Magie in Videospielen: Creative Director Bret Robbins von Immortals of Aveum im Interview
Special
Wir führten ein Interview mit Creative Director von Immortals of Aveum Bret Robbins über Magie in Videospielen.
PCG: Gab es Ideen, die schlichtweg nicht funktioniert haben, weil sich das Spiel dadurch beispielsweise zu sehr nach einem normalen Shooter anfühlte?
Robbins: Tatsächlich gab es ein paar Ideen, durch die das Spiel viel zu kompliziert wurde. Unsere frühen Experimente mit Magie und der Steuerung waren wirklich interessant und hatten ein paar coole Ideen, aber im Endeffekt machte man fast schon Gymnastik mit seinen Händen, um Zauber zu wirken. Es wurde einfach zu kompliziert. Diesen Weg kann man mit Magie natürlich einschlagen, weil man damit alles machen kann, aber wir haben uns dazu entschieden, es nutzerfreundlicher zu machen, und dann erst die ganzen coolen Sachen einzubauen.
PCG: Besteht die Chance, dass diese kompliziertere Steuerung in einem zukünftigen Titel zurückkehrt?
Robbins: Für eine lange Zeit wussten wir gar nicht, was wir mit dem Spiel machen wollten, wir mussten das Spiel erst finden. Aber jetzt, da wir es gefunden haben, und ein vollständiges Spiel haben, das wir verstehen, kann ich mir durchaus vorstellen, dass wir einige dieser alten Ideen wiederbeleben und zusammen mit den Sachen verwenden, die wir bereits gemacht haben. Gute Ideen sterben schließlich nie.
PCG: Was ist dein liebster Zauber in Legends of Aveum?
Robbins: Es ist gar nicht so leicht, nur einen zu nennen.
PCG: Eine Liste mit den Top 10 ist auch in Ordnung.
Robbins: Ich will Spieler nicht beeinflussen, denn alle Fähigkeiten sind ziemlich cool. Aber es gibt einen Zauber, mit dem man eine Art magische Raketen abfeuert.
Es fühlt sich jedes Mal gut an, wenn man sie abfeuert. Ich liebe diese Fähigkeit und sie ist auch sehr effektiv, vor allem, wenn man sie verbessert.
Dann gibt es noch einen der ultimativen Zauber, die man nur ab und zu einsetzen kann. Damit schießt man einen riesigen Strahl ab, der ein ganzes Schlachtfeld zerstören kann und es fühlt sich einfach gut an, ihn zu benutzen.
PCG: Werde ich als Spieler die verschiedenen Zauber kombinieren können? Wenn ich beispielsweise eine Pfütze kreiere und diese dann mit Elektromagie treffe, werden Feinde dann geschockt, wenn sie sich in der Pfütze befinden?
Robbins: Es gibt zwar Zauberkombinationen, aber die funktionieren ein wenig anders. Es geht eher darum, einen Zauber zu benutzen, um einen anderen Zauber zu verstärken oder zu ermöglichen.
Beispielsweise kann man Feinde mit dem Zauber in der linken Hand heranziehen und sie dann mit dem Zauber der rechten Hand treffen, der eine Menge Schaden im Nahkampf verursacht. Es geht eher in diese Richtung. Man benutzt einen Wirbelwind, um Gegner an einen Ort zu ziehen, und jagt sie dann mit einem AoE-Zauber in die Luft.
Man findet also diese Kombinationen, die sehr situativ sind, je nachdem welche Art von Gegner man bekämpft. Gegnerische Bogenschützen sind zum Beispiel sehr agil und sehr weit weg, weswegen man sein Lasso benutzt, um sie heranzuziehen.
Die größeren Gegner, die eine Menge aushalten, kann man mit bestimmten Zaubern verlangsamen, um zusätzliche Angriffe abzufeuern, bevor sie einen erwischen. Man denkt also immer über Taktiken nach, wie man die Zauber zusammen einsetzen kann.
Es ist alles sehr flüssig. Das Spiel wird nicht pausiert, es gibt kein Zaubermenü, bei dem das Spiel einfriert. Man macht es alles mitten im Geschehen.
PCG: Ist es also sehr einfach, zwischen den verschiedenen Zaubern zu wechseln? Gibt es eine Art Waffenrad, oder ein Zauberrad in dem Fall?
Robbins: Es gibt drei Optionen für Zauber in der linken Hand und drei Optionen für die rechte Hand. Zwischen diesen wechselt man unkompliziert mit den Tasten.
Dann gibt es noch besondere Zauber, von denen man sechs Stück ausrüsten kann. Man hat also immer zwölf Fähigkeiten zur Verfügung, zwischen denen man wechseln kann. Einige der besonderen Zauber sind jedoch optional, aber man wird mindestens vier von ihnen zur Verfügung haben.
Das ist zwar eine ganze Menge, aber wir führen die neuen Zauber in regelmäßigen Abständen ein und recht schnell wird man zu einem waschechten Kampfmagier.
PCG: Viele Spiele geben dem Spieler die coolste oder mächtigste Fähigkeit erst am Ende des Spiels, weswegen man sie gar nicht wirklich benutzen kann. Wird das in Immortals of Aveum auch so sein, oder hat man schon recht früh Zugriff auf sein gesamtes Arsenal?
Robbins: Man bekommt den Großteil seiner Fähigkeiten in der ersten Hälfte des Spiels. Man muss also nicht bis zum Ende warten, um die coolsten Zauber zu erhalten.
PCG: Was möchtest du Leute über Immortals of Aveum wissen lassen?
Robbins: Ich möchte, dass sie wissen, wie viel Passion in diesem Spiel steckt. Wir sind ein neues Team, eine neue Firma, wir machen etwas völlig Originales mit einer neuen IP.
Im AAA-Bereich sieht man nicht oft neue IPs oder neue Ideen, und ich glaube wirklich, dass wir hier etwas Besonderes geschaffen haben, auf das wir alle sehr stolz sind. Es ist eine tolle Welt mit einer tollen Geschichte und das Spiel macht einfach Spaß. Ich hoffe also, dass Leute es spielen und lieben werden.
Nach einem kleinen Delay erscheint Immortals of Aveum nun am 22. August dieses Jahres für PC, Playstation 5, und Xbox Series X|S. Das Spiel lässt sich bereits auf Plattformen wie Steam zum Preis von 59,99 Euro vorbestellen. Eine Deluxe Edition mit zahlreichen Gegenständen, welche den Protagonisten auf verschiedene Weisen verstärken, gibt es für 69,99 Euro. Alle Vorbesteller erhalten zusätzlich noch die einzigartige blaue Sigille "Gereinigter Lichtbogen", welche die Angriffszauber sowie den Raserei-Zauber Zerschmettern verstärkt.
