Hogwarts Legacy aus Muggelsicht: Macht das Spiel auch ohne Fan-Brille Spaß?

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Hogwarts Legacy aus Muggelsicht: Macht das Spiel auch ohne Fan-Brille Spaß?
Quelle: PC Games

Hogwarts Legacy verzückt weltweit die Fans von Harry Potter, schließlich war es für viele schon immer ein Traum, selbst in die berühmte Zauberschule zu kommen und dort Abenteuer zu erleben. Doch macht das Spiel auch Spaß, wenn man überhaupt keine Ahnung von Harry Potter hat? Unser Redakteur Chris hat das getestet und schreibt hier von seinen Muggel-Eindrücken zum Open-World-Action-RPG.

Exkursion

Überhaupt reist man in Hogwarts Legacy viel hin und her. Von der Schule zum Auftraggeber, zum Questziel und oft genug dann auch wieder zum Auftraggeber, um die Quest abzugeben. Es stehen viele lange Wege bevor und den Besen erhält man erst nach ein paar Spielstunden. Während Potter-Kundige es wahrscheinlich genießen, in dieser kulissenhaften, aber doch schön gestalteten Welt herumzustreifen und die Schule, Hogsmeade oder den verbotenen Wald zu erkunden, zieht das bei mir überhaupt nicht.

Ich hingegen freue mich über die Schnellreiseoption. Entdeckt man an einem Ort ein Flohfeuer, darf man diesen Punkt auf der Karte anwählen und nur unterbrochen von einer kurzen Ladezeit dort hinreisen. Doch auch die Map hat so ihre Tücken. Allein Hogwarts ist so groß, dass es etliche Feuerstellen gibt, für die man zunächst einen Flügel des Gebäudes auswählen muss. Mir stieß dabei vorwiegend sauer auf, dass man an der Karte oftmals nicht erkennen kann, welche Stelle näher am Zielpunkt liegt. Ich war während des Reisens also oft genervt und den lahmen, sich schwammig steuernden Besen nahm ich nicht als Bereicherung wahr.

Hogwarts Legacy aus Muggelsicht: Macht das Spiel auch ohne Fan-Brille Spaß? (8) Quelle: Warner Bros. Hogwarts Legacy aus Muggelsicht: Macht das Spiel auch ohne Fan-Brille Spaß? (8)

Und wo ich mich gerade schon eingemeckert habe: Das Inventar kommt direkt aus der Hölle. Man kann zwar durch bestimmte Aufgaben mehr Plätze für Ausrüstung freischalten, aber das wird einem erst erklärt, wenn man nahezu keinen Platz mehr für neue Klamotten hat. In der Spielwelt und während Quests bin ich immer wieder auf Truhen gestoßen, in denen sich neue Roben, Handschuhe, Hüte oder sonst was verbargen, die Offensive oder Defensive meines Fridolins steigern. Oder anders ausgedrückt: Ich werde damit geradezu zugeschmissen.

Viel zu oft kommt es vor, dass ich eine Kiste öffne, nur um zu lesen, dass mein Inventar voll ist. Bin ich gerade in einer Mission, kann ich nicht einfach zu einem Händler fliegen, um überschüssiges Zeug zu verkaufen. Also bleibt mir nur übrig, entweder auf das neue Zeug in der Kiste zu verzichten oder einen Gegenstand aus meinem Inventar zu zerstören. Und ich weiß nicht mal, was in der Kiste lauert. Weder Gegenstand noch Wert werden vorher angezeigt. Ich muss mich also überraschen lassen. Umso größer meine "Freude", wenn ich wertlosen Tand aus einer Kiste ziehe. Ätzend. Außerdem stellt sich mir die Frage nach dem Modegeschmack in Hogwarts. Wenn ich konsequent die Kleidungsstücke mit den aktuell besten Werten anziehe, sehe ich aus wie die größte Knalltüte in Zauberhausen.

Ein positives Ende

Ich möchte hier aber nicht nur motzen, denn obwohl mich viele Dinge an Hogwarts Legacy geärgert haben, sah ich es nie als schlechtes Spiel. Die sympathische Stimmung und die tolle Musikuntermalung fielen mir immer wieder positiv auf. Auch an den Kämpfen, die mir anfangs überhaupt keinen Spaß machten, fand ich nach einiger Zeit immer mehr Gefallen. Hat man erst mal ein paar Zauber in der Tasche und Talentpunkte ausgegeben, macht es Laune, Kobolde, böse Zauberer oder Monster zu bekämpfen.

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