In Hell is Us verschmelzen Krieg und Horror zu einer gnadenlosen Reise in die Abgründe der Menschheit. Dabei geht das Spiel mutige Wege und hält uns einen unbarmherzigen Spiegel vor - ist jedoch bei Weitem nicht perfekt.
So abwechslungsreich die Rätsel auch sein mögen, so sind sie doch nie wirklich schwer. Meistens liegt die richtige Antwort sozusagen hinter der nächsten Ecke. Haben wir einmal länger gebraucht, um ein Rätsel zu lösen oder eine Truhe zu öffnen, lag es an den unnötigen Laufwegen, die teilweise damit verbunden sind.
Zwar sind die meisten Truhen und Rätsel optional, dennoch ist es ärgerlich, wenn wir endlich die passenden lymbischen Schlüssel haben, für die Truhe allerdings wieder drei Orte zurück müssen. Komplettisten müssen hier viel Geduld mitbringen.
Dämonen, so weit das Auge reicht
Wie anfangs erwähnt, tobt in Hadea ein schrecklicher Bürgerkrieg. Angetrieben von religiösem Eifer und über Generationen hinweg angefeuertem Hass haben sich die Fronten zwischen den Sabinern und den Palomisten entladen. Auf unserer Reise durch die Kriegsschauplätze in Hadea begegnen wir immer wieder Anhängern der einen oder anderen Seite, die sich von der Grausamkeit ihrer Handlungen jedoch kaum unterscheiden.
Als diagnostizierter hochfunktionaler Soziopath lassen uns die Tragödien des Krieges kalt und wir ergreifen auch keine der beiden Seiten. Tatsächlich ist es uns gar nicht möglich, menschliche NPCs anzugreifen, selbst wenn wir es bei dem einen oder anderen gern riskiert hätten.
Quelle: PC Games
Das Verbrechen an einer sabinischen Familie wurde in der Stadt der Palomisten ausgiebig gefeiert.
Doch keine Sorge, Kämpfe kommen nicht zu kurz, im Gegenteil. Durch die übernatürliche Seuche, die im Zuge des Krieges ausgebrochen ist, ist das Land übersät mit Hollow Walkern. Völlig egal, wohin uns die Reise verschlägt, wir können praktisch keinen Schritt gehen, ohne über eine dieser weißen Kreaturen zu stolpern. Auf Dauer ist das fast schon lästig.
Beim Gegnerdesign scheint allerdings gespart worden zu sein, denn es gibt lediglich fünf Formen der Hollow Walker und auch die sehen sich sehr ähnlich. Auf dem Weg durch Hadea begegnen wir schnell jeder dieser fünf Formen, die sich lediglich durch ihre Stufe und damit durch ihre Stärke und Attacken unterscheiden oder dadurch, ob sie über eine Nabelschnur mit einer Haze miteinander verbunden sind.
Quelle: PC Games
Um diese vier Walker zu besiegen, müssen wir als erster die mit ihnen verbundene rote Haze der Wut angreifen.
Verbundene Hollow Walker können nicht beschädigt werden, sobald die Haze aktiv ist. Daher müssen wir in solchen Fällen zunächst die Haze angreifen, bis sie sich zurück in den Hollow Walker zieht, damit wir diesen verletzen können. Allerdings gerät dieser dabei in einen Zustand blinder Wut und greift häufiger und stärker an, als es Walker dieser Art normalerweise tun, wird aber gleichzeitig anfälliger für Schaden.
Außerdem gibt es verschiedene Haze, über die die Walker miteinander verbunden sind, die ebenfalls unterschiedliche Angriffsmuster haben. Die Haze werden in vier Arten unterteilt: Wut (rot), Gram (blau), Terror (grün) und Ekstase (gelb), die sich optisch anhand ihrer Färbung und der Form ihrer Manifestation unterscheiden.
Allerdings harmoniert das kristalline Design der Haze nicht mit den ansonsten organischen Formen der Hollow Walker und Anomalien. Ebenso stellen die Farben im direkten Vergleich zu dem schlichten Weiß der Walker einen sehr starken Kontrast dar, der nicht so recht in die Szenerie passen will.
- Seite 1 Hell is Us im Test: Das düstere Action-Adventure überzeugt mit Tiefgang und Symbolik, schwächelt aber in der Ausführung
- Seite 2 Hell is Us im Test: Fraktionen des Krieges und Gegnerdesign
- Seite 3 Hell is Us im Test: Einsatz der Drohne, Kampfsystem und Symbolik
- Seite 4 Hell is Us im Test: Technik und Performance, Fazit und Wertung
