Gaming-Notebooks: Die Nachteile

Special Antonio Funes
Gaming-Notebooks: Die Nachteile
Quelle: MSI

Wegen der hohen Grafikkarten-Preise ist ein PC-Kauf aktuell enorm teuer. Eine echte Alternative kann ein Notebook sein, da es hier immer wieder Modelle gibt, die in Sachen Preis-Leistung sehr attraktiv sind. Wir schauen auf die Vor- und Nachteile von Notebooks, mobile Grafikkarten und bieten eine Marktübersicht mit über 50 Notebooks und Notebook-Modellreihen.

Was gegen ein Notebook spricht

Die Nachteile von Notebooks sind vielfältig und vor allem für Gamer nicht unwichtig. Wir haben weiter unten drei wichtige Punkte für euch ein wenig genauer erläutert. Es geht um die mangelnde Erweiterbarkeit, Reparaturen und die Lautstärke der Lüftung. Außerdem möchten wir zu Beginn das Thema Platzersparnis, die ja ein Vorteil sein kann, ein wenig relativieren. Denn ja: Ein Notebook braucht an sich weniger Platz als ein Desktop-PC. Wenn manch einer dies allein als Grund dafür nimmt, sich keinen Desktop-PC anzuschaffen, sollte man aber vor allem als Gamer genauer hinsehen. Die Standfläche, wenn man eine Maus benutzt, ist nämlich am Ende nicht kleiner als bei einem PC mit einer Gaming-Tastatur plus Maus. Einen Monitor wiederum kann man, falls es wirklich Platzprobleme auf dem Tisch geben sollte, flach an eine Wand montieren. Und der eigentliche PC braucht zwar in der Regel eine Standfläche von etwa 50 mal 20 Zentimetern und in der Höhe etwa 50 bis 60 Zentimeter Raum - so eine Stelle findet sich aber in aller Regel immer in der Nähe des Tisches oder unter dem Tisch, ohne dass der PC irgendetwas anderem den Platz wegnimmt.

Doch was sind nun die Dinge, die echte Nachteile bei einem Notebook sein können? Wir fassen zusammen:

  • Mangelnde Erweiterbarkeit: Durch die sehr kompakte Bauweise, bei denen die Hersteller auch eigene Anpassungen an vielen Bauteilen vornehmen können, gibt es im Grunde genommen keine Chance, ein Notebook leistungsrelevant aufzurüsten. Bei einem Desktop-PC kann man mit einer neuen Grafikkarte den PC wieder für alle neuen Games fit machen, sofern die CPU nicht uralt ist. Bei einem Notebook kann es aber schon nach zwei bis drei Jahren passieren, dass man in die Röhre schaut: Selbst wenn die CPU eigentlich noch gut genug wäre, um auch die neuesten Games auf maximalen Details darzustellen, ist die Grafikkarte, die beim Notebookkauf noch "Mittelklasse" war, vielleicht schon auf mittleren Details überfordert. Eine neue Notebook-Grafikkarte wird man aber nicht separat bekommen, um das Notebook aufzurüsten. Auch bei CPUs ist es schwer oder lohnt sich nicht. RAM und Speicherplatz hingegen kann man bei den meisten Notebooks erweitern.
  • Teure Reparatur: Dieser Punkt ergibt sich aus der mangelnden Erweiterbarkeit. Sollte die Grafikkarte einen Defekt haben, ist es im Grunde genommen nicht möglich, das Notebook zu retten. Auch ein Display- oder Mainboard-Wechsel ist schwierig oder falls möglich, sehr teuer. Dinge wie die Tastatur sind ebenfalls je nach Hersteller kaum zu retten, sofern es sich nicht um ein noch sehr aktuelles Notebook-Modell handelt. Bei einem PC hingegen kann man jedes Bauteil ersetzen, und nur selten lohnt sich dies nicht - zum Beispiel, kann es bei einem PC gut sein, fals eine CPU nach zwei bis drei Jahren kaputtgeht, dass ein CPU-Neukauf zwar möglich ist, man aber lieber direkt den Sockel wechselt, also CPU und Mainboard sowie eventuell RAM neu kauft.
  • Lautstärke: Moderne Notebooks haben meistens ein Gehäuse, das gerade einmal ein bis zwei Zentimeter dick ist. Daher ist es logisch, dass die Kühlung viel schwieriger als bei einem Desktop-PC ist, bei dem um die Grafikkarte herum viel vorhanden Freiraum ist. Auch ein CPU-Kühler, der so groß ist, als würde man 10 Ritter Sport-Schokoladentafeln stapeln, ist bei einem PC kein Problem, bei einem Notebook aber unmöglich. Dies hat zur Folge, dass die Kühlung bei einem Gaming-Notebook enorm schwierig ist - trotzdem schaffen es die Hersteller, unter anderem auch mit angepassten Taktwerten. Der Preis dafür ist aber, dass Gaming-Notebooks trotz relativ niedriger Taktwerte bei Last eine sehr laute Lüftung haben. Denn es werden kleine und flache Lüfter benutzt, die sich sehr schnell drehen müssen. Je nach Notebook-Modell kann die Lüftung aber trotzdem so gestaltet sein, dass sie nicht zu sehr stört. Vor allem die Art des Geräusches kann individuell so wahrgenommen werden, dass man die Lüftung nach einer Eingewöhnungsphase kaum mehr bemerkt.

Früher war auch der Preis ein klarer Nachteil. Denn für den Preis eines spielefähigen Notebooks hätte man oftmals einen gleichstarken PC plus noch ein Office-Notebook oben drauf kaufen können. Inzwischen, wegen der zuvor schon genannten Grafikkartenkrise, kann ein Notebook aber in der Tat eine gute Alternative zu einem PC-Kauf sein. Nicht unbedingt ein klarer Nachteil, aber ein die Kaufentscheidung erschwerender Faktor ist das Einschätzen der Gaming-Leistung bei einem Notebook. Dazu kommen wir auf der nächsten Seite.

  1. Seite 1 Gaming-Notebooks: Ersatz für Grafikkarten-Kauf und Vorteile
  2. Seite 2 Gaming-Notebooks: Die Nachteile
  3. Seite 3 Gaming-Notebooks: Leistungseinschätzung von GPUs und CPUs
  4. Seite 4 Gaming-Notebooks: Große Marktübersicht
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