Stromspar-PC: Kosten durch ineffiziente Bauteile; Vergleich zu Spielekonsolen
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WIr schauen uns zum Thema Stromkosten an, welche Grafikkarten zu empfehlen sind und bieten drei effiziente Beispiel-PCs plus einen Blick auf Spielekonsolen.
Vergleich: Effiizente versus ineffiziente PCs
Bei allen drei PCs könnten wir bei der CPU und Grafikkarte ähnlich starke Alternativen nehmen, die aber mehr Strom benötigen. Zudem könnten wir beim Netzteil auf billige Modelle zurückgreifen und nicht auf die Effizienz achten. Und auch bei den Lüftern, obwohl selbst unser günstiger Arctic-Lüfter bereits sehr stromeffizient ist, kann ein Kauf, ohne auf die Details zu achten die ein oder andere Kilowattstunde an Strom mehr kosten, da etliche Lüfter zwei oder mehr Watt Strom statt nur einem Watt benötigen.
Beim Einsteiger-PC gibt es bei der CPU keine relevanten Unterschiede, wenn man einen anderen, ähnlich starken Prozessor kauft. Bei der Grafikkarte sorgt der Griff zu einer Nvidia GeForce RTX 3060 für 25 Watt mehr Strombedarf beim Gaming. Statt des BitFenix-Netzteils (90 Prozent Effizienz) nehmen wir das EVGA W1 500 (83 Prozent Effizienz). In der Mittelklasse entscheiden wir uns für einen Intel Core i5-12600K, der 12 Watt mehr Strom als der AMD Ryzen 7 5700X braucht. Bei der Grafikkarte sorgt der Griff zu einer AMD Radeon RX 6800 für nur fünf Watt Mehrverbrauch. Statt des teuren Seasonic-Netzteils (Effizienz 91 Prozent) nehmen wir ein Xilence Performance C XP700R6 mit 550 Watt (Effizienz 82 Prozent).
In diesem Artikel
- Seite 1 Stromspar-PC: Grafikkarten und ihr Strombedarf
- Seite 2 Stromspar-PC: Grafikkarten Preis-Leistung und Stromkosten
- Seite 3 Stromspar-PC: Drei effiziente Beispiel-PCs und deren Stromkosten
- Seite 4 Stromspar-PC: Kosten durch ineffiziente Bauteile; Vergleich zu Spielekonsolen
- Seite 5 Bildergalerie
Für unseren Oberklasse beziehungsweise High-End-PC wählen wie den Ryzen 9 5900X statt des Intel Core i7-12700KF, was uns 8 Watt mehr Strombedarf kostet. Die GeForce RTX 3080 anstelle der Radeon RX 6800 XT sorgt für 25 Watt mehr Strombedarf. Statt 92 Prozent Effizienz für das Thermaltake ToughPower Platinum mit 650 Watt haben wir mit dem TR2 S (700 Watt) desselben Herstellers eine Effizienz von nur 86 Prozent.
Quelle: PC Games Hardware
Ein Seasonic Focus Gold in der PCGH-Edition
Würden wir es bei den Netzteilen bei den effizienten Modellen belassen, dann wäre der Strombedarf prozentual gesehen bereits um 12,4 Prozent, 6,5 Prozent und 8,6 Prozent höher (Einsteiger-, Mittelklasse- und Oberklasse-PC). Inklusive der Netzteile werden die Kosten aber deutlicher ansteigen - nämlich 22 Prozent beim Einsteiger-PC, 17 Prozent beim Mittelklasse-PC und 14 Prozent beim Top-PC.
Außerhalb von Gaming kann man mit einem Euro Mehrkosten pro Stunde rechnen, die man den PC im Schnitt täglich nutzt. Ihr seht also, dass ihr selbst dann, wenn ihr nach drei Jahren alle Bauteile wieder wechselt, viel Geld sparen könnt.
Aktuell sind oftmals ohnehin die für ihre Leistung günstigere CPUs und Grafikkarten auch die stromsparenderen - aber vor allem für Netzteile gilt: Wer hier zu sehr spart, zahlt am Ende drauf. Zur Veranschaulichung hier die Jahreskosten und jährlichen Mehrkosten der ineffizienten PCs im Vergleich zu den effizienteren PCs:
| PC: Strombedarf mit ineffizientem Netzteil | Gaming 1h | Mehrkosten | Gaming 2h | Mehrkosten | Gaming 3h | Mehrkosten | Gaming 4h | Mehrkosten | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einsteiger-PC für 730 Euro, c.a. 294 statt 241 Watt | 32 € | 6 € | 64 € | 12 € | 97 € | 17 € | 129 € | 23 € | |||
| Mittelklasse-PC für 1260 Euro, c.a. 402 statt 344 Watt | 44 € | 6 € | 88 € | 13 € | 132 € | 19 € | 176 € | 26 € | |||
| Oberklasse-PC für 1945 Euro, c.a. 528 statt 464 Watt | 58 € | 7 € | 116 € | 14 € | 173 € | 21 € | 231 € | 28 € |
Was die Gesamtpreise der PCs angeht, so sind derzeit die stromhungrigeren Grafikkarten sogar teurer, die ineffizienten Netzteile aber günstiger. Daher haben wir die Preise auf dem Level der effizienten PC-Varianten belassen..
Spielekonsolen zum Stromsparen
Einen letzten Vergleich wollen wir nicht außen vorlassen: Spielekonsolen. Aus eigener Erfahrung weiß unser Autor, dass die Grafik der aktuellen Playstation 5 und Xbox Series X (mindestens) einem ordentlichen Mittelklasse-PC entspricht. Für 500 Euro steht also quasi ein kleiner Gaming-PC in eurem Wohnzimmer, und wer ohnehin hauptsächlich Gaming betreibt sowie Videostreams anschaut, wird auch wenig im Vergleich zu einem PC vermissen.
Doch wie viel Strom braucht eine Playstation 5 oder Xbox One Series X? Eine klare Aussage ist schwierig, da es je nach Spiel enorm schwanken kann und man als Spieler auch je nach Grafikoptionen einen Einfluss auf den Strombedarf hat.
Man kann aber von 160 bis gut 200 Watt ausgehen, in Spitzen auch mal 220 Watt. Somit sind die Kosten unterhalb unseres Einsteiger-PCs - wer der Strombedarf also wichtig findet und auf manch ein Spiel verzichten kann, das es zwar für den PC, aber nicht für die in Frage kommende Konsole gibt, findet in einer Playstation 5 oder Xbox Series X im Vergleich zu einem PC eine gute Alternative anstelle eines PC-Upgrades oder -Neukaufs.
