Nvidias Historie Teil 2: GeForce 900 und die aktuelle RTX-Ära

Special Antonio Funes
Nvidias Historie Teil 2: GeForce 900 und die aktuelle RTX-Ära
Quelle: Nvidia

Im zweiten Teil zur Historie von Nvidia geht es um die Grafikkarten von der GeForce 500 bis RTX 4000 sowie den Börsen-Hype und die Gründe dafür.

GeForce 900, und dann wird's vierstellig

Nach der GeForce 700-Reihe übersprang Nvidia von den Modellnamen her die 800er-Reihe und legte im September 2014 mit der GeForce GTX 970 und GTX 980 los. Die 900er-Serie fällt glücklicherweise deutlich weniger üppig aus als die vorigen Reihen - es kamen von September 2014 bis zum November 2015 als Nicht-OEM-Versionen die Modellreihen GeForce GTX 950, GTX 960 und GTX 980 Ti sowie die schon genannten GTX 970 und GTX 980 auf den Markt.

Außerdem gab es eine weitere Titan-Grafikkarte, die GTX Titan X im März 2015. Die GTX 960 konnte man auch in Form von zwei OEM-Versionen in PCs finden. Von der GTX 950 kam im März 2016 als Abschluss ebenfalls noch eine OEM-Variante nach. Als GPUs kamen die Modelle GM200, GM204 und GM206 in verschiedenen Varianten zum Einsatz.

Nach der 900er-Reihe machte Nvidia bei der Zählweise der Logik folgend weiter, sodass die nächsten Grafikkarten vierstellige Modellnummern erhielten. Die GeForce 1000er-Serie, die ab Mai 2016 erschien, fiel dabei deutlich üppiger als die 900er-Reihe aus.

Es waren bis Mai 2018 insgesamt 13 Modelle, darunter die Titan X und Titan Xp. Von der GTX 1050 gab es zwei, von der GTX 1060 drei Varianten mit jeweils anderer Speichermenge. Für Spieler war auch noch die GTX 1050 Ti interessant, die selbst heute noch für manche neue Spiele und Full-HD ausreichen kann - siehe hierzu unseren Test von Anfang 2021, als wegen der Corona-Pandemie und Technik-Lieferproblemen horrende Grafikkarten-Preise entstanden und wir die damals an sich schon veraltete GTX 1050 Ti als Alternative testeten.

Lediglich Cyberpunk 2077 lag mit ihr selbst bei niedrigen Details in Full-HD unter der 30-FPS-Marke. Doch zurück zur Historie: Die neuen GPUs trugen die Namen GP100 bis GP108, wobei es keine GP103 und GP105 gab. Mehr zu den GPUs zeigt die folgende Tabelle mit GPUs bis hin zur RTX 4000er-Serie:

GPU-Modell Jahr Release für Fertigungsprozess Transistoren Direct X
GM200 2014 GeForce 900 28 nm 8 Milliarden 12
GM204 2014 GeForce 900 28 nm 5,2 Milliarden 12
GM206 2015 GeForce 900 28 nm 2,94 Milliarden 12
GP102 2016 GeForce 1000 16 nm 12,0 Milliarden 12
GP104 2016 GeForce 1000 16 nm 7,2Milliarden 12
GP106 2016 GeForce 1000 16 nm 4,4 Milliarden 12
GP107 2016 GeForce 1000 14 nm 3,3 Milliarden 12
GP108 2017 GeForce 1000 14 nm 1,8 Milliarden 12
TU102 2018 RTX 2000 12 nm 18,6 Milliarden 12
TU104 2018 RTX 2000 12 nm 13,6 Milliarden 12
TU106 2018 RTX 2000 12 nm 10,6 Milliarden 12
TU116 2019 GeForce 1600 12 nm 6,6 Milliarden 12
TU117 2019 GeForce 1600 12 nm 4,7 Milliarden 12
GA102 2020 RTX 3000 8 nm 28,3 Milliarden 12
GA104 2020 RTX 3000 8 nm 17,4 Milliarden 12
GA106 2021 RTX 3000 8 nm 13,25 Milliarden 12
GA107 2022 RTX 3000 8 nm 12 Milliarden 12
AD102 2022 RTX 4000 4 nm 76,3 Milliarden 12
AD103 2022 RTX 4000 4 nm 45,9 Milliarden 12
AD104 2023 RTX 4000 4 nm 35,8 Milliarden 12
AD106 2023 RTX 4000 4 nm 22,9 Milliarden 12
AD107 2023 RTX 4000 4 nm 18,9 Milliarden 12

GeForce 2000 bis 4000 und die RTX-Ära

2018 erscheint die erste RTX-Grafikkarte von Nvidia. Das RTX deutet an, dass die entsprechenden Modelle spezielle Raytracing-Kerne haben. Es gab dabei allerdings nur die Modellreihen ab der RTX 2060 - die schwächeren Grafikkarten hatten keine Raytracing-Kerne und wurden von Nvidia zur Verdeutlichung nicht etwa GTX 2050 benannt, sondern GTX 1630 bis GTX 1660.

Sowohl bei diesen als auch bei den RTX 2000er-Modellen gab es zudem jeweils etwas flottere Refreshs, für die die Bezeichnung Super hinten angehängt wurde - zum Beispiel die GTX 1660 Super oder RTX 2070 Super. Lässt man den Nachrücker GTX 1630 aus dem Juni 2022 und kleinere Refreshs außen vor, dann reichen die Releases der GTX 1600er- und RTX 2000er-Modelle von September 2018 bis Oktober 2019. Die GPUs, siehe Tabelle, trugen Namen wie TU102 und TU106 für die RTX- sowie TU116 und TU117 für die GTX 1600-Modelle.

Nvidia GeForce RTX 2080 Super Founders Edition Quelle: PC Games Hardware Nvidia GeForce RTX 2080 Super im Nvidia-Design "Founders Edition" Seit der RTX 3000er-Serie mit den GPUs GA102, GA104, GA106 und GA107 gibt es keine neuen GTX-Grafikkarten mehr. Von Oktober 2020 bis Ende 2022 sind neun Modellreihen der RTX 3000er-Serie erschienen, allerdings kein einziges "Super"-Modell. Von der RTX 3060, 3070, 3080 und 3090 gibt es aber jeweils ein Ti-Modell.

Die neuesten Grafikkarten gehören zur RTX 4000-Reihe mit fünf GPUs: AD102, AD103, AD104, AD106 und AD107. Insgesamt sind es 10 Modellreihen von der GeForce RTX 4060 bis zur RTX 4090 - die RTX 4060 und 4070 gibt es auch als Ti-Versionen.

Der Release der 10 Modellreihen reicht vom Oktober 2022 bis zum Januar 2024 - damals kamen drei Super-Varianten auf den Markt, nämlich die RTX 4070 Super, RTX 4070 Ti Super und RTX 4080 Super. Die nächste Reihe, also RTX 5000, wird um den Jahreswechsel 2024/25 erwartet und GPUs mit dem Codenamen Blackwell bieten. Mit zwei Statistik-Grafiken zur Technik und Infos zu den Codenamen machen wir auf der nächsten Seite weiter.

  1. Seite 1 Nvidias Historie Teil 2: GeForce 500 bis 700
  2. Seite 2 Nvidias Historie Teil 2: GeForce 900 und die aktuelle RTX-Ära
  3. Seite 3 Nvidias Historie Teil 2: Ehrungen von Wissenschaftlern und finanzieller Aufstieg
  4. Seite 4 Nvidias Historie Teil 2: Umsätze steigen, KI löst Nvidia-Hype aus
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