PC-Kühlung: Unterschied Luft- und Wasserkühlung
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Die aktuelle Hitzewelle macht auch manch einem PC zu schaffen. Wir geben euch Tipps, wie ihr dafür sorgen könnt, dass euer Gaming-PC möglichst gut gekühlt wird, und erklären die Unterschiede zwischen Luft- und Wasserkühlungen und welche Komponenten man für letztere benötigt. Außerdem bieten wir eine Marktübersicht mit 50 CPU-Kühlern sowie 15 AiO-Wasserkühlungen.
Unterschied Luft- und Wasserkühlung
Mit einer guten Portion Erbsenzählerei müsste man eine Wasserkühlung eigentlich als eine Unterkategorie der Luftkühlung bezeichnen, da eine Wasserkühlung bis auf wenige Ausnahmen nicht ohne Lüfter auskommt.
Es gibt zwar passive Wasserkühlungssystem - diese sind dann aber sehr groß und ein Sonderfall. Man trennt die beiden Kühlarten aber selbst dann, wenn beide Lüfter nutzen, trotzdem, um sie klar zu kategorisieren. Das Grundprinzip einer Luft- und Wasserkühlung ist zwar ähnlich, aber es gibt entscheidende Unterschiede.
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Quelle: Scythe
Scythe Mugen 5 Rev. B
Bei einer Luftkühlung sitzt auf dem Bauteil, das man kühlen will, ein Kühlkörper. Nehmen wir als Beispiel für das Bauteil eine CPU. Der Kühlkörper nimmt die Wärme des Bauteils über eine Kontaktfläche auf, leitet sie in den oberen Bereich des Kühlkörpers weiter, wo er die Wärme an die Luft abgibt. Damit sich diese dort nicht anstaut, bläst ein am Kühler befestigter Lüfter die Luft weg. Um möglichst viel Wärme an die Luft abzugeben, haben moderne Kühler zudem viele Kühlrippen, denn so entsteht eine möglichst große Fläche mit Kontakt zur Luft, ohne dass gleichzeitig ein riesiger Kühlkörper nötig ist. Eine Wasserkühlung funktioniert sehr ähnlich, hat aber einen entscheidenden Unterschied: Das Bauteil, das die Wärme an die Luft abgibt, sitzt ein gutes Stück vom Prozessor entfernt und nennt sich Radiator. Durch den Radiator fließt Wasser, das von einer Pumpe angetrieben über Schläuche zu einem kleinen Kühlkörper gelangt, der auf der CPU sitzt. Der Kühlkörper nimmt die Wärme der CPU auf und gibt sie an das ihn durchfließende Wasser ab, das wieder zum Radiator gelangt und dort die Wärme an den Radiator abgibt. Dieser leitet die Wärme wiederum durch seine zahlreichen lammellenartigen Kühlrippen an die Luft weiter. Lüfter, die am Radiator montiert werden, blasen diese Luft dann weg. Daher ist eine Wasserkühlung am Ende eben auch ein Stückweit eine Art "Luftkühlung" - man unterscheidet aber trotzdem klar zwischen einer reinen Luftkühlung und einer Wasserkühlung.
Der Vorteil der Wasserkühlung: da der Radiator am Rand sitzt und somit nicht mit dem Mainboard oder der Grafikarte in Konflikt kommt, kann er recht groß sein (sofern das Gehäuse geeignet ist) und hat eine sehr große Kontaktfläche zur Luft. Daher kann man zwei oder mehr Lüfter am Radiator befestigen, die jeweils für sich betrachtet nur langsam drehen müssen, um die warme Luft fortzuschaffen - eine leise Kühlung ist daher in der Theorie leichter zu verwirklichen als mit einem normalen CPU-Luftkühler, bei dem in der Regel nur ein Lüfter die Arbeit verrichtet. Auch was die mögliche Wärmeenergie betrifft, die die Kühlung bewältigen kann, sind Wasserkühlungen häufig im Vorteil. Allerdings sind Wasserkühlungen relativ teuer, und gute moderne Luftkühlungen sind wiederum inzwischen so effizient, dass für Preise ab etwa 30 Euro auch schon eine sehr leise Kühlung kein Problem mehr ist. Moderne Grafikkarten haben zudem ebenfalls Kühlungen, vor allem wenn zwei oder mehr Lüfter im Spiel sind, die sehr leise arbeiten können. Der Sinn einer Wasserkühlung hält sich daher in Grenzen. Nur wer in Sachen Übertaktung ambitioniert unterwegs ist oder seine Grafikkarte quasi lautlos kühlen möchte, kann eine Wasserkühlung als Option in Betracht ziehen - jedoch muss man, sofern man nicht nur die CPU wasserkühlen will, sehr tief in den Geldbeutel greifen. Dies schildern wir auf der nächsten Seite, wo wir zugleich auch die günstigeren AiO-Wasserkühlungen ansprechen werden.
