Verdammt noch mal, ist Helldivers 2 gut - wenn es mal funktioniert. Test!
Test
Wir haben uns den Third-Person-Shooter Helldivers 2 genau angeschaut und verraten euch in unserer Review, wieso das Sony-Spiel derzeit in aller Munde ist.
Mit all den taktischen Spielereien und den Gefahren, die überall lauern, fühlt es sich fast schon wie ein richtiges aktives Kriegsgebiet an. Im Hintergrund dröhnt feindliches Artilleriefeuer, die Helldiver schießen aus allen Rohren auf eine anrückende Roboter-Armee, bis der angeforderte Luftangriff gerade rechtzeitig die Cyborgs dem Erdboden gleich macht und nur einen Krater zurücklässt. Was in anderen Spielen oft nur in Zwischensequenzen gezeigt wird, ist in Helldivers richtiges Gameplay.
Taktisches Gameplay
Trotz der Feuerkraft, die den Helldivers zur Verfügung steht, muss man trotzdem immer auf seine Umgebung achten. Alarmiert man etwa eine Patrouille, ruft die kurzerhand Verstärkung und plötzlich sieht man sich etwa mit einem richtigen Panzer konfrontiert.
Schaltet man den nicht schnell genug aus, ruft die Verstärkung erneut Verstärkung, bis das Ganze so eskaliert, dass man sich entweder zurückziehen muss oder die Mission schlichtweg gescheitert ist.
In einem Squad aus vier Personen hat man hier zwar etwas Spielraum, doch verschwendet man zu viel Zeit damit, die Gegnerhorden kleinzuhalten, hat man möglicherweise nicht mehr genug übrig, um die Ziele zu erledigen und die Mission schlägt fehl, denn alle Aufgaben müssen in einem bestimmten Zeitrahmen erledigt werden.
Quelle: Sony Interactive Entertainment
Auch im Alleingang ist Helldivers ein nervenaufreibendes Erlebnis, wenn man die gegnerische Front durchbricht und sich an Wachposten und Patrouillen vorbeischleicht. Jeder kleine Fehler wird mit desaströsen Konsequenzen bestraft.
Zusammen ist man auch alleine
Man muss also immer voll im Moment sein und kann in den wenigsten Fällen auf Autopilot schalten. Unsere Herzen sprangen mehrmals fast aus der Brust, als wir umgeben von Gegnern eine feindliche Übertragung beenden wollten und genau die daraus entstehende fast schon permanente Anspannung macht Helldivers zu einem Erlebnis, das sich von Anfang bis Ende einfach verdammt gut anfühlt.
Denn Helldivers 2 (jetzt kaufen / 35,99 € ) ist die absolute Soldaten-Power-Fantasy. Das Spiel gibt uns wirklich das Gefühl, als wären wir Teil eines Krieges, den wir gerade so noch gewinnen.
Man ist gleichzeitig so zerbrechlich, dass man an jeder Ecke das Zeitliche segnen könnte, aber eben auch eine solche Killer-Maschine, die mit purer Feuerkraft ganze Horden an Feinden der Demokratie umnietet. Trotz dessen ist und bleibt man aber ein einfacher Soldat in der großen Kriegsmaschine der Über-Erde.
Jeder Charakter ist mit seinem Tod auch tot - man schlüpft einfach in nächste Rolle eines Helldivers. Sie sind so ersetzbar ... Man ist kein Superheld, kein Master Chief, kein Commander Shepard.
Umso besser fühlt es sich an, wenn man mit dem Squad eben doch das Ruder rumreißen kann - nur um am nächsten Tag wieder im Dreck auf fernen Planeten um das eigene Leben zu bangen. Diesen Balance-Akt haben die Entwickler perfekt umgesetzt - und es obendrein auch noch echt witzig inszeniert.
Hellmännlich, weiblich, divers
Ladebildschirme mit lustigen Tipps, etwa, dass wir darauf achten sollen, Pausen einzulegen, wenn wir denn als Feigling in Erinnerung bleiben wollen. Ballern wir uns im Dauerfeuer durch Gegnerhorden, fängt die Spielfigur an, manisch zu lachen oder schreit ihre Liebe für die Demokratie laut hinaus.
Quelle: Sony Interactive Entertainment
Auch das älteste Comedy-Gimmick der Videospiele kommt in Helldivers zum Einsatz: die Ragdoll-Physics. Das alles macht Helldivers nicht nur zu einem sehr intensiven, sondern auch echt lustigen Spiel. Alleine der Humor schafft es bereits, dass keine Mission der anderen ähnelt, aber auch abseits davon haben die Entwickler ausreichend Vielfalt in ihr Spiel gebracht.
Obwohl es zum Launch nur zwei der drei feindlichen Fraktionen aus dem Vorgänger ins Spiel geschafft haben, gibt es an der Gegnervielfalt nichts zu meckern. Riesige vierbeinige Ungetüme, mit Kettensägen bewaffnete Cyborgs oder unsichtbare Bugs halten uns auf Trab.
Auch die Planeten punkten mit ihrer Diversität und selbst wenn man mal mehrere Missionen auf dem gleichen Himmelskörper erledigt, sind die Ortschaften so variiert, dass es sich immer völlig neu anfühlt, nicht zuletzt durch den aktiven Tag-Nacht-Zyklus. Wird ein Planet vollständig von der Community befreit, werden neue Planeten mit anderen Eigenschaften verfügbar. Das Spiel entfaltet sich daher im Laufe der Zeit und belohnt damit sozusagen das Engagement der Spieler.
