Cooler PC trotz Hitze: Tipps, Wasser- versus Luftkühlung und Kühler-Marktübersicht

Special Antonio Funes
Cooler PC trotz Hitze: Tipps, Wasser- versus Luftkühlung und Kühler-Marktübersicht
Quelle: Corsair

Die aktuelle Hitzewelle macht auch manch einem PC zu schaffen. Wir geben euch Tipps, wie ihr dafür sorgen könnt, dass euer Gaming-PC möglichst gut gekühlt wird, und erklären die Unterschiede zwischen Luft- und Wasserkühlungen und welche Komponenten man für letztere benötigt. Außerdem bieten wir eine Marktübersicht mit 50 CPU-Kühlern sowie 15 AiO-Wasserkühlungen.

PC-Kühlung

Deutschland erlebt in diesen Tagen eine Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu etwa 40 Grad Celsius. Dabei kommt manch ein PC arg ins Schwitzen.
Wir geben euch daher in unserem Special einige Tipps für einen kühleren PC und kümmern uns insbesondere um die Frage, ob eine Luft- oder Wasserkühlung die bessere Wahl ist - dabei erklären wir auch genauer, was man für eine Wasserkühlung benötigt und was es mit genannten AiO-Wasserkühlungen auf sich hat.

Neben 15 AiO-Wasserkühlungen haben wir zudem 50 CPU-Luftkühler in einer großen Marktübersicht aufbereitet. Um eines vorweg zu schicken: Richtige Sorgen um Hitzeschäden muss man sich mit einem aktuellen, modernen PC nicht machen, denn bei zu hohen Temperaturen schaltet sich der PC ab oder taktet seine Komponenten herunter. Mit einer guten Kühlung verhindert man dies aber und sorgt zugleich für einen leiseren Betrieb. Wir möchten Euch bei der Gelegenheit auch auf unser Special zum Thema Gehäuse (mit Marktübersicht) vom 18. Mai hinweisen, in dem wir zu Beginn einige Tipps für ein gut durchdachtes Lüftungskonzept und mehr geben - auch dies hilft neben den gleich folgenden Tipps, den PC möglichst kühl zu halten.

Grundsätzliche Kühltipps

Auch ohne Geld in die Hand zu nehmen, etwas für einen kühleren PC tun. Dies beginnt mit dem Zimmer: Lüftet nachts gut durch, am Tag schließt ihr dafür (falls vorhanden) die Rollläden oder nutzt Jalousien oder Vorhänge.

Luftströme am Beispiel eines Thermaltake Versa H35, falls man dabei alle Lüfterplätze belegt. Quelle: Thermaltake Luftströme am Beispiel eines Thermaltake Versa H35, falls man dabei alle Lüfterplätze belegt. Ein Ventilator verringert zwar nicht die Temperaturen, aber er kann die Luft besser verteilen, so dass es um den PC herum kühler als ohne Ventilator sein kann. Wichtig ist auch der Standort: Brät der Rechenknecht große Teile des Tages über in der Sonne, wird er natürlich wärmer als wenn er an einem schattigen Plätzchen steht. Falls es keinen Platz gibt, an dem der PC ständig im Schatten ist, dann beachtet dabei auch den Tagesverlauf der Sonne: Wenn ihr meistens eher erst ab dem späten Nachmittag an eurem PC sitzt ist es natürlich, wenn der PC morgens in der Sonne ist, aber ab Nachmittag im Schatten. Nicht unwichtig ist auch das, was den PC umgibt. Eine schwarze Schreibtischplatte heizt sich und auch die umgebende Luft beispielsweise mehr auf als eine Schreibtischplatte aus hellem Holz. Ebenfalls zum Themenbereich Standort gehört die Frage, wie viel Luft der PC bekommt. Zum einen muss genug Luft von vorne zum PC gelangen, da der PC von vorne frische Luft zieht. Zum anderen muss aber die warme Luft auch nach hinten entweichen können, ohne sich anzustauen. Den PC sollte man also nicht in ein Schreibtischfach und dabei sogar noch so weit wie möglich nach hinten stellen, vor allem wenn das Fach oben auch noch geschlossen ist.

MIt 180 Watt TDP Klassifizierung für unter 30 Euro Xilence M704 Quelle: Xilence MIt 180 Watt TDP Klassifizierung für unter 30 Euro Xilence M704 Optimal sind zusätzlich zum Platzbedarf der Kabel mindestens weitere fünf Zentimeter Abstand zur Wand sowie über dem PC möglichst viel Freiraum. Unbedingt sollte auch die Möglichkeit vorhanden sein, dass die warme aus dem PC kommende Luft ungehindert nach oben abfließen kann. Eine weitere Maßnahme ist das Saubermachen des PCs - siehe dazu auch unser Special vom April. Denn im Laufe der Zeit kann sich so viel Staub ansammeln, der unnötigerweise der Belüftung die Arbeit erschwert. Wer will, der sollte durchaus einige Euro investieren und bei dieser Gelegenheit auch die Wärmeleitpaste des CPU-Kühlers erneuert, sofern dies in den letzten zwei bis drei Jahren noch nicht erfolgt ist. Eine teure Paste ist dabei nicht zwingend nötig, wir empfehlen aber auch nicht zu sehr zu sparen - eine Wärmeleitpaste für etwa drei bis sechs Euro für drei bis fünf Gramm leistet sehr gute Arbeit und reicht auch für ein mehrfaches Erneuern der Paste gut aus. Sollte der CPU-Kühler mehr als fünf bis sechs Jahre alt oder bisher ohnehin nur ein Standardkühler sein, dann wäre auch eine Neuanschaffung des CPU-Kühlers eine gute Option - hierbei hilft Euch unsere Marktübersicht mit CPU-Kühlern, die später noch folgt. Zuerst wenden wir uns aber der Frage zu, ob eine Luft- oder eine Wasserkühlung die bessere Wahl ist.

  1. Seite 1 PC-Kühlung: Einleitung und grundsätzliche Tipps
  2. Seite 2 PC-Kühlung: Unterschied Luft- und Wasserkühlung
  3. Seite 3 PC-Kühlung: Wasserkühlung zusammenstellen und Marktübersicht AiO-Wasserkühlungen
  4. Seite 4 PC-Kühlung: Marktübersicht mit 50 CPU-Kühlern
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