Gaming-PCs: Vier Vorschläge ab 500 Euro ohne Grafikkarte
Special
In unserem Special findet ihr vier Vorschläge für Gaming-PCs, allerdings mit einer Besonderheit: Wir lassen wegen der extrem hohen Grafikkartenpreise die Grafikkarte weg und überlassen euch die Auswahl respektive die Alternative, eine vorhandene Grafikkarte vorerst weiterzunutzen. Außerdem geben wir Tipps zur Wahl von CPU, Mainboard, Gehäuse, Netzteil und Laufwerken.
Vier Gaming-PCs - Vorschläge ohne Grafikkarte
Wir kommen nun zu unseren Vorschlägen für vier Gaming-PCs. Wir haben dabei je zwei PCs auf AMD- und Intel-Basis zusammengestellt, wobei jeder PC in Abhängigkeit von der ausgewählten CPU bei den restlichen Komponenten teurere Bauteile spendiert bekommt. Wir werden für jeden PC aber auch Tipps geben, um gegebenenfalls etwas einsparen zu können. Wie schon zuvor erwähnt, berechnen wir die Gesamtpreise der PCs ohne Grafikkarte, geben aber ein Beispiel für den Preis inklusive einer Grafikkarte mit an.
In diesem Artikel
Je nachdem, welche Grafikkarte ihr dazukauft, schlagt ihr ansonsten den entsprechend den Betrag auf den Preis ohne Grafikkarte oben drauf. Falls ihr eure schon vorhandene Grafikkarte nutzt, kommt natürlich kein Preisaufschlag mehr dazu. Für einen Grafikkarten-Neukauf haben wir auf der nächsten Seite noch eine kleine Kaufberatung für euch vorbereitet. Alle vier PCs sind so zusammengestellt, dass sowohl Einsteiger- als auch Top-Grafikkarten eingebaut werden können - wer bei sehr stromhungrigen Grafikkarten auf Nummer Sicher gehen will, nimmt bei den beiden günstigeren PCs ein Netzteil mit 50 bis 100 Watt mehr Nennleistung. Dies sind unsere beiden ersten PC-Vorschläge in einer tabellarischen Übersicht:
| Komponente | Intel-PC für 500 Euro (ohne Grafikkarte) | Preis ab | AMD-PC für 740 Euro (ohne Grafikkarte) | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| CPU | Intel Core i5-10400F (6x 2,9-4,3 GHz) | 145 Euro | AMD Ryzen 7 3700X (8x 3,6-4,4 GHz) | 250 Euro | |
| Mainboard | ASRock H510M-HVS | 70 Euro | Asus TUF Gaming B550-Plus | 135 Euro | |
| RAM | 2x 8GB Patriot Viper 4 DDR4-3200 | 60 Euro | 2x8GB G.Skill Aegis DDR4-3200 | 65 Euro | |
| SSD | Kingston A400 960GB | 80 Euro | Samsung SSD 980 1TB M.2-Format | 90 Euro | |
| HDD | Seagate BarraCuda 1TB | 35 Euro | Toshiba P300 2TB | 45 Euro | |
| Gehäuse | AeroCool Graphite | 45 Euro | BitFenix Nova Mesh TG | 60 Euro | |
| Kühler | LC-Power Cosmo LC-CC-120 | 20 Euro | Scythe Kotetsu Mark II | 35 Euro | |
| Netzteil | Xilence Performance C Series 550 Watt | 45 Euro | Corsair CX Series CX550 550 Watt | 60 Euro | |
| Summe ohne Grafikkarte | 500 Euro | Summe ohne Grafikkarte | 740 Euro | ||
| Preisbeispiel mit GeForce RTX 2060 | 980 Euro | Preisbeispiel mit Radeon RX 6600 XT | 1320 Euro |
Anmerkungen: Wer sparen muss, der kann auch beim 500-Euro-PC den Vierkerner Core i3-10100F nehmen und eine kleinere SSD wählen oder die Festplatte weglassen. Ebenso wäre es für den Anfang noch okay, nur 8GB RAM zu verwenden. Für den AMD-PC gilt, dass ein günstigerer Prozessor als der Ryzen 5 3700X derzeit keinen Sinn ergibt, da das Preis-Leistungs-Verhältnis dann miserabel ist. Was aber eine Alternative ist: Der kaum teurere Ryzen 5 5600X ist in Spielen sogar schneller - er hat allerdings nur sechs Kerne. Beim Mainboard kann man auch ein Modell für 60 bis 80 Euro nehmen, wenn man auf keinen Fall vorhat, die CPU zu übertakten.
