Wohnzimmer-Gaming-PCs: Einleitung und WLAN vs. Kabelanschluss

Special Antonio Funes
Wohnzimmer-Gaming-PCs: Einleitung und WLAN vs. Kabelanschluss
Quelle: Sharkoon

Wir haben zwei kompakte Wohnzimmer-PCs für 1280 und 1530 Euro zusammengestellt und geben euch auch dazu passende Tipps zu Sound, WLAN und Fernsehern.

Wohnzimmer-PC im Mini-ITX-Format für 1280 Euro

Wir kommen nun zu unserem Mini-ITX-PC - dabei setzen wir auf ein Sharkoon QB One, da es trotz nur knapp 15 Liter Volumen auch langen Grafikkarten bis zu 31,5 Zentimetern Platz bietet und in Sachen CPU-Kühler bis zu 15 Zentimeter Höhe zulässt. Eine Explosions-Grafik seht ihr als Aufmacher-Bild unseres Artikels.

Von vorn gesehen ist das Gehäuse mit einer Breite von 22,5 cm und Höhe von 18 cm sehr klein. Man kann es auch um 90 Grad gedreht aufstellen, so dass die Breite nur 18 cm beträgt. Den Raum bietet es vor allem über die Tiefe von 36,8 cm. Es gibt zwar noch kleinere Gehäuse, aber die Kühlung wird dann zunehmend schwieriger, zudem verbaut man sich dann oft entweder die Option für eine starke Grafikkarte oder einen guten CPU-Kühler.

Wir nehmen als CPU einen Intel Core i5-14600KF, der als Tray-Version, also ohne die bunte Handelsverpackung, 210 Euro kostet und lediglich etwa 10 Prozent langsamer als der Ryzen 5 7600X3D ist. Die Boxed-Version ist 20 bis 30 Euro teurer.

Für den Prozessor ist ein Sockel 1700-Mainboard nötig. Wir nehmen das mit WLAN ausgestattete Gigabyte B760I Aorus Pro DDR4 für 180 Euro - günstiger geht es nur, wenn man auf den nicht zu empfehlenden Einsteigerchipsatz H610 setzt und dabei WLAN weglässt oder aber indem man zum ASRock B760M-ITX/D4 Wi-Fi für 140 Euro greift.

Da es aber nur einen freien M.2-Slot hat und das Gigabyte-Mainboard derer zwei, empfehlen wir die Mehrinvestition in das Modell von Gigabyte. Der Sockel 1700 unterstützt je nach Mainboard-Modell übrigens DDR4- oder DDR5-RAM. Das Gigabyte-Mainboard unterstützt DDR4-RAM, daher nehmen wir 32 GB DDR4-3200 für 50 Euro.

Dieselbe Menge DDR5-RAM ist 30 bis 40 Euro teurer und würde bei Spielen so gut wie keinen Vorteil bringen. Hier nun schon einmal alle Komponenten des Mini-ITX-PCs in einer tabellarischen Übersicht:

  Mini-ITX-PC für 1190 Euro Preis ab
CPU Intel Core i5-14600KF, Tray-Version (14 Kerne bis 5,3 GHz, 20 Threads) 210 Euro
RAM 32GB (2x16GB) G.Skill Aegis DDR4-3200 CL16 50 Euro
Grafikkarte INNO3D GeForce RTX 4070 Twin X2 Core 590 Euro
Mainboard Gigabyte B760I Aorus Pro DDR4 180 Euro
SSD Crucial P3 Plus, 2000GB (bis 5000 MB/s Lesen) 110 Euro
Gehäuse Sharkoon QB One 55 Euro
Netzteil be quiet! System Power 9 CM, 500 Watt 60 Euro
Kühler be quiet! Pure Rock Slim 2 25 Euro
  Gesamtpreis 1280 Euro

Den Core i5-14600KF könntet ihr zwar prinzipiell übertakten, was aber wegen der Wärmeentwicklung in einem kleinen PC nicht zu empfehlen ist. Die dafür nötigen Mainboards mit Z-Chipsatz und Mini-ITX-Format starten ab 190 Euro (ASRock Z790M-ITX Wi-Fi). Unsere GPU-Auswahl ist eine Nvidia GeForce RTX 4070 von INNO3D für 590 Euro.

An sich wäre eine AMD Radeon RX 7800 XT die bessere Wahl, denn sie ist etwas schneller und zudem 70 Euro günstiger. Allerdings könnte es im Gehäuse zu knapp werden, wobei nicht die Länge das Problem ist. Vielmehr bietet das Sharkoon QB One nur zwei Slots an der Außenseite, und alle verfügbaren RX 7800 XT-Modelle sind bei der Höhe als drei Slots klassifiziert.

GIGABYTE B760I AORUS Pro DDR4 Quelle: Gigabyte GIGABYTE B760I AORUS Pro DDR4 Es gibt allerdings RX 7800 XT-Modelle, die außen nur zwei Slots belegen und lediglich im Inneren des Gehäuses ihre Höhe von drei Slots entfalten. Das trifft auch auf die Sapphire Pulse RX 7900 XT aus unserem µATX-PC zu, die von der Länge her passen würde - wir übernehmen aber keine Garantie, dass ganz allgemein Grafikkarten passen werden, die im Gehäuse-Inneren drei Slots Platz benötigen.

Bei der SSD schlagen wir, wie beim Mini-ITX-PC eine 2TB-M-2-SSD vor. Als Kühler nehmen wir ein Modell, das noch gut ins Gehäuse passt und für die Höhe eine starke Kühlleistung bietet.

Beim Netzteil nehmen wir ein kompaktes, modulares ATX-Modell. Das Sharkoon QB One könnte man auch mit einem noch kleineren SFX-Netzteil ausstatten, allerdings könnten diese bei der benötigten Leistung eventuell eine deutlich hörbare Lüftung haben. In Sachen Grafikkarte gibt es übrigens bei beiden PCs auch Spielraum, vor allem, falls ihr aus Budgetgründen eine weniger starke Grafikkarte einbauen wollt.

Für den µATX-PC mit der AMD Radeon RX 7900 XT könnt ihr abwarten, ob die Nvidia GeForce RTX 5070 Ti eine Option sein könnte. Je nach Länge und Dicke eines Custom-Modlles wäre sie freilich auch für den Mini-ITX-PC eine Alternative. Auch hier empfehlen zudem noch einen be Quiet Silent Wing 2 mit 120 mm als Zusatzlüfter.

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