Gaming-PCs: Gehäuse, Netzteil und Laufwerke
Special
In unserem Special findet ihr vier Vorschläge für Gaming-PCs, allerdings mit einer Besonderheit: Wir lassen wegen der extrem hohen Grafikkartenpreise die Grafikkarte weg und überlassen euch die Auswahl respektive die Alternative, eine vorhandene Grafikkarte vorerst weiterzunutzen. Außerdem geben wir Tipps zur Wahl von CPU, Mainboard, Gehäuse, Netzteil und Laufwerken.
PC-Gehäuse
Eine ausführliche Kaufberatung zu PC-Gehäusen mit einer Marktübersicht hatten wir in der letzten Woche veröffentlicht. Die wichtigsten Punkte fassen wir nun noch mal kurz zusammen. Besonders wichtig ist, dass die Baugröße zum Mainboard passt. Wenn das Gehäuse einen kleineren Formfaktor-Standard als das Mainboard hat, passt letzteres nicht ins Gehäuse. Die gängigen Formfaktoren sind (von groß nach klein) E-ATX, ATX, µATX und Mini-ITX. Was stets funktioniert ist, ein Mainboard mit einem Formfaktor einzubauen, der kleiner als der des Gehäuses ist.
In diesem Artikel
Für einen Gaming-PC empfehlen in jedem Falle wir ein ATX-Gehäuse, sodass ihr eine riesige Auswahl an Mainboards mit ATX oder µATX habt, die ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Bei Mini-ITX, was einen besonders kleinen PC zuließe, gibt es viele Fallstricke, die den einfachen Einbau von Gaming-Hardware erschweren. E-ATX wiederum ist ein sehr großer Standard, den man nur für besondere Mainbords oder ungewöhnlich viele Laufwerke benötigt, gegebenenfalls auch noch für eine größere Wasserkühlung.
Quelle: Fractal Design
Das Fractal Meshify C ist unsere Wahl für einen der vier PC-Vorschläge.
Das Format µATX würde es zwar gestatten, einen PC zusammenstellen, der etwas kleiner als ein PC in einem ATX-Gehäuse ist. Es gibt aber auch viele sehr kompakte ATX-Gehäuse, sodass es nicht viel Sinn macht, sich durch den Griff zu einem µATX-Gehäuse die Mainboard-Auswahl einzuschränken, nur um ein klein wenig Platz zu sparen. Ein anderer wichtiger Punkt ist, auf Platz für Grafikkarten und CPU-Kühler zu achten. Bei den technischen Daten der Gehäuse findet ihr diese Werte, die euch angeben, wie lang eine Grafikkarte maximal sein darf und wie hoch ein CPU-Kühler sein darf. Gute Werte sind ab 30, besser 32 Zentimeter für die Grafikkarte und ab 16 Zentimeter für den CPU-Kühler.
Netzteil
Wichtig ist, dass ein Netzteil effizient ist und die genannten Werte seriös, stabil und dauerhaft liefern kann. Manch ein 500 Watt-Netzteil kann die genannten 500 Watt nur theoretisch als Maximum leisten, dauerhaft aber vielleicht nur 400 Watt liefern und an einer Grafikkarte scheitern, die nur für sich 300 Watt benötigt. Andere Netzteile werden wiederum als 500 Watt-Modell vermarktet, obwohl sie für kurze Zeit sogar 600 Watt leisten könnten, aber vom Hersteller, da er seriöser agiert, mit dem niedrigen, für eine Dauerlast definitiv tauglichen Wert beworben werden. Für die weitaus meisten Gaming-PCs reichen 500 Watt bereits aus, wenn es sich um ein solches ordentliches Markennetzteil handelt. Ein Anhaltspunkt für die Gaming-Eignung ist das Vorhandensein von zwei PCIe-Steckern mit 8 Pins. Modulare oder teilmodulare Netzteile erleichtern euch den Einbau, da man die Kabel für die Montage abnehmen und nicht benötigte Kabel auch ganz weglassen kann, was Platz spart.
Laufwerke: SSD plus HDD
Wir empfehlen unbedingt eine SSD als Hauptlaufwerk, damit Windows schnell booten kann und die alltäglichen Dinge, die meist auf C: liegen, schnell laden. Wer es sich leisten kann, nimmt eine SSD mit 1TB oder 2TB, um auch mehrere Games installieren zu können. Die besonders schnellen M.2-SSD bringen dabei allerdings nur einen geringen Vorteil zu den günstigeren SATA-SSD. Vor allem beim Laden von größeren Programmen wie Spielen gibt es zwar einen großen Zeitvorteil im Vergleich zu einer HDD (Festplatte) - zwischen einer SATA-SSD und M.2-SSD gibt es aber kaum mehr einen Unterschied. Trotzdem gibt es bei einer M.2-SSD einen kleinen Vorteil, nämlich dass sie platzsparend auf dem Mainboard eingebaut werden kann. Genauere Informationen rund um SSDs findet ihr auch in unserem Special vom August. Wer sehr viele Games hat und sich keine SSD mit 4TB oder gar mehrere solcher SSDs leisten kann oder will, nimmt eine entsprechend große HDD. Ebenso ist eine große HDD natürlich auch für Daten abseits von Games sinnvoll, zum Beispiel für Videos, Fotos und Musik.
