Harry Potter in Videospielen: Von Playstation 1 bis Hogwarts Legacy

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Harry Potter in Videospielen: Von Playstation 1 bis Hogwarts Legacy
Quelle: Electronic Arts

Von Stein der Weisen bis zu Heiligtümer des Todes: Vor Hogwarts Legacy blicken wir zurück auf die Geschichte von Harry Potter in Computer- und Videospielen.

2004 folgte schließlich mit Harry Potter und der Gefangene von Askaban die nächste Filmadaption. Auch hier gab es wieder deutliche Unterschiede zwischen den Versionen: Die weiterhin von Griptonite Game betreute GBA-Umsetzung war ein an ein JRPG erinnerndes Rollenspiel. Die von KnowWonder entwickelte PC-Fassung ging in Richtung Plattformer, während in der von EA UK für Playstation 2, Gamecube und Xbox entwickelten Konsolenversion Rätsel- und Kampfelemente stärker im Mittelpunkt standen. Grundlage dafür bildete die Möglichkeit, nicht mehr nur allein Harry Potter zu steuern, sondern auch seine Freunde Hermine und Ron. Für das Lösen besagter Aufgaben konntet ihr also munter zwischen den Figuren und damit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Zaubersprüchen wechseln. An bestimmten Punkten, wie etwa beim Tragen oder Verschieben von Objekten, arbeitetet ihr sogar direkt mit den Computer-Zauberern zusammen. Ebenfalls sehr schön: Selbst Eule Hedwig konntet ihr übernehmen und mit ihr durch die Gänge von Hogwarts fliegen. Das eigentliche Spieldesign war guter Durchschnitt: hier mit Dementoren kämpfen, dort nach versteckten Geheimnissen suchen.

Der Wiedererkennungswert war trotz der erneut hastig erzählten Geschichte gegeben, und so galt Harry Potter und der Gefangene von Askaban für viele Fans als das bis dato beste Spiel der Serie. Neben guten Verkaufszahlen wurden die Macher unter anderem mit BAFTA-Nominierungen für den besten Soundtrack und den besten Nachfolger belohnt.

Beim 2005 veröffentlichten Nachfolger Harry Potter und der Feuerkelch übernahm EA UK das Ruder bei der Version für PC, Playstation 2, Playstation Portable, Xbox und GameCube. Man baute hier auf den Koop-Elementen des Vorgängers auf, integrierte diesmal allerdings einen Couch-Koop-Modus. Es war also möglich, die Kämpfe und Rätsel mit bis zu drei Teilnehmern als Harry, Ron und Hermine zu bestreiten. Gemeinsam war Harry Potter und der Feuerkelch durchaus unterhaltsam.

Im Solo-Modus krankte das Spiel gelegentlich am schwachen Verhalten der Zauberlehrlinge und dem insgesamt recht geringen Anspruch. Die Levels waren hier deutlich geradliniger und actionorientierter als zuvor. Die von Magic Pockets entwickelte Handheld-Umsetzung für Game Boy Advance und Nintendo DS war in puncto Gameplay ähnlich, setzte aber aufgrund der Hardware-Limitierungen auf eine Iso-Perspektive.

Der Vollständigkeit halber möchten wir an dieser Stelle noch das ebenfalls 2005 veröffentlichte Handy-Spiel Harry Potter: Finde Krätze erwähnen. In dem spielerisch dünnen Top-Down-Knobler wart ihr auf der Suche nach Rons Ratte und musstet dabei Dementoren und anderen Wesen ausweichen. Nun ja.

Ende mit Schrecken!

Nachdem von 2001 bis 2005 jährlich mindestens ein Videospiel mit der bekannten Lizenz erschienen war, wurde es danach erst einmal ein wenig ruhiger. 2006 legte die Marke eine Pause ein, erst 2007 feierte der Zauberschüler in Harry Potter und der Orden des Phönix sein Comeback. Hier probierte Electronic Arts etwas Neues - nämlich die Einbindung von Bewegungssteuerung für das Wirken der Zaubersprüche.

In der Version für die Nintendo Wii funktionierte das passabel, auf PS3 und PC kehrten die meisten Spieler aber schnell zum klassischen Gamepad zurück.

Harry Potter und der Gefangene von Askaban (PC, PS2, Gamecube, Xbox) Quelle: Moby Games Harry Potter und der Gefangene von Askaban (PC, PS2, Gamecube, Xbox)

Ansonsten präsentierte sich Harry Potter und der Orden des Phönix als geradezu klassischer Serienvertreter: Nicht besonders schwer, dafür aber durchaus spaßig spielbar und dank der auf Playstation 3 und Xbox 360 stark verbesserten Grafik auch mit ein wenig Kinoflair. Hogwarts gestaltete sich offener und weitläufiger als zuvor, und wie schon die vorherigen Filmadaptionen präsentierten sich auch die Spiele zunehmend düsterer, was der erwachsenen Klientel in die Karten spielte.

Die von Visual Impact entwickelten Nintendo-Ableger enttäuschten indes. Auf Game Boy Advance fielen unter anderem das leere Hogwarts und die steife Story-Inszenierung auf. Das Wirken von Zaubern gestaltete sich auf Basis von Aktionstasten und Digitalkreuz enorm fummelig, sodass selbst Mini-Games zum Brauen von Tränken oder Duellen das Spiel nicht aus seiner Mittelmäßigkeit retten konnte.

Die Nintendo-DS-Version war technisch besser und dank des zweiten Bildschirms ließen sich Minigames und Zauber besser bedienen Diese Variante besaß außerdem Quidditch-Matches. Das Spiel erschien ebenfalls in verschiedenen Mobile-Varianten, die die Erforschung Hogwarts und kleinere Kämpfe in den Mittelpunkt rückten.

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