Cloudgaming: Tipps für eine bessere Latenz
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Nachdem Nvidia zu GeForce Now eine neue, im Dezember startende Abo-Option mit GeForce RTX 3080-Power ankündigte, ist Cloudgaming wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Doch was ist Cloudgaming? Was sollte man beachten? Und wie funktionieren die vier bekannten Services GeForce Now, Google Stadia, Xbox Game Pass Cloudgaming und Playstation Now?
Mittel für eine bessere Latenz
Der Grund für einen hohen Ping liegt oftmals zum größeren Teil beim Nutzer. Wichtig ist daher, dass ihr euren Internetzugang optimiert. Eine hohe Bandbreite ist nur die Grundvoraussetzung - allerdings nutzt selbst eine Bandbreite, die zwei Dutzend 4K-Streams parallel stemmen kann, rein gar nichts, wenn der Ping nicht niedrig ist. Ein Faktor kann die Technik sein, wobei moderne Router an sich keinen Nachteil verantworten sollten. Es ist auch denkbar, dass euer Haushalt relativ weit von einem Knotenpunkt des Internetanbieters weg ist und es daher eine etwas größere Latenz gibt.
In diesem Artikel
- Seite 1 Cloudgaming: Funktionsweise., Vor- und Nachteile
- Seite 2 Cloudgaming: Latenz durch denn Umweg Internet
- Seite 3 Cloudgaming: Tipps für eine bessere Latenz
- Seite 4 Cloudgaming: GeForce Now und Google Stadia
- Seite 5 Cloudgaming: Xbox Game Pass, Playstation Now und ein Fazit
- Seite 6 Bildergalerie
Ebenso ist es möglich, dass durch die Art des Internetzugangs auch Nachbarn eure Leitung negativ beeinflussen - dies kann bei Internet per Kabel-TV-Anschluss der Fall sein. WLAN ist ebenso ein möglicher Verzögerer, wobei moderne Standards eine sehr geringe Latenz haben, sofern das Routersignal gut beim Endgerät ankommt.
Ein oft übersehenes Problem sind aber andere Geräte im eigenen Netzwerk: Schaut ihr oder ein Mitbewohner beispielsweise nebenbei noch eine Serie als Videostream, streiten sich quasi dieser Stream und euer Cloudgaming-Stream darum, wer als Nächstes den sofortigen Zugriff auf das Internet hat. Ebenso kann ein Download stören, den ihr parallel durchführt - vielleicht zieht ja euer Smartphone gerade ein Update? Dies alles führt dann selbst dann, wenn die Bandbreite des Internetzugangs locker für alle Datenströme ausreicht, zu kurzeitig hohen Pingwerten, so dass das Spiel ruckelt oder das Bild mit einer klar spürbaren Verzögerung ankommt. Abhilfe schafft hier ein Router, der priorisieren kann.
Dem Spiele-Gerät wird dann die höchste Priorität gewährt. Für den Serien-Fan wiederum gibt es deswegen keinen Nachteil: Sein Videostream startet einfach etwas später, so dass ein Puffer entsteht - wenn der Stream dann mal kurz keine Daten bekommt, weil der Cloudgaming-Stream Vorfahrt hat, sind genug Daten im Puffer. Der Puffer wiederum wird immer wieder nachgefüllt, wenn wiederum der Cloudgaming-Stream etwas weniger an Datenverkehr verursacht. Für Downloads gilt: Es gibt immer mehr Netzwerk-Tools, die am gleichen PC auch einzelnen Programmen Vorrang gewähren - ihr könntet also dem Cloudgaming- Programm oder dem Browser (einige Cloudservices lassen sich per Internetbrowser nutzen) die höchste Priorität geben. Wir fassen die Tipps für eine möglichst optimale Internetleitung zwecks Cloudgaming, aber auch zwecks Onlinegaming zusammen:
- Priorisiert euer Spiele-Gerät über den Router, wenn möglich. Eventuell lohnt sich ein neuer, moderner Router, der dies unterstützt.
- Vermeidet anderen, gleichzeitig stattfindenden Internet-Traffic, auch am Spiele-Gerät
- Falls ihr WLAN nutzt, obwohl auch eine Kabelverbindung möglich wäre, dann vergleicht beide Internetzugangsoptionen, auch was den Ping angeht. Ein Richtwert: Sollte es per Kabel mindestens 10 Millisekunden besser aussehen, solltet ihr lieber die Kabelverbindung nutzen.
- Bei sehr hohen Ping-Werten, die womöglich je nach Tageszeit schwanken, solltet ihr eure allgemeine Internetleitung unter die Lupe nehmen: Wie schnell ist euer Anschluss? Sind alle Kabel in Ordnung, gegebenenfalls auch die in den Wänden und im Keller? Welche Art von Internetzugang habt ihr? Gibt es Alternativen?
Doch welche Cloudgaming-Möglichkeiten gibt es aktuell? Zum einen gibt es Anbieter, die euch einfach nur Hardware stundenweise oder auch für ein bestimmtes Stundenkontingent pro Monat vermieten, damit ihr diese über einen Internetzugang nutzt. Spiele installiert ihr dann auf dem gemieteten Speicherplatz, und welche Hardware-Power ihr benötigt, müsst ihr selbst einschätzen. Cloudgaming-Angebote, bei denen Spiele mit dabei sind, gibt es zum Beispiel auch von der Telekom (Magenta Gaming) oder in Form des Cloudgaming-Dienstes Vortex. Auf der nächsten Seite wollen wir die vier wohl bekanntesten Anbieter genauer vorstellen: GeForce Now, Google Stadia, Playstation Now und den Xbox Game Pass.
