Gaming-PCs: Grafikkarten-Preise und -Kauftipps

Special Antonio Funes
Gaming-PCs: Grafikkarten-Preise und -Kauftipps
Quelle: Bitfenix

In unserem Special findet ihr vier Vorschläge für Gaming-PCs, allerdings mit einer Besonderheit: Wir lassen wegen der extrem hohen Grafikkartenpreise die Grafikkarte weg und überlassen euch die Auswahl respektive die Alternative, eine vorhandene Grafikkarte vorerst weiterzunutzen. Außerdem geben wir Tipps zur Wahl von CPU, Mainboard, Gehäuse, Netzteil und Laufwerken.

Grafikkarten: Aktuelle Preise und Kauftipps

Kommen wir noch zu einem sehr unangenehmen Thema: den Grafikkarten-Preisen. Von Juni bis Juli deutete sich eine Entspannung ab, nachdem es im Mai einen Höhepunkt bei den Preisen gab. Begonnen hatte es vor etwa einem Jahr, als die ersten RTX 3000-Grafikkarten von Nvidia sofort ausverkauft und nur noch über Scalper zu haben waren, und das zu weit höheren Preisen als den offiziellen Preisempfehlungen.

Nach und nach wurden auch andere Grafikkarten immer rarer und teurer. Im Mai dieses Jahres waren dann im Grunde genommen alle Grafikkarten mindestens doppelt so teuer wie noch im Herbst 2020 beziehungsweise im Vergleich zum Releasepreis, teils gab es sogar Preis-Verdreifachungen. Wie zuvor erwähnt: Seit Juni sanken die Preise, ohne dabei aber auch nur annähernd auf eine Art normales Niveau zu fallen. Inzwischen steigen die Preise aber leider wieder an, und zwar in etwa seit Anfang des Monats (September). Die folgende Grafik zeigt euch die Preise vom 24. September im Vergleich zum 2. September sowie zum Releasepreise respektive bei älteren Grafikkarten wie der Nvidia GeForce RTX 2060 oder GTX 1660 Super die Preise von vor einem Jahr:
Preise einiger Grafikkarten Vergleich Release, 2. September und 24. September 2021 Quelle: Antonio Funes Preise einiger Grafikkarten Vergleich Release, 2. September und 24. September 2021 Doch welche Grafikkarte kann man aktuell nehmen, wenn es auch um die Preis-Leistungs-Frage geht?

Für den absoluten Einstieg ist eine Nvidia GeForce GTX 1650 gerade noch in Ordnung - wer mehr Leistung will, sollte aber die anderen 1600er-Modelle von Nvidia ignorieren, da sie viel zu teuer sind, und direkt eine GeForce RTX 2060 nehmen. Die relativ neue AMD Radeon RX 6600 XT ist der nächste Kandidat und obwohl sie auch teurer geworden ist, die bessere Wahl als die langsamere und sogar teurere Nvidia GeForce RTX 3060. Die RTX 3060 Ti fehlt in unserer oberen grafischen Übersicht, da sie oft gar nicht im Handel verfügbar war. Ihr aktueller Preis von 700 Euro ist im Vergleich zur AMD Radeon RX 6600 XT etwas zu hoch, aber die nächststärkere Grafikkarte ist wiederum erst die 810 Euro teure AMD Radeon RX 6700 XT.

Wer mehr Leistung benötigt, sollte die kaum bessere RTX 3070 ignorieren, da sie 950 Euro kostet. Hier lohnt sich vom Leistungsabstand erst die RTX 3070 Ti, was aber ein teurer Spaß ist: Für etwa 12 Prozent mehr Leistung als die RX 6700 XT zahlt man 300 Euro Aufpreis, was etwa 35 Prozent entspricht. Absolut inakzeptabel ist der aktuelle Preis der AMD Radeon RX 6800, die 1450 Euro kostet, was mehr als die schnellere Schwester 6800 XT ist (ab 1300 Euro zu haben). Neben letzterer ist oberhalb der RTX 3070 Ti noch die RTX 3080 für 1270 Euro zu nennen. Aktuell sehen die Kauftipps, wenn man keine andere Wahl als einen Neukauf hat, zusammengefasst wie folgt aus:

Grafikkarten-Reihe Preis ab Aufpreis Leistungsplus
Nvidia GeForce GTX 1650 260 €    
Nvidia GeForce RTX 2060 480 € 85% 72%
AMD Radeon RX 6600 XT 580 € 21% 18%
Nvidia GeForce RTX 3060 Ti 700 € 21% 40%
AMD Radeon RX 6700 XT 810 € 16% 5%
Nvidia GeForce RTX 3070 Ti 1.100 € 36% 10%
Nvidia GeForce RTX 3080 1.270 € 16% 18%
AMD Radeon RX 6800 XT 1.300 € 3% 5%

In der Tabelle seht ihr auch den Aufpreis und das Leistungsplus in Prozent, und zwar bezogen jeweils auf die darüberstehende Nachbar-Grafikkarte. Wie ihr seht, zahlt ihr meistens deutlich oben drauf im Vergleich zum Leistungsplus. Da die Preise insbesondere der Grafikkarten oberhalb von 500 Euro ständig schwanken, kann sich die Tabelle jederzeit ändern. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sehen die Preise für einige Grafikkarten schon kurz nach der Veröffentlichung unseres Special anders aus, wobei man nicht vorhersehen kann, ob sie günstiger oder teurer werden.

  1. Seite 1 Gaming-PCs: Mainboard und CPU
  2. Seite 2 Gaming-PCs: Gehäuse, Netzteil und Laufwerke
  3. Seite 3 Gaming-PCs: Vier Vorschläge ab 500 Euro ohne Grafikkarte
  4. Seite 4 Gaming-PCs: Grafikkarten-Preise und -Kauftipps
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