Hunt: Showdown in der Vorschau: Crytek bläst zur Monsterjagd
Special 26,99 €
Mit Hunt: Showdown melden sich die Shooter-Experten von Crytek zurück! Die Schöpfer von Far Cry und Crysis inszenieren diesmal eine ungewöhnliche Koop-Monsterjagd im stilvollen Louisiana-Setting, das PvE- und PvP-Elemente clever vermixt. Ob das interessante Konzept aufgeht und ob es bereits seinen Kaufpreis wert ist, prüfen wir in unserer großen Early-Access-Vorschau mit Video!
Der Name Crytek stand einmal für Shooter der Extraklasse: Far Cry und Crysis haben Actiongeschichte geschrieben und bei Release die Grafikmesslatten weit nach oben gelegt! Ab 2007 sorgte Crytek mit seiner selbst entwickelten Cryengine für Aufsehen und lange Zeit schien es so, als sei der Siegeszug der Frankfurter nicht mehr aufzuhalten. 2013 veröffentlichten sie jedoch das Römerspektakel Ryse, das bei Kritikern und Fans durchfiel - und mit ihm begann eine Kehrtwende für Crytek, denn von nun häuften sich die negativen Schlagzeilen. CEO Cevat Yerli, der mittlerweile seinen Posten geräumt hat, sorgte mit umstrittenen Aussagen zu Free2Play-Modellen für Kontroversen. Crytek geriet in Geldsorgen, Gerüchte um nicht gezahlte Gehälter nagten am Ruf der Firma. Entwicklerstudios wurden übernommen oder gegründet, etwa in Seoul, Istanbul, Budapest, Nottingham und Austin, die Jahre später wieder schließen mussten.
Doch nun scheint es, als habe Crytek seine lange Durststrecke endlich überwunden: Ende Februar 2018 beschlossen die Frankfurter, ihr neues Spiel Hunt: Showdown (jetzt kaufen / 26,99 € ), das früher noch einen anderen Titel trug, ohne Verwarnung als Early-Access-Fassung zu veröffentlichen. Wir haben uns das ungewöhnliche Koop-Actionspiel geschnappt und überprüft, ob sich die 30 Euro Kaufpreis lohnen.
In diesem Artikel
Hunt: Showdown Vorschau: Monsterjäger unter sich
Quelle: PC Games
Hunt: Showdown in der Early-Access-Vorschau
Hunt: Showdown spielt in einem alternativen Louisiana des späten 19. Jahrhunderts, das von Zombies und anderem Monstergesocks bevölkert ist. Ihr schlüpft in die Rolle eines Kopfgeldjägers, der sich die Höllenbrut gegen Bezahlung vorknöpft. Zwar kann man Hunt auf Wunsch auch alleine spielen, doch im Kern ist das ein reiner Koop-Titel, für den ihr mit einem Mitspieler ein Zweierteam bildet. Zusammen mit euch spawnen außerdem vier gegnerische Teams auf der Karte, die genau das gleiche Ziel verfolgen wie ihr: Einen Bossgegner finden, ihn besiegen und am Ende mit der Beute verduften. Indem ihr euch also sowohl gegen Monster und Untote, aber auch gegen andere Kopfgeldjäger zur Wehr setzen müsst, gehen PvE und PvP in Hunt: Showdown fließend ineinander über.
Hunt: Showdown Vorschau: Early Access - was steckt drin, was soll noch rein?
Die Early-Access-Fassung von Hunt bietet derzeit nur eine riesige, wunderschön designte Map, auf der ihr verfallene Farmen und Scheunen, ausgedehnte Sümpfe, Seen und dichte Wälder erkundet. Vor jedem Spielstart müsst ihr euch außerdem für einen von zwei Bossgegnern entscheiden, den ihr in eurer nächsten Partie jagen wollt. Eine Karte, zwei Bosse - das ist nicht gerade viel! Für eine frisch gestartete Early-Access-Fassung geht der Umfang aber völlig in Ordnung. Mindestens 12 Monate soll Hunt im Early Access bleiben, bis zum fertigen Release will Crytek weitere Kartenvariationen, Bosse, Ausrüstung, Gegner, Spielmodi und ein Craftingsystem einbauen - eine vollständige Übersicht gibt's hier in der Roadmap.
