Jahresrückblick 2018: AMD und Intel

Special Antonio Funes
Jahresrückblick 2018: AMD und Intel
Quelle: PC Games Hardware

Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende - wir blicken auf die Trends und Neuheiten aus dem Bereich der Gamer-Hardware zurück. Im Fokus liegen dabei Nvidia, AMD und Intel, aber auch die IT-Messen CES und Computex. Auf Smartphones werfen wir ebenfalls einen kurzen Blick. Außerdem haben wir eine kleine satirische Vorschau auf 2019 vorbereitet.

AMD: Grafikkarten

Nachdem wir auf der vorigen Seite Nvidia thematisiert haben, ist nun AMD an der Reihe. Zunächst kümmern wir uns um Grafikkarten. AMD hat sich hierbei - aus Sicht von Spielern - nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Zwar kann AMD nur wenig dafür, dass der Miningboom für eine so enorme Nachfrage sorgte, dass man mit der Produktion nicht hinterherkam und die Grafikkarten im Handel deutlich teurer wurden, teilweise auch ausverkauft waren. Die Vega-Gaming-Modelle angeht, die bereits im August 2017 veröffentlicht wurden, waren lange Zeit so gut wie gar nicht für normale Nutzer zu haben.

XFX Radeon RX 590 Fatboy Quelle: PC Games Hardware XFX Radeon RX 590 Fatboy AMD hat aber für anspruchsvollere Gamer im Jahr 2018 nichts Neues zu bieten und spielte sogar oberhalb der 300-Euro-Schwelle keine Rolle, obgleich die RX Vega 56 (vergleichbar mit der Nvidia GTX 1070) und RX Vega 64 (etwas schwächer als eine Nvidia GTX 1080) in den letzten Wochen wieder verfügbar wurden. Lediglich ein Refresh der Radeon RX 580 im November gab einen kleinen Schub für die Mittelklasse - wir hatten über das besagte Refresh, die Radeon RX 590, ausführlich berichtet. Außerdem sind die Modelle Radeon RX 570 sowie RX 580 zu einem sehr guten Kauftipp für Einsteiger und die Mittelklasse geworden, denn durch das Ende des Miningbooms sind die Preise inzwischen bei unter 200 Euro angekommen, und schon die AMD RX 570 leistet 50 Prozent mehr als eine Nvidia GeForce GTX 1050 Ti, die kaum günstiger ist. Auf der Entertainment-Messe CES könnte AMD möglicherweise Anfang 2019 eine neue Vega-Grafikkarte für Gamer vorstellen, wie auch die PC Games Hardware berichtet.

AMD: Prozessoren

Im Gegensatz zu Grafikarten für den Konsumentensektor war AMD bei Prozessoren für den Consumermarkt im Jahr 2018 recht aktiv und spendierte dem Sockel AMD AM4 Nachwuchs: Nachdem der Chiphersteller Ende April zunächst zwei Ryzen-CPUs der Raven Ridge-Reihe herausbrachte, die eine eingebaute Grafikeinheit (IGP) biete n, folgte im Mai die neue Ryzen-Generation Zen+ mit vier CPUs der Pinnacle Ridge-Familie. Eine ausführliche Leistungsbewertungen hatten wir damals ja veröffentlicht.

AMD Ryzen 7 2700X auf Mainboard verbaut Quelle: PC Games Hardware AMD Ryzen 7 2700X auf Mainboard verbaut Da im Laufe des Jahres die Preise bei Intel spürbar anzogen, sind die neuen CPU-Modelle AMD Ryzen 5 2600 (150 Euro), Ryzen 5 2600X (205 Euro), Ryzen 7 2700 (260 Euro) und Ryzen 7 2700X (320 Euro) zu sehr empfehlenswerten Alternativen zu Intels Sockel 1151-Prozessoren geworden, zumal AMD bei niedrigerem Preis mehr Threads bietet als Intel. Darüber, dass die Intel-CPUs in Spielen trotzdem ein wenig schneller sind, kann man wegen der Preise hinwegsehen. Neben den neuen CPUs kamen auch neue Mainboard-Chipsätze in den Handel und erweiterten somit die Auswahl bei den Sockel AM4-Mainboards, ohne dass diese aber für die neuesten Prozessoren zwingend erforderlich sind. Für 2019 erwarten wir die 3000er-Generation der Ryzen-CPUs. Schon im Rahmen der Messe CES Anfang 2019 könnten entsprechende Modelle vorgestellt werden.

Intel: Core 9000er-CPUs

Intel hat im Oktober 2018 den Sockel 1151 erweitert, und zwar mit weiteren Modellen der bereits 2017 eingeführten Coffee Lake-Familie. Die drei neuen Prozessoren sind der Core i5-9600K mit sechs Kernen sowie der Core i7-9700K und Core i9-9900K mit acht Kernen, wobei nur letzterer durch Hyperthreading auch 16 Threads bietet.

Verpackung des Core i9-9900K Quelle: PC Games Hardware Verpackung des Core i9-9900K Normalerweise steht das Kürzel Core i7 bei Desktop-CPUs stets dafür, dass die CPU Hyperthreading bietet, also pro Kern zwei Threads verwalten kann - der Core i7-9700K ist also eine Besonderheit. Alle drei CPUs sind übrigens zum Übertakten geeignet, sofern man einen passenden Z-Chipsatz bei seinem Mainboard zur Verfügung hat. Die Coffee-Lake-Erweiterung hatten wir auch bezüglich ihrer Leistung unter die Lupe genommen, und sie sind durchaus für Spiele sehr gut geeignet. Durch die zuvor schon beschriebenen günstigen AMD-Preise und einen Preisanstieg bei Intel sind aber auch die drei 9000er-CPUs als überteuert zu bezeichnen, was aber nicht nur an Intels Preispolitik liegt, sondern daran, dass Angebot und Nachfrage für den Preis sorgen. Der Core i9-9900K kostet beispielsweise mehr als 530 Euro, ist dafür aber auch in Spielen, sofern die Grafikkarte es zulässt, etwa 20 Prozent schneller als ein AMD Ryzen 7 2700X, der aber satte 200 Euro weniger kostet und für Spiele trotzdem eine Top-CPU ist.

  1. Seite 1 Jahresrückblick 2018: Nvidia
  2. Seite 2 Jahresrückblick 2018: AMD und Intel
  3. Seite 3 Jahresrückblick 2018: Messen, Smartphones und Xbox
  4. Seite 4 Jahresrückblick 2018: Satirischer Blick auf 2019
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