! Entsprechend fein sieht Just Cause 3 dann auch aus: Ob Weitsicht, Effekte oder Detailverliebtheit – Avalanche gibt sich sichtbare Mühe, die Hardware auszureizen. Dabei bleibt das wilde Geschehen selbst im Eifer des größten Gefechts stets flüssig, Ruckler konnten wir keine Ausmachen, Ladezeiten beim Durchqueren der Spielwelt ebenfalls nicht.
Dennoch bleibt das Gesehene Geschmacksache: Passend zum eher verrückten Inhalt ist auch die Optik nicht unbedingt authentisch – hier dominieren knallige Farben und satteste Beleuchtung. Zudem gehört Herr Rodriguez (wie schon in den beiden Vorgängern) nicht gerade zur charismatischen Sorte Held: Der bärtige Kerl könnte ein bisschen mehr Individualität vertragen. Aber hey, eigentlich spielt Rico nur zum Schein die Hauptrolle. Der eigentliche Star von Just Cause 3 heißt mit Vornamen Chaos und mit Nachnamen Explosion!
