Gaming-Notebooks: Leistungseinschätzung von GPUs und CPUs

Special Antonio Funes
Gaming-Notebooks: Leistungseinschätzung von GPUs und CPUs
Quelle: MSI

Wegen der hohen Grafikkarten-Preise ist ein PC-Kauf aktuell enorm teuer. Eine echte Alternative kann ein Notebook sein, da es hier immer wieder Modelle gibt, die in Sachen Preis-Leistung sehr attraktiv sind. Wir schauen auf die Vor- und Nachteile von Notebooks, mobile Grafikkarten und bieten eine Marktübersicht mit über 50 Notebooks und Notebook-Modellreihen.

Leistung und mobile CPUs sowie Grafikkarten

Wer sich bei Desktop-PCs auskennt, wird möglicherweise Probleme damit haben, die Die Leistung eines Gaming-Notebooks genauer einzuschätzen. Denn sowohl die CPUs als auch die Grafikkarten sind anders gestaltet als bei Desktop-PCs, obwohl die Namen oder Namensstrukturen sehr ähnlich sind. Bei CPUs ist der Basistakt meist sehr gering - nur dann, wenn wirklich Power benötigt wird, geht der Takt dann nach oben. Den winzigen Basistakt kennt man auch von stromsparenden Versionen der Desktop-CPUs, die aber nicht so oft im Fokus stehen, wenn man sich als Gamer einen neuen PC sucht oder den vorhandenen PC aufrüstet. Aufpassen muss man schon beim CPU-Namen: Bei Notebook-CPUs haben zum Beispiel viele aktuelle Intel Core i7-Modelle nur vier Kerne - bei den Desktop-Modellen ist schon seit dem Sockel 1151 v2 ein Minimum von sechs Kernen vorhanden. Doch die CPU ist für Gaming ohnehin nicht ganz so wichtig - ein Core i5 oder höher beziehungsweise bei AMD eine Ryzen 5 oder höher reicht bei einem Gaming-Notebook für alle Games aus, sofern die GPU stark genug ist. Aber die GPU respektive Grafikkarte ist ein Problem, wenn es um die Leistungseinschätzung geht.

Prinzipiell könnte man dank der derzeit sehr effizienten Nvidia-GPUs (AMD spielt aktuell bei Notebooks keine Rolle) eine Desktop-GPU ohne eine Änderung in ein Notebook einbauen. Die Kühlung wäre zwar schwierig, aber möglich. Damit es aber auch auf Dauer unproblematisch bleibt, nutzen die Hersteller leicht abgespeckte Versionen der Desktop-GPUs.

Eine mobile Grafikkarte wie die Nvidia GeForce GTX 1660 Ti oder RTX 3060 oder RTX 3070 ist also in aller Regel ein wenig langsamer als eine Desktop-Version der gleichnamigen Modelle, erst recht dann, wenn die Desktop-Variante im Vergleich zum Nvidia-Referenzmodell übertaktet ist. Hinzu kommen aber auch Fälle, in denen ein Hersteller zugunsten eines leiseren Betriebs die Notebook-GPU nicht nur ein wenig, sondern merkbar ausbremst, indem er vergleichsweise niedrige Taktwerte nutzt. Mit der RTX 2000er-Serie gibt es zudem noch immer einige Notebooks im Handel, von denen einige GPUs das Kürzel Max-Q haben - diese Grafikkarten sind dann abermals ein wenig langsamer. Eine mobile Nvidia GeForce RTX 2070 ist also langsamer als eine Desktop-RTX 2070, und die RTX 2070 Max-Q ist abermals ein wenig darunter anzusiedeln. Eine gute Anlaufstelle für die Leistungseinschätzung von Notebooks ist die Website Notebookcheck. Hier sind für die gängigen Grafikkarten zahlreiche Benchmarkergebnisse zu finden - und diese zeigen, wie breit die Schwankungen sein können. So sieht man beispielsweise für die mobile Nvidia GeForce RTX 3060 Benchmarkergebnisse mit vielen synthetischen Benchmarks sowie weiter unten auch zahlreiche Gaming-Benchmarks.

Bei vielen der Benchmarks seht ihr für eine bestimmte Detailstufe oftmals zwei oder mehr Ergebnisse - um euch ein Beispiel für das zu geben, worauf wie hinauswollen: Scrollt herunter bis zu den Werten zu Far Cry 6. Hier sind 69, 70 und 85 FPS bei maximalen Details sowie 75, 75 und 97 FPS bei hohen Details als Ergebnis zu sehen. Die besonders hohen Werte kamen mit einem Ryzen 9 zustande, die beiden anderen mit einem Core i7 oder Ryzen 7. Das zeigt, wie stark die CPU bei einem Notebook das Ergebnis beeinflussen kann. Daher raten wir für einen Vergleich, eher die Ergebnisse bei minimalen oder mittleren Details zu betrachten, da hier die CPU den geringeren Einfluss hat. Folgende GPUs sind aktuell für Gaming geeignet und werden in Notebooks verwendet, die ihr aktuell im Handel findet, und zwar links die älteren GPU-Reihen, rechts die aktuellen RTX 3000er-Serien mit dem Hinweis, dass die RTX 3050 Ti in etwa zwischen einer GTX 1660 Ti Max-Q und GTX 1660 Ti einzuordnen ist:

Ältere GPU-Reihen in Notebooks ab Lieferbare Modelle   Aktuelle GPU-Reihen in Notebooks ab Lieferbare Modelle
GTX 1660 Ti (Max-Q) 950 Euro über 10   RTX 3050 Ti 800 Euro über 50
RTX 2060 (Max-Q) 930 Euro über 20   RTX 3060 980 Euro über 120
RTX 2070 (Max-Q) 1150 Euro über 15   RTX 3070 1300 Euro über 80
RTX 2070 Super (Max-Q) 1400 Euro über 10   RTX 3080 1800 Euro über 40

Der Preis bezieht sich auf das aktuell günstigste Notebook, das wir mit der entsprechenden Grafikkarte im Handel bei einem uns bekannten, etablierten Shop finden konnten. Die RTX 2080-Serien tauchen in unserer Tabelle nicht auf, da es sie nur noch vereinzelt in Notebooks gibt, dann aber für viel zu hohe Preise.

  1. Seite 1 Gaming-Notebooks: Ersatz für Grafikkarten-Kauf und Vorteile
  2. Seite 2 Gaming-Notebooks: Die Nachteile
  3. Seite 3 Gaming-Notebooks: Leistungseinschätzung von GPUs und CPUs
  4. Seite 4 Gaming-Notebooks: Große Marktübersicht
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk