Wir haben zwei kompakte Wohnzimmer-PCs für 1280 und 1530 Euro zusammengestellt und geben euch auch dazu passende Tipps zu Sound, WLAN und Fernsehern.
Fernseher als Wohnzimmer-Monitor
Rund um geeignete Fernsehapparate könnten wir ein eigenes Special veröffentlichen. Wir wollen an dieser Stelle nur die wichtigsten Eckdaten zu Fernsehern thematisieren, die für ein Wohnzimmer-Setting einem Monitor vorzuziehen sind.
Denn bei einem Abstand vom Sofa zum Fernseher von zwei Metern oder mehr wollt ihr sicherlich eine Diagonale von über 40, besser über 46 Zoll nutzen. Bei Fernsehern gibt es hierzu eine riesige Auswahl an Modellen mit 4K-Auflösung (3840x2160 Pixel) schon ab unter 400 Euro.
Bei Monitoren hingegen kostet es mindestens 1500 Euro, wenn es über 43 Zoll sein sollen, und es gibt zudem nur vier aktuell lieferbare Modelle in diesem Sektor: den Asus ROG Swift PG48UQ mit 48 Zoll für 1500 Euro sowie drei 55 Zoll-Modelle ab 2000 Euro. Welche Diagonale der Fernseher am Ende genau haben soll, bleibt natürlich euch überlassen.
Wenn das Budget ausreicht, dann setzt auf OLED - das gefürchtete Einbrennen ins Panel ist schon seit einiger Zeit irrelevant, da die Bildschirme über funktionierende Gegenmaßnahmen verfügen. Zusätzlich haben viele moderne TVs neben einem Gaming-Modus sogar Freesync und/oder sind G-Sync-kompatibel.
OLED-Fernseher mit mindestens 55 Zoll und Freesync respektive G-Sync, 4K-Auflösung und HDMI 2.1, was bei 4K auch das Übertragen eines Bildsignals mit 120 Hertz ermöglicht, gibt es ab knapp 900 Euro. Achtet aber in den technischen Details darauf, ob der Fernseher via HDMI 2.1 die 120 Hertz bei 4K voll unterstützt.
Quelle: Amazon.de, Denon
Ein AV-Receiver bietet eine Fülle an Anschlüssen auf der Rückseite - der HDMI-Eingang 4 ist bei diesem Denon X1800H für Gaming vorgesehen.
Für Sound sorgen im Wohnzimmer
Um den Ton des Wohnzimmer-PCs zu erhalten, könnt ihr die Lautsprecher des Fernsehers nutzen - der Ton gelangt über das HDMI-Kabel zum Fernseher. Solltet ihr als Ausgabegerät für den Ton aktive Lautsprecher, eine Soundbar oder einen Verstärker beziehungsweise AVR (AV-Receiver) verwenden, gibt es vor allem folgende Optionen:
- Analoger Cinch-Eingang, auch RCA genannt. Hier führt ein 3,5mm-Kabel mit Klinkenstecker vom PC aus zum Ausgabegerät. Verstärker oder AVR haben immer RCA-Eingänge, aktive Boxen meistens auch. Bei Soundbars sind es etwa die Hälfte der gelisteten Modelle, viele haben stattdessen einen 3,5mm-Klinkeneingang, der die gleiche Aufgabe erfüllt, aber ein Kabel mit jeweils 3,5mm-Stecker auf beiden Seiten erfordert.
- Digitaler Koax-Eingang oder optisch-digitaler Eingang: Da nur wenige Mainboards dies unterstützen, raten wir hiervon ab. Im Einzelfall informiert euch, ob es funktioniert. Solche Eingänge sind bei AVRs verfügbar, bei aktiven Boxensets oder Soundbars eher vereinzelt vorhanden.
- HDMI: Vor allem für einen AVR ist HDMI definitiv das Mittel der Wahl. Von der Grafikkarte aus geht es per HDMI zum AVR und von dessen HDMI-Ausgang dann zum Fernseher. Aktive Boxensets haben so gut wie nie HDMI, Soundbars hingegen haben häufig einen HDMI-Ein- und Ausgang. Einige bieten aber nur einen HDMI-Ausgang - der Sound kommt dann per ARC (Audio Return Channel) vom TV zur Soundbar, der PC ist dabei per HDMI an einem Eingang des TV angeschlossen.
Falls ihr den PC nicht direkt an einen für 4K@120Hz vorgesehen Eingang des Fernsehers anschließt, sondern einen AVR oder eine Soundbar mit HDMI Ein- und Ausgang zwischenschaltet, dann prüft am besten im Vorfeld, ob das Durchschleifen des 4K-Signals vom PC einwandfrei funktioniert - bei HDMI 1.4 wären nur 30 Hz, also effektiv 30 Bilder pro Sekunde möglich, bei HDMI 2.0 sind es zumindest 60 Hertz.
