Gaming-PC: Budget gut verteilen
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PC-Spiele erfreuen sich derzeit einer großen Beliebtheit, nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie. Viele kaufen sich daher nach einer längeren Gaming-Pause oder auch zum aller ersten Mal einen Gaming-PC - und der muss nicht mehr als 1000 Euro kosten. Wir geben Tipps zur Zusammenstellung und schlagen euch vier PCs von 515 bis 980 Euro zum Selbst-Zusammenbauen vor.
Budget ausgeben: Leistung oder Qualität?
Beim Zusammenstellen eines PCs kann man vom vorhandenen Budget alles in die Leistung des PCs stecken. Dies bedeutet, dass man bis auf die CPU und Grafikkarte die jeweils billigsten Komponenten kauft und auch beim Festplatten- beziehungsweise SSD-Speicher nicht mehr Kapazität als zwingend nötig wählt. Durch die billige Basis des PCs hat man dann vergleichsweise viel Geld für die CPU und Grafikkarte übrig.
In diesem Artikel
Unsere Beispielrechnung für die Basis-Komponenten für CPUs mit AMDs Sockel AM4 (Ryzen 1000er bis 3000er-CPUs): Gehäuse 30 Euro, Netzteil 40 Euro, Mainboard 45 Euro, 16GB RAM 55 Euro, eine Festplatte mit 1000GB oder eine SSD mit 480GB Kapazität 50 Euro. Als CPU-Kühler verwendet man den, der bei der CPU mitgeliefert wird. Das macht zusammen 220 Euro. Bei 500 Euro Budget haben wir also 280 Euro für die Grafikkarte und CPU übrig. Die reicht beispielsweise für einen Ryzen 5 3100 und eine AMD RX 5500 XT (8GB), was schon recht ordentlich ist. Bei 700 Euro Budget sind es entsprechend 480 Euro. Bei 900 Euro bereits 680 Euro - hier wäre dann sogar eine Kombination aus einem Ryzen 5 3600 für 170 Euro (selbst viel teurere CPUs sind in Spielen nur wenige stärker) und einer Nvidia GeForce RTX 2070 Super drin.
Quelle: PC Games Hardware
Eine Grafikkarte wie die Nvidia RTX 2080 Super (hier von Asus) kostet ab etwa 690 Euro - zu diesem Preis bekommt man bereits einen kompletten PC, der moderne Spiele gut in Full-HD darstellen kann.
Allerdings sollte man lieber etwas mehr in die Basis investieren und nicht die aller billigsten Lösungen wählen. Vor allem: Je mehr man für CPU und Grafikkarte ausgibt, desto eher sollte auch das Drumherum ein wenig hochwertiger sein. Das soll nicht heißen, dass man für eine 400-Euro-Grafikkarte ein PC-Gehäuse für 120 Euro, ein Netzteil für 90 Euro und ein Mainboard für 200 Euro kaufen sollte. Aber etwas mehr auszugeben als für den Fall, dass man nur 500 Euro Gesamtbudget hat, darf man durchaus. Ein etwas hochwertigeres Gehäuse vereinfacht den Einbau der Hardware und sorgt für eine leisere Lüftung. Ein besseres Mainboard für 70 bis 90 Euro bietet mehr Optionen und bekommt im Zweifel die bessere Software-Versorgung als ein Modell für unter 50 Euro. Ein ordentliches Netzteil arbeitet effizienter und leiser, und auch ein separater CPU-Kühler für 25 bis 35 Euro macht sich durch einen leiseren Betrieb bei Last bezahlt.
Für unsere PC-Vorschläge heißt dies: Bei den besonders günstigen PCs ist für die Basis des PCs eher die Sparflamme aktiv, wobei wir nicht ganz so billige Bauteile verwenden werden wie in unserem weiter oben gerade berechneten Beispiel. Bei den PCs, die sich dem vierstelligen Bereich nähern, werden wir in Sachen Gehäuse, Mainboard und Co sowie auch beim Speicherplatz (SSD und Festplatte) ein wenig mehr ausgeben. Trotzdem bleiben wir in Sachen Preis-Leistung in einem sehr guten Bereich und gehen bei weitem nicht den Bereich von Luxux-Komponenten hinein. Auf den nächsten beiden Seiten findet ihr nun unsere PC-Zusammenstellungen von 500 bis 1000 Euro, genauer gesagt etwas unter 1000 Euro, da wir dreistellig bleiben wollen..