Quelle: PC Games
Hunt: Showdown in der Early-Access-Vorschau
Der grundlegende Ablauf einer Partie ist immer gleich: Gemeinsam mit eurem Mitspieler müsst ihr vorsichtig die Karte nach Hinweisen absuchen, die euch das Versteck vom Bossgegner verraten. Um die Hinweise leichter zu erkennen, nutzt ihr einen speziellen Sichtmodus namens Dark Sight - dadurch wird der nächste Hinweis blau schimmernd in der Umgebung hervorgehoben. Habt ihr einen Hinweis gefunden, wird ein Teil der Übersichtskarte ausgegraut, was bedeutet, dass sich der Bossgegner in einem anderen Teil der Karte eingenistet hat. Sobald ihr drei Hinweise gefunden habt, erfahrt ihr den genauen Standort des Bossgegners - dann müsst die Beine in die Hand nehmen, um das Versteck vor euren Gegnern zu erreichen!
Hunt: Showdown Vorschau: Mit Geduld und Gewalt
Um Hunt richtig zu genießen, braucht es vor allem Geduld. Denn Hunt spielt sich nicht wie ein typischer Shooter, eher wie das gemächliche Gegenprogramm zu hektischen Ballereien à la Left 4 Dead. In Hunt müsst ihr oft vorsichtig und überlegt vorgehen. Schnelles Vorpreschen ist zwar möglich, aber nur selten ratsam - nicht nur weil euch überall feindliche Spieler aufs Korn nehmen können, sondern auch weil sich zahllose Zufallsgegner auf der Map tummeln. Meistens trefft ihr auf einfache Zombies, die ziellos durch die Gegend schlurfen und für sich genommen noch leicht abzuwehren sind. Oft reicht schon ein Hieb mit dem Gewehrkolben oder ein Kopftreffer, um den Untoten auf die Matte zu schicken. Allerdings reagieren sie empfindlich auf Lärm und können uns in Gruppen schnell in die Zange nehmen, wenn man zuviele von ihnen anlockt.
Quelle: PC Games
Hunt: Showdown in der Early-Access-Vorschau
Zu den weitaus gefährlicheren Feinden zählt die Hive, eine ekelhaft mutierte Zombie-Dame, aus der ein riesiges Wespennest wächst. Eine Hive kann uns aus großer Entfernung wahrnehmen und mit giftigen Insektenschwärmen attackieren - hier muss man blitzschnell reagieren! Ähnliches gilt beim Meathead, einem kopflosen Fleischberg, der uns riesige Blutegel auf den Hals hetzt. Auf den Wegen trifft man außerdem häufiger kleine Rudel mutierter Hunde, die uns schon von Weitem wittern - am besten großzügig umgehen, sonst kann man sich die Flucht abschminken!
Hunt: Showdown Vorschau: Kein üblicher Shooter-Standard
Zum Kämpfen stehen euch altmodische Schrotflinten, Repetiergewehre, Revolver, Messer, Schlagringe, Brandbomben und einiges mehr zur Verfügung, außerdem gibt's praktische Extras wie Erste-Hilfe-Sets und Lampen. Trotz des Fantasy-Settings muss man auf abgefahrenes Zeug wie Zauberstäbe oder Magie verzichten, Hunt nimmt sein düsteres Wildwest-Szenario ausgeprochen ernst. Munition ist eher rar gesät, man sollte sein Pulver also buchstäblich nicht zu früh verschießen, um im Ernstfall noch genug Patronen in der Tasche zu haben. Wer dringend Nachschub braucht, findet auf der Map einige Lager verteilt, an denen man Lebenskraft und Munition nachtanken kann - allerdings sind auch diese Vorräte endlich und werden von allen Spielern auf der Map geteilt.
