Nvidias Historie Teil 2: GPUs von 2014 bis heute und KI-Kompetenz für den Aktien-Hype

Special Antonio Funes
Nvidias Historie Teil 2: GPUs von 2014 bis heute und KI-Kompetenz für den Aktien-Hype
Quelle: Nvidia

Im zweiten Teil zur Historie von Nvidia geht es um die Grafikkarten von der GeForce 500 bis RTX 4000 sowie den Börsen-Hype und die Gründe dafür.

Nvidias Historie Teil 2

In unserem zweiten Teil des Nvidia-Specials - Teil 1 hatten wir in der letzten Woche veröffentlicht - geht es um die Grafikkarten und GPUs ab der GTX 500-Reihe bis hin zur aktuellen RTX 4000-Serie. Außerdem schildern wir, wo Nvidia abseits von Gaming auch noch unterwegs ist und wie Nvidia zu einer der wertvollsten Firmen weltweit geworden ist. Dabei ist Künstliche Intelligenz ein großer Faktor - doch zuerst kommen wir zu der Fortsetzung der GPU-Historie von Nvidia.

GeForce 500 erstmals mit Ti-Varianten

Auf die 2010 und 2011 veröffentlichten GTX 400er-Modelle, mit denen wir im Teil 1 unseres Specials beendeten, folgte die GeForce 500-Serie. Deren Release beschränkte sich auf den Januar 2011 bis Januar 2012. Für die GeForce 500er-Grafikkarten gab es die neuen GPUs GF110, GF 114, GF 116 und GF119. Die GPUs GF114 und GF116 kamen dabei auch für einen Refresh der GTX 450 und GTX 460 zum Einsatz. Die 500er-Serie bestand aus 16 Modellen, wobei davon 8 nur für den OEM-Bereich vorgesehen waren.

Palit GeForce GTX 560 Ti Twin Turbo Lite Quelle: PC Games Hardware Eine aufwändig gekühlte Variante der Nvidia GeForce GTX 560 Ti von Palit Nvidia unterschied zudem erstmals innerhalb der gleichen Modellnummer-Reihe mit einer Ti-Variante eine etwas stärkere Version: Die GeForce GTX 560 gab es auch als GTX 560 Ti mit mehr Shadereinheiten. Die Buchstabenkombination Ti tauchte zwar vorher schon auf, aber eben nicht als Unterscheidung eines etwas stärkeren Modells innerhalb derselben Modellnummer.

Verwirrenderweise brachte Nvidia jeweils einige Monate nach GTX 560 und GTX 560 Ti mit der GPU GF114 noch eine GTX 560 und GTX 560 Ti mit der schnelleren GF110 heraus, die aber sehr stark beschnitten war, sodass die Rechenleistung unterhalb der Varianten mit GF114 lag. Eine Kennzeichnung beim Modellnamen gab es nicht, sodass man beim Kauf genau hinsehen musste, welche Version man sich anschafft.

Eine solche Vorgehensweise, bei der Nvidia eine Modellreihe ohne Namensänderung eine Version mit anderen technischen Daten veröffentlicht, gab es danach und bis heute immer wieder. An dieser Stelle platzieren wir nun die Tabelle mit den GPUs der DirectX-11-Reihen von Nvidia, der GeForce 500 bis GeForce 700:

GPU-Modell Jahr Release für Fertigungsprozess Transistoren Direct X
GF110   GeForce 500 40 nm 3 Milliarden 11
GF114   GeForce 500 40 nm 1,95 Milliarden 11
GF116   GeForce 500 40 nm 1,17 Milliarden 11
GF119   GeForce 500 40 nm unbekannt 11
GK104   GeForce 600 28 nm 3,54 Milliarden 11
GK106   GeForce 600 28 nm 2,54 Milliarden 11
GK107   GeForce 600 28 nm 1,30 Milliarden 11
GK208   GeForce 600 28 nm unbekannt 11
GK110A   GeForce 700 28 nm 7,08 Milliarden 11
GK110B   GeForce 700 28 nm 7,08 Milliarden 11
GM107   GeForce 700 28 nm 1,87 Milliarden 11

GeForce 600 und 700 - Titanen erscheinen

Wie schon bei den vorigen Generationen verwendete Nvidia auch bei der GeForce 600er-Reihe vor allem für die schwächeren Grafikkarten keine brandneuen GPUs. Von den 24 Modellvarianten, die zwischen April 2012 und Mai 2013 erschienen, waren drei reine OEM-Modelle. Allein die für Spieler wenig interessante GT 640 gab es in gleich fünf Varianten mit verschiedenen RAM-Sorten.

Die für Spieler geeigneten Modellserien waren die GeForce GTX 650, GTX 650 Ti, GTX 660, GTX 660 Ti, GTX 670, GTX 680 und GTX 690. Letztere nutzte zwei GK104-GPUs. Die GK104 war die stärkste GPU der 600er-Reihe, es gab zudem noch GK106 und GK107 sowie ab 2013 die GPU GK208 für Refreshs der Einsteigermodelle GT 630 und GT640.

Zudem wurden für einige schwächere 600er-Modelle die vorigen GPUs GF108 bis GF119 verwendet. Auch für die GeForce 700er-Grafikkarten wurde die GF108 noch verwendet, außerdem aus der 600er-Generation die GPUs GK104, GK107 und GK208. Neu waren nur GK110 in den Varianten A1 und B1 sowie GM107 für die Einsteigermodelle GTX 745, GTX 750 und GTX 750 Ti.

Insgesamt bestand die 700er-Reihe aus 14 Modellen von der GT 720 bis GTX 780 Ti, hinzu kamen erst einmal Titan-Modelle für Enthusiasten und Profi-Anwender - die GTX Titan und GTX Titan Black nutzten eine, die GTX Titan Z zwei GK110-GPUs. Die 700er-Reihe wurde 2013 und 2014 veröffentlicht. Den Nachrücker GT 710 vom Januar 2016 zählen Statistiker noch als 15. Modell der Serie hinzu. Die 700er-Reihen ab GTX 745 sind übrigens die ältesten Nvidia-GPUs, die noch immer von den jeweils neuesten Nvidia-Treibern offiziell unterstützt werden.

  1. Seite 1 Nvidias Historie Teil 2: GeForce 500 bis 700
  2. Seite 2 Nvidias Historie Teil 2: GeForce 900 und die aktuelle RTX-Ära
  3. Seite 3 Nvidias Historie Teil 2: Ehrungen von Wissenschaftlern und finanzieller Aufstieg
  4. Seite 4 Nvidias Historie Teil 2: Umsätze steigen, KI löst Nvidia-Hype aus
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