Das Beste kommt immer zum Schluss: Mit dem garantiert letzten Addon der Serie bringt Ubisoft das Rundum-sorglos-Paket für IL-2-Piloten.
Im Osten nichts Neues
Freiheit: Im erweiterten Missionseditor basteln wir uns mit über 300 Flugzeugen und hunderten von Bodenobjekten neue Einsätze.
Vom Spielablauf her hat sich natürlich nicht viel geändert. Grundsätzlich gibt es zwei Flugzeugtypen: Jäger und Bomber. Mit Ersteren schießen wir Feinde ab, mit Letzteren schmeißen wir ihnen explosive Grüße auf die Birne. Da IL-2 fast alle historischen Bewaffnungsvarianten simuliert, können wir bei vielen Flugzeugen vor einem Einsatz noch die Beladung selber bestimmen. Gerade die deutschen Jäger können mit Zusatzkanonen und -tanks oder Bombengeschirr für fast alle Zwecke ausgerüstet werden.
Da IL-2 größtenteils auch die Bordsysteme und Waffen historisch korrekt darstellt, müssen wir bei unseren Angriffen realistische Taktiken benutzen. So erfordert etwa die Bedienung des halbautomatischen Lofte 7K-Bombenvisiers der Heinkel He-111 einiges an Übung und eine ruhige Hand am Steuerknüppel.
Alte Stärken -- alte Schwächen
Fliegerisch ist IL-2 auch heute noch ein Fest für Realismus-Fans. Die Maschinen reagieren nachvollziehbar, und die Waffenphysik belohnt historisch korrekte Taktiken wie das Feuern aus nächster Nähe. Größter Schwachpunkt sind und bleiben aber die Kampagnen. Die gibt’s in zwei Kategorien, »statisch« und »dynamisch«. Erstere bestehen aus einer festen Abfolge von Einzelmissionen, Letztere aus Zufallsmissionen, die auf der gleichen Karte spielen.
Eine echte dynamische Kampagne, also einen in Echtzeit ablaufenden Boden- und Luftkrieg wie in Falcon 4.0, bringt auch 1946 nicht ins Spiel. Das wäre mit der IL-2-Technik wohl auch kaum möglich, denn das Spiel stößt an seine Grenzen, wenn mehr als 32 Flugzeuge in einem Einsatzgebiet unterwegs sind. Im erweiterten Editor können wir zwar Missionen mit mehr als 32 Flugzeugen basteln, allerdings bringen solche Szenarien die Engine an ihre Leistungsgrenze, und das Spiel wird ruckelig.
