Harry Potter in Videospielen: Von Playstation 1 bis Hogwarts Legacy
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Von Stein der Weisen bis zu Heiligtümer des Todes: Vor Hogwarts Legacy blicken wir zurück auf die Geschichte von Harry Potter in Computer- und Videospielen.
Ende 2007 erschien zudem mit Harry Potter: Mastering Magic ein weiteres Mobile-Game, das sich als Minispiel-Sammlung herausstellte. Den Serienendspurt trat das 2009 veröffentlichte Harry Potter und der Halbblutprinz los. Eigentlich hätte das Spiel bereits 2008 erscheinen sollen, wurde allerdings zusammen mit dem Film um ein Jahr verschoben. Und das merkte man dem Action-Adventure auch an: Technisch blieb es weit hinter den Möglichkeiten von PC, Playstation 3 und Xbox 360 zurück und bot insgesamt einen fast identischen Ansatz wie sein Vorgänger. Ihr streunt also durch Hogwarts, bestreitet Duelle, braut Tränke und geht auf die Suche nach Sammelgegenständen. Die Bewegungssteuerung ist präziser als zuvor, aber einzig in der Wii-Version wirklich gut. Auch wenn technisch auf den damaligen Plattformen mehr möglich gewesen wäre, ist Harry Potter und der Halbblut-Prinz eine solide Filmadaption. Handheld-Spieler erhielten einen eigenen Ableger, wobei sich diesmal die Varianten für Playstation Portable und Nintendo DS stark ähnelten. Das Spiel präsentierte sich als seichtes Action-Adventure, unterfüttert mit einer ganzen Reihe Minigames.
Auch die eingangs erwähnte Verbindung von LEGO und Harry Potter flammte in dieser Zeit erneut auf: Mit LEGO Harry Potter: Die Jahre 1 - 4 (2010) und LEGO Harry Potter: Die Jahre 5 - 7 (2011) hatten Fans noch einmal die Chance, an geliebte Orte zurückzukehren und die wichtigsten Momente nachzuspielen. Die Legoformel garantierte auch hier gute Plattformer-Unterhaltung - gerade im Mehrspielermodus. Nicht wenige meinen, dass die Lego-Umsetzungen die besten Harry-Potter-Games überhaupt waren.
Den Abschluss der "großen" Serienteile bilden schließlich die 2010 und 2011 veröffentlichten Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1 und 2. Electronic Arts ging hier eine neue Richtung - weg vom friedlichen Action-Adventure, hin zum Third-Person-Actionspiel mit Deckungsmechanik.
Man entdeckte dabei nicht allein Hogwarts, sondern auch verstärkt Außengebiete wie etwa das Magieministerium. Das klingt spannend, stellte aber vor allem im ersten Teil den Tiefpunkt der Serie dar. Steuerung, Missions- und Kampfdesign waren eine mittelschwere Katastrophe.
Die von Full Fat entwickelte Nintendo-DS-Variante war dagegen ein rätsellastiges Action-Adventure, das soliden Spielspaß bot. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2 machte auf allen Plattformen eine bessere Figur, blieb aber dennoch eine Enttäuschung - gemessen an dem, was im Jahr 2011 vor allem auf PC, Playstation 3 oder Xbox 360 möglich gewesen wäre. Beide Spiele wurden von der Presse zerrissen, sodass sich Dumbledore ob dieses missratenen Finales bis heute im Grabe herumdreht ...
Quelle: Moby Games
Lego Harry Potter (PC, PS3, Xbox 360, Wii)
Zaubern, Knobeln und Spazierengehen
Nach dem Ende der Filmreihe ebbte auch der Harry-Potter-Hype spürbar ab. In der Folge blieben die großen Produktionen aus: Keine Neuinterpretationen, keine Neuauflagen.
Stattdessen traf man die Franchise zunehmend in Sparten-Genres und im Mobile-Bereich an. Sony Computer Entertainment und London Studio entwickelten in Zusammenarbeit die Augmented-Reality-Spiele Wonderbook: Buch der Zaubersprüche (2012) und Wonderbook: Buch der Zaubertränke (2013) auf Basis der Move-Controller und der Eyetoy-Kamera.
Sonys Leuchtknüppel verwandelte sich auf dem Bildschirm in einen Zauberstab und das physische Buch brachte interaktive Elemente hervor und erwachte so zum Leben.
Beide Titel funktionierten überraschend gut und sorgten gerade bei jüngeren Potter-Fans für offene Münder. Größtes Problem war allerdings der Spielumfang: Sowohl Buch der Zaubersprüche als auch Buch der Zaubertränke waren denkbar kurz und somit ein kostspieliger Spaß. Verwandte Probleme hatte das zeitgleich für die Xbox 360 veröffentlichte Harry Potter for Kinect.