Kommen wir nun zu den beiden hochpreisigeren PCs, die 955 respektive 1120 Euro kosten. Folgende Komponenten schlagen wir vor, wenn ihr etwas ambitionierter unterwegs sein und auch die CPU übertakten möchtet:
| Komponente | AMD-PC für 955 Euro (ohne Grafikkarte) | Preis ab | Intel-PC für 1120 Euro (ohne Grafikkarte) | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| CPU | AMD Ryzen 5 5600X (6x 3,7-4,6 GHz) | 270 Euro | Intel Core i7-10700KF (8x 3,8-5,1 GHz) | 310 Euro | |
| Mainboard | Gigabyte X570 Aorus Pro | 200 Euro | MSI MPG Z590 Gaming Edge WiFi | 240 Euro | |
| RAM | 2x16GB G.Skill RipJaws V DDR4-3600 | 130 Euro | 2x16GB Kingston Fury Renegade DDR4-3600 | 140 Euro | |
| SSD | Seagate FireCuda 510 M.2 1TB | 100 Euro | Crucial P5 SSD 1TB M.2 | 110 Euro | |
| HDD | Western Digital WD Blue 3TB | 65 Euro | Toshiba P300 4TB | 75 Euro | |
| Gehäuse | Corsair Carbide Series SPEC-Delta | 70 Euro | Fractal Design Meshify C | 95 Euro | |
| Kühler | Alpenföhn Brocken 3 | 45 Euro | SilverStone Permafrost PF240-ARGB | 70 Euro | |
| Netzteil | be quiet! Pure Power 11 CM | 75 Euro | BitFenix Whisper M 650 Watt | 80 Euro | |
| Summe ohne Grafikkarte | 955 Euro | Summe ohne Grafikkarte | 1120 Euro | ||
| Preisbeispiel mit GeForce RTX 3070 Ti | 2055 Euro | Preisbeispiel mit Radeon RX 6800 XT | 2420 Euro |
Anmerkungen: Für beide PCs gilt, dass ihr auch nur 16GB RAM nehmen könnt und bei den Mainboards Modelle unter 100 Euro gut genug sind, falls ihr doch nicht übertakten wollt.
In letzterem Falle reicht auch ein CPU-Kühler für 25 bis 35 Euro für einen leisen Betrieb. Ebenso reicht ein Netzteil für etwa 50 Euro aus, wenn ihr keine stromhungrige Grafikkarte einbauen möchtet. Für den AMD-PC gilt zudem: Den AMD Ryzen 5 5600X könnt ihr auch durch den Ryzen 7 5800X (380 Euro) ersetzen, um mehr Kerne zu haben - die Spieleleistung ist aber kaum besser. Beim Intel-PC macht eine teurere CPU nur wenig Sinn - erst ein Core i9-10900 für 400 Euro oder Core i9-10900K für 480 Euro ist in Spielen stärker als der AMD Ryzen 5 5600X, allerdings auch nur um wenige Prozent. Für den Intel-PC haben wir eine All-in-One-Wasserkühlung ausgesucht - selbst zum Übertakten würde aber auch ein guter Luftkühler für 40 bis 50 Euro ausreichen.
Abschließend kommen wir auf der nächsten Seite zu den aktuellen Grafikkarten-Preisen und den darauf resultierenden Neukauf-Empfehlungen.
