Verdammt noch mal, ist Helldivers 2 gut - wenn es mal funktioniert. Test!

Test Daniel Link
Verdammt noch mal, ist Helldivers 2 gut - wenn es mal funktioniert. Test!
Quelle: Sony Interactive Entertainment

Wir haben uns den Third-Person-Shooter Helldivers 2 genau angeschaut und verraten euch in unserer Review, wieso das Sony-Spiel derzeit in aller Munde ist.

Auch die wunderschöne Optik von Helldivers spielt eine wichtige Rolle dabei, dass es nie langweilig wird. Nicht nur sieht Helldivers echt gut aus, durch die ganzen Explosionen, das Feuer, das pure Chaos, das durch die Taktikausrüstung ausgelöst wird, ist Helldivers visuell ein richtiges Spektakel, das selbst einen Michael-Bay-Film langweilig aussehen lässt.

Als würde neben uns etwas explodieren

Das grandiose Sound-Design setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Die Stimmen, der Sound der Waffen, die brachiale Wucht hinter den Explosionen oder das Gewicht der gepanzerten Bugs, die mit ihren vier Beinen auf den Boden stampfen, wird auf fantastische Art und Weise vom meisterhaften Sound-Design vermittelt. Damit stellt Helldivers auch das ein oder andere AAA-Spiel in den Schatten.

Laut Arrowhead schaut zusätzlich noch ein Team an Angestellten den Partien der tapferen Soldaten zu und kann in Dungeons&Dragons-Manier nach eigenem Ermessen ins Spiel eingreifen. Etwa indem sie ein paar demokratiehassende Bugs beschwören oder feindliche Roboter verstärken.

In besonders brenzligen Situationen dürfen sie aber auch den Helldivers unter die Arme greifen und einen Säuretitan von der Karte fegen oder ein paar Debuffs verteilen. Zum Launch des Spiels schalteten die Game-Master die Railgun für alle Helldiver frei, damit sie sich auf den Robo-Planeten so richtig austoben konnten.

Ein Helldiver versucht verzweifelt, einen anrückenden Automaton auszuschalten. Quelle: Sony Interactive Entertainment Richtige Klassen gibt es in Helldivers nicht, dafür bestimmt die gewählte Ausrüstung den eigenen Spielstil. Jede Rüstung besitzt einen passiven Effekt, etwa eine erhöhte Kapazität für Granaten, und hat obendrauf noch eigene Attribute. Mit einer schweren Panzerung hält man mehr aus als mit leichter Rüstung, ist dafür aber auch deutlich langsamer.

Balancing fast so gut wie im Zirkus

Wirklich definierend für den Spielstil ist neben der Waffenwahl aber vor allem die Taktikausrüstung. Hier stattet man sich etwa mit einem Raketenwerfer und einem Scharfschützengewehr aus, um die Panzerung von Feinden zu durchbrechen und anschließend gezielt auf ihre Schwachstellen zu schießen.

Oder man deckt sich mit verschiedenen Luftangriffen ein und sprengt gegnerische Außenposten mit einer Mischung aus Artilleriefeuer und ein paar abgeworfenen Bomben in die Luft.

Zwar sind einige Taktikausrüstungen wesentlich besser als andere, unter anderem wollen wir nicht mehr ohne die 500KG-Bombe losziehen, aber es ist trotzdem genug Spielraum da, um seinen Helldiver für verschiedene Situationen anzupassen.

Auf panzerbrechende Ausrüstung kann man jedoch kaum verzichten, da das Spiel auf den höheren Schwierigkeitsgraden oft so viele schwer gepanzerte Widersacher auf uns loslässt, dass man ohne Raketenwerfer recht schnell überrannt wird.

Die Helldiver sprengen eine Automaton-Fabrik. Quelle: Sony Interactive Entertainment Die normalen Waffen verlieren dadurch glücklicherweise aber nicht völlig an Bedeutung, da sie sich unter anderem perfekt dafür eignen, aufgebrochene Stellen in der Panzerung eines Bugs zu befeuern.

Am Balancing sollten die Entwickler aber dennoch ein wenig schrauben. Als Solo-Spieler sind manche Missionen nämlich beinahe unmöglich zu bewältigen, in einer Gruppe hingegen oftmals ein Kinderspiel.

Wenn man alleine mal draufgeht, wird man meist mitten in einer Gegnerhorde wiederbelebt, statt dass der Spawn-Ort von einem Verbündeten gewählt wird. Durch einen noch so kleinen Fehler verliert man oft all seine Leben und die Mission scheitert. Auch ist der Schaden durch Explosionen recht inkonsistent, was einem Solo-Spieler den Tag vermiesen kann.

Helldivers ist zwar auf Koop ausgelegt, wenn die Entwickler aber die Option bieten, auch im Alleingang sein Unwesen auf den Planeten zu treiben, sollte das Balancing hier auch stimmen. Ganz alleine kann man auch keinen befreundeten Helldiver auf die Ungetüme werfen, der die Bestien bei der Landung in den Boden schmettert.

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