Mehr FPS dank Upscaling: Wir erklären DLSS, FSR, XeSS und deren Hintergründe

Special Antonio Funes
Mehr FPS dank Upscaling: Wir erklären DLSS, FSR, XeSS und deren Hintergründe
Quelle: Nvidia

Mit Upscaling sind in Spielen mehr FPS drin. Wir erklären Funktionsweisen und geben Praxistipps zu DLSS, FSR und XeSS sowie weiteren Grafik-Features.

Wo es früher nur wenige Begriffe gab, die man als Spieler kennen sollte, um die Grafikoptionen in Spielen zu verstehen, gibt es mittlerweile etliche Features und Techniken rund um 3D-Spielgrafik. Zum Teil sind dies auch Dinge mit sehr ähnlichen oder identischen Funktionen, die es jeweils als Varianten von AMD und Nvidia oder auch Intel gibt.

Nun könnte man denken, dass dies die Sache noch komplizierter macht - doch in der Praxis ist oftmals das Gegenteil der Fall. Das Zauberwort heißt Upscaling und sorgt dafür, dass Grafikmodi oder Auflösungen, die euren PC eigentlich überfordern, doch flüssig laufen können und ihr euch nicht mehr zwingend mit dem Feilen an kleinen Optionsschrauben beschäftigen müsst

Moderne Upscaling-Techniken, die vor allem dann helfen, wenn der PC nur ein klein wenig einem flüssigen Spielerlebnis hinterherhinkt, sind dabei Nvidia DLSS, AMD FSR und Intel XeSS

Diese Upscaling-Features können Entwickler in ihre Games einbauen, sodass ihr sie im Grafikmenü aktivieren könnt. Teilweise sind sie schon bei den Standardeinstellungen des Spiels aktiv oder werden bei bestimmten Detailmodi automatisch eingeschaltet.

Wir schildern euch heute Details zu den drei Upscaling-Techniken, erklären dabei auch die Historie und Grundlagen. Wir geben euch am Schluss auch noch ein paar Praxistipps und gehen auf weitere Sonderfunktionen wie Reflex oder Anti-Lag ein.

Modernes Upsaling: So funktioniert es

Gamer spielen immer häufiger mindestens bei WQHD (2560x1440 Pixel) oder gar in 4K/UHD (3840x2160 Pixel) oder in der beliebten Breitbild-Auflösung 3440x1440 Pixel.

Dies erfordert aber eine leistungsfähige Grafikkarte, vor allem bei Detailstufen, die über niedrige oder mittlere Details hinausgehen. Dank Upscaling sind bei vielen Szenarien deutlich mehr FPS drin als ohne Upscaling, sodass nicht nur teure Oberklasse- oder Top-Grafikkarten, sondern auch Mittelklasse-GPUs hohe Details bei WQHD oder gar 4K flüssig berechnen können.

Je nach Szene oder Game können mit Upscaling allerdings kleine Grafikfehler vorkommen, zu denen wir später noch einen Screenshot-Vergleich anbieten. Dies liegt an der Funktionsweise der modernen Techniken, bei denen - wie das Wort schon sagt - der PC das berechnete Bild auf eine höhere Auflösung hochskaliert, also hochrechnet.

Logischerweise dient als Basis hierfür ein Bild mit einer geringeren Auflösung als das, das dem späteren Ziel entspricht. Der Clou bei der Sache ist, dass die Basis-Bildberechnung in der deutlich geringeren Auflösung dafür sorgt, dass der PC eine Menge an zusätzlichen FPS für das Spiel erzeugen kann im Vergleich zu der Berechnung ohne Upscaling in der Zielauflösung.

Gigabyte GeForce RTX 4070 Eagle OC Quelle: Gigabyte Mittelklasse-GPUs wie die Nvidia GeForce RTX 4070 (hier ein Modell der Eagle-Serie von Gigabyte) stellen dank Upscaling oft sogar 4K-Spiele flüssig dar. Damit man Ende als Spieler die Spielegrafik dann doch in der nativen Auflösung auf dem Bildschirm zur Verfügung hat, greift das Upscaling ein, welches von der Grundidee her auf einer Kantenglättung per Super Sampling basiert.

Mit den modernen Varianten Nvidia DLSS, AMD FSR oder Intel Xess geschieht das Hochskalieren dank effizienter Algorithmen mit so wenig Rechenaufwand, dass die gewonnenen FPS zum weitaus größten Teil erhalten bleiben. Da die Techniken aber nicht alles zu 100 Prozent perfekt darstellen können, gibt es die besagten möglichen kleineren Bildfehler oder unscharfe Stellen.

Vor allem bei DLSS und in der Regel auch bei FSR halten sich diese Fehler aber sehr in Grenzen und fallen meistens beim Spielen nicht auf. Zum Teil sind sie sogar bei Standbildvergleichen nicht oder kaum zu sehen oder könnten genauso gut auch eine "natürliche" Unschärfe sein. Es gibt sogar Fälle, in denen das Upscaling (fälschlicherweise) zum Beispiel in Pfützen für schärfere Reflexionen sorgt als bei der Berechnung auf klassische Art.

  1. Seite 1 Upscaling-Techniken: So funktionieren DLSS, FSR und XeSS
  2. Seite 2 Upscaling-Techniken: Die Historie von DLSS und FSR
  3. Seite 3 Upscaling-Techniken: XeSS und Tipps zur Anwendung von Upscaling
  4. Seite 4 Upscaling-Techniken: Reflex, Frame Generation, Anti-Lag und Fluid Motion Frames
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