Analyse der Crowsworn-Kontroverse - Zwischen Abklatsch und Inspiration
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Die Frage ist so alt wie Spiele selbst: Wo endet die Inspiration für ein Spiel und wo beginnt das Plagiat? In diesem Artikel werfen wir ein Blick auf die Kontroverse um Crowsworn, ein neues Metroidvania, das verdächtig nach einem bereits existierenden Spiel aussieht. Ob an diesen Anschuldigungen etwas dran ist, oder die Fans einfach alles viel zu eng sehen, beleuchten wir hier.
Die Geschichte von Crowsworn beginnt, wie die von so vielen Indie-Spielen, auf Kickstarter. Auf dieser Crowdfunding-Seite sammelte der Entwickler Mongoose Rodeo 2021 Geld für seinen neuen Metroidvania-Titel. Und die Versprechungen waren groß. Ein wunderschöner animierter Trailer zog uns in die grimmige Atmosphäre und versprach uns blutige Nahkämpfe sowie blitzschnelle Hindernisparcours.
Neben dem Kickstarter-Trailer gibt es auf der Webseite noch einen Artikel mit verschiedenen Zielen, die umgesetzt werden sollten, wenn eine bestimmte Menge an Geld gespendet wurde. Diese Ziele sind beispielsweise mehr spielbare Inhalte, hochwertig animierte Zwischensequenzen und die Vertonung in zusätzlichen Sprachen. Auch die versprochene Umsetzung eines physischen Releases wurde so verwirklicht. Die Unterstützer werden, gemessen an ihrem Beitrag, entlohnt. Sei das durch Fanartikel, wie T-Shirts und Kuscheltiere, früheren Zugang zu Testversionen oder sogar Mithilfe am Spiel.
Und diese Taktik ging mehr als nur auf! Mehr als 1,2 Millionen kanadische Dollar, was ca. 800.000 Euro entspricht, steuerten fast 20.000 Unterstützer bei. In weniger als drei Stunden war das Basisspiel bereits finanziert. Und in den Folgemonaten wurden dann zusätzlich alle übrigen Donation-Goals erreicht. Mittlerweile wird kein Geld mehr über Kickstarter angenommen.
Quelle: Mongoose Rodeo
Nach diesem bahnbrechenden Erfolg steckt der Entwickler nach wie vor mitten in der Entwicklung seines ersten Spiels. Die Gefahr, dass das Crowdfunding Betrug darstellt, wie er schon viel zu oft auf der Seite beobachtet werden konnte, halten dabei viele für unwahrscheinlich. Regelmäßig gibt es kleine Videos oder andere Updates, in der Form von Blog-Posts auf den sozialen Medien, wie beispielsweise Twitter/X und Kickstarter.
Crowsworn - Mit der Pestmaske gegen die Dunkelheit
Aber was ist denn nun Crowsworn? Wir haben in den Trailern und den vielen kleinen Updates bereits einiges zu dem Spiel sehen können. Das Spiel ist ein Vertreter des Metroidvania-Genres, das seine Wurzeln in den Castlevania- und Metroid-Franchises hat. Im Kern dieser Spiele steht eine große Spielwelt, die sich Stück für Stück, durch das Sammeln von Upgrades, erschließen lässt. Die Karte ist durch verschiedene Areale gekennzeichnet und Gegner stellen sich uns auch in den Weg.
Der spielbare Charakter trägt eine rote Kutte, eine Pestmaske und Waffen, wie eine Sense und Pistolen. Insgesamt sieht er aus wie ein zu groß geratener Rabe. In den bisher gezeigten Gameplay-Passagen bekommen wir alles zu sehen, was wir von einem Metroidvania-Titel erwarten. Schnelles Gameplay, Fähigkeiten und Parkour-Elemente sind fester Bestandteil der Crowsworn-Erfahrung.
Ein Upgrade-System darf natürlich auch nicht fehlen. Im Verlauf der Geschichte sammeln wir unterschiedliche Bauteile, und verpflanzen uns diese dann an den Körper, um Boni zu bekommen. So können wir Moves mit bestimmten Waffen oder spezielle Effekte, wie erhöhten Schaden bei niedrigem Leben, freischalten.
Eine dreiste Kopie?
Crowsworn wurde erfolgreich finanziert und das Gameplay sieht auch vielversprechend aus. Wo liegt also jetzt das Problem? Viele Fans ziehen bei der Optik und der Spielweise starke Verbindungen zum Hit-Spiel Hollow Knight. Bereits 2017 veröffentlichte Team Cherry sein Indie-Spiel. Und das wurde sofort ein Mega-Hit. Mehr als drei Millionen Exemplare wurden bis 2022 verkauft. Diese Aufmerksamkeit brachte sehr viele neue Leute in die Plattformer-Community. Was damals nur zwei Entwickler mit ihrem Spiel geleistet haben, ist wirklich bemerkenswert!
