Hunt: Showdown in der Vorschau: Schleichen - Bosse - Permadeath - Technik - Fazit

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Hunt: Showdown in der Vorschau: Schleichen - Bosse - Permadeath - Technik - Fazit
Quelle: Crytek

Mit Hunt: Showdown melden sich die Shooter-Experten von Crytek zurück! Die Schöpfer von Far Cry und Crysis inszenieren diesmal eine ungewöhnliche Koop-Monsterjagd im stilvollen Louisiana-Setting, das PvE- und PvP-Elemente clever vermixt. Ob das interessante Konzept aufgeht und ob es bereits seinen Kaufpreis wert ist, prüfen wir in unserer großen Early-Access-Vorschau mit Video!

Shooter-Profis müssen in Hunt kurz umdenken, denn die linke Maustaste ist standardmäßig für Nahkampfangriffe zuständig. Ihr könnt einem Zombie also direkt mit dem Pistolengriff eins überziehen und müsst nicht extra eine Nahkampfwaffe auswählen. Wollt ihr schießen, müsst ihr die Waffe zunächst per Rechtsklick anlegen, denn: Direkt aus der Hüfte feuern, wie man es aus anderen Shootern kennt, ist nicht möglich. Wer den Gegner noch genauer anvisieren will, muss zusätzlich die Shift-Taste drücken - das ist anfangs ungewöhnlich, geht dann aber schnell in Fleisch und Blut über.

Hunt: Showdown Vorschau: Auf leisen Sohlen ans Ziel

In vielen Fällen ist es allerdings ratsamer, am Gegner vorbeizuschleichen. Wer in die Hocke geht, erzeugt weniger Lärm und kann sich leichter verstecken. Aber Vorsicht: In der Spielwelt kann euch vieles verraten! So haben sich beispielsweise an vielen Orten Raben niedergelassen, die ihr leicht aufschrecken könnt, wenn ihr nicht auf Distanz bleibt. Auch halb verendete Pferde und Hühner machen ordentlich Radau, wenn ihr ihnen zu nahe kommt. Pfützen und Glassplitter am Boden sind ebenfalls Lärmquellen, die es zu vermeiden gilt. Andernfalls können die Geräusche nicht nur hellhörige Monster in der Nähe anlocken, sondern auch anderen Spielern eure Position verraten - und die sind immer noch die gefährlichsten Gegner in Hunt!

Da ihr auf Wunsch auch in der Nacht losziehen könnt, spielen Lichtquellen ebenfalls eine Rolle: Wer ungesehen bleiben will, lässt die Taschenlampe besser ausgeschaltet und setzt sie nur in Notfällen ein! Auch wenn man dann oft nicht die Hand vor Augen sieht und so leicht ins nächstbeste Monster stolpern kann. Besonders hier ist es darum wichtig, genau hinzuhorchen und sich an der stimmungsvollen Soundkulisse zu orientieren - so lassen sich Gegner auch ohne klare Sicht meistens gut ausmachen.
Hunt: Showdown in der Early-Access-Vorschau Quelle: PC Games Hunt: Showdown in der Early-Access-Vorschau Vorsicht: Wenn ihr den spielinternen Voice Chat benutzt, seid ihr für andere Spieler hörbar, sofern sie sich in unmittelbarer Nähe aufhalten! Falls ihr also ein anderes Team leise und heimlich überraschen wollt, solltet ihr im Chat keinen Laut von euch geben. Auch wenn gelegentliche Absprachen natürlich unverzichtbar sind - mit einem gut abgestimmten Koop-Partner macht Hunt den meisten Spaß!

Hunt: Showdown Vorschau: Zwei Bosse sollt ihr legen!

Besonders wenn man gegen einen der beiden Bosse antritt, ist man zu zweit wesentlich besser dran. Der erste dicke Brocken ist der Butcher, ein gepanzerter Koloss, der euch auf engstem Raum zu Leibe rückt und den ihr am besten mit Dynamitstangen und einer Shotgun bearbeitet. Nach ein paar Treffern braucht der Butcher ein paar Sekunden, um sich wieder aufzurappeln - diesen Moment nutzt ihr zum Nachladen oder Flüchten!

Der zweite Boss ist eine überdimensionierte Jagdspinne, der spielgewordene Albtraum eines jeden Arachnophoikers. Das Vieh huscht blitzschnell von einer dunklen Ecke zur nächsten, krabbelt an Wänden und Decken entlang und spuckt Giftbatzen auf euch. Neben guten Nerven (!) empfehlen wir vor allem flink nachladende Waffen und Brandbomben, um das Vieh zu besiegen.
Hunt: Showdown in der Early-Access-Vorschau Quelle: PC Games Hunt: Showdown in der Early-Access-Vorschau Habt ihr den Boss erledigt, beginnt die sogenannte Banishing-Phase, was bedeutet: Ihr müsst nun eine Weile im Bossversteck ausharren, bis ihr eure Siegesbeute einstreichen könnt. Das Ganze hat aber natürlich einen Haken, denn sobald das Banishing beginnt, seid ihr für alle anderen noch lebenden Spieler auf der Karte gut sichtbar - so werden ihr selbst vom Jäger zum Gejagten! Nun müsst ihr eure Stellung halten, während die anderen Spieler versuchen, eure Position zu stürmen und euch die Monsterbeute abzunehmen. Ist die Banishing-Phase abgeschlossen, startet der letzte Teil des Matches: Ihr müsst mit der Beute zu einem von drei Levelausgängen fliehen, die zufällig am Kartenrand verteilt sind. Da eure Gegner aber natürlich damit rechnen, dass ihr den kürzesten Weg wählt, lauern sie euch womöglich in der Nähe des Levelausgangs auf - oder ihr legt gleich selbst einen Hinterhalt. Spätestens hier ist Hochspannung angesagt!

Hunt: Showdown Vorschau: Permadeath - Spannung oder Frust?

Wenn euch die Flucht gelingt, ist das Match vorbei und ihr bekommt die volle Menge an Geld und Erfahrungspunkten gutgeschrieben - andernfalls erhaltet ihr nur einen Teil der Beute. Durch Erfahrungspunkte steigt euer Bloodline Rank, wodurch ihr neue Ausrüstung freischaltet, die ihr danach kaufen könnt. Zusätzlich levelt aber auch eure Spielfigur auf und kann so mit Perks nach und nach verbessert werden.

Hunt: Showdown in der Early-Access-Vorschau Quelle: PC Games Hunt: Showdown in der Early-Access-Vorschau Einige Spieler werden von diesen Möglichkeiten, seinen Charakter weiterzuentwickeln, aber nur wenig zu sehen bekommen: In Hunt stirbt man nicht nur verdammt schnell, sondern dauerhaft! Dank Permadeath ist ein toter Spielcharakter mit all seiner Ausrüstung und seinem Rang für immer verloren. Dann bleibt euch nichts anderes übrig, als mit eurem sauer verdienten Spielgeld einen neuen Stufe-1-Helden zu rekrutieren. Immerhin: Ein neuer Spielcharakter levelt schnell wieder auf, und schwimmt ihr im Geld, könnt ihr im Shop außerdem freigespielte Waffen und Verbrauchsgegenstände kaufen, damit ihr nicht wieder bei Null anfangen müsst.

Keine Frage: Der Permadeath sorgt für Spannung, immerhin will man einen mühsam hochgelevelten Charakter nicht verlieren. Andererseits kann genau das aber auch schnell in Ärger umschlagen - wer eine längere Pechsträhne hat und häufig ins Gras beißt, der bekommt nix von der Charakterentwicklung zu sehen und hat obendrein kaum genug Spielgeld, um sich neue Items zu besorgen. In Sachen Balancing hat Crytek also noch einige Problem zu lösen - und wenn es nur darauf hinausläuft, niedrigstufige Spieler von hochgelevelten Profis zu trennen.

Hunt: Showdown Vorschau: Tolle Optik, aber technisch noch eine Alpha

Grafisch wurde das Louisina-Setting mit seinem abgewetzten Western-Stil toll umgesetzt, besonders die glaubhafte Landschaftsgestaltung, die feine Beleuchtung und die dichte Vegetation können sich sehen lassen. Unschön sind dafür die gelegentlichen Performanceprobleme und sichtbaren Pop-ups, außerdem wirken die Animationen der Zombies oft noch ziemlich unrund, was besonders in Nahkämpfen auffällt.

Trotzdem ist die Atmosphäre prima gelungen, was nicht nur an der Optik, sondern auch am sehr guten Sound liegt, der komplett ohne Musik auskommt. Stattdessen gibt's eine glaubhafte Geräuschkulisse der Natur und Furcht einflößendes Monster-Gestöhne, das besonders nachts für eine bedrohliche Stimmung sorgt. Ein Grund mehr, Hunt mit einem guten Headset zu spielen, zumal es dann leichter fällt, die Position der Gegner anhand von Schüssen zu orten.
Hunt: Showdown in der Early-Access-Vorschau Quelle: PC Games Hunt: Showdown in der Early-Access-Vorschau Beim Spielen stießen wir auch immer wieder auf störende Bugs, etwa Fehler bei der Spielersuche oder Lags, hier und da flogen wir auch kommentarlos aus einer Partie raus. Schräg: Einmal schien uns der Butcher nichts anhaben zu können, wir besiegten ihn gemütlich mit dem Messer. Auch die Ladezeiten vor jedem Match kommen uns deutlich zu lang vor. Klar: Dass die Early-Access-Fassung noch mit einigen Bugs zu kämpfen hat, liegt in der Natur der Sache und ist nicht weiter tragisch - denn auch um technische Fehler rauszuschnitzen, sind Early-Fassungen schließlich da. Man sollte sich aber aber darüber im Klaren sein, bevor man 30 Euro für das Spiel hinblättert: Hunt mag zwar schon viel Spaß machen, doch technisch wie inhaltlich ist es auf dem Stand einer Alpha-Version - und damit noch eine ganze Weile von einem Release entfernt!

Hunt: Showdown ist für 30 Euro als Early-Access-Version auf Steam erhältlich. Bislang ist nur die PC-Version verfügbar, das fertige Spiel soll aber auch für PS4 und Xbox One erscheinen.

Meinung

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