Gaming-Grafikkarten: Länge, Breite und Höhe
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Wir haben für euch das Preis-Leistungs-Verhältnis von Gaming-Grafikkarten ab der AMD Radeon RX 6500 XT ermittelt und geben euch dazu Kaufempfehlungen. Außerdem gibt es einige Tipps, die die Auswahl eines passenden Modelles vereinfachen - zum Beispiel zu den Unterschieden von Custommodellen oder was man bei den Maßen und dem Strombedarf beachten muss.
Länge, Breite und Höhe
Wegen der verschiedenen Kühllösungen haben Grafikkarten aus derselben Reihe je nach Modell wie geschildert unterschiedliche Maße. Die Hersteller geben diese Maße aber in aller Regel auch genau an, damit man im Vorfeld sichergehen kann, dass die Grafikkarte in das PC-Gehäuse passt. Bei der Länge muss man beachten, dass normalerweise das kleine Metallstück mit dazugerechnet wird, mit dem das Slotblech am Gehäuse befestigt wird.
Wenn ihr also innerhalb des Gehäuses von der Gehäuserückwand aus gemessen 29 Zentimeter Platz habt, bevor eine eingebaute Grafikkarte zum Beispiel mit dem Festplattenkäfig vorne im Gehäuse zusammenstößt, könnte es daher gut sein, dass eine laut Hersteller 29,5 oder gar 30 Zentimeter lange Grafikkarte trotzdem noch passt. Allerdings ergibt es keinen Sinn, die verfügbaren Maße voll auszunutzen. Denn häufig muss man die Karte zuerst ein wenig schief ansetzen, damit man sie in den PCIe-Slot hineinbekommt - eine Karte, die gerade gehalten exakt passen würde, wird sich in so einem Fall dann aber unweigerlich verkanten. Wir raten euch, dass ihr lieber mindestens einen Zentimeter weniger Platz einrechnet.
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Nun zur Breite: Die Breite ist nur selten ein Problem. Kaum eine Grafikkarte ist breiter als 16 Zentimeter, wobei in diesen 16 Zentimetern bereits das Teil der Grafikkarte eingerechnet ist, welches später im PCIe-Slot verschwindet. Ein Gehäuse, das als CPU-Kühler-Höhe ein Maximum von 16 Zentimetern bietet, sollte also in jedem Falle reichen - oder nicht? Hier ist Vorsicht geboten: Die Stromstecker für die Grafikkarte sitzen meist an der Seite der Karte, also in Richtung Seitenteil zeigend, und machen die Karte in manchen Fällen abermals breiter, sodass am Ende dann doch die Seitentür Kontakt mit der Grafikkarte haben kann. Dies kann zu einem Brummen im Betrieb führen. Im schlimmsten Falle geht das Seitenteil vielleicht sogar gar nicht mehr richtig zu.
Aber wir wollen nicht zu sehr verunsichern: Es gibt derzeit etwa 400 Grafikkarten-Modelle ab der Nvidia GeForce RTX 3050 bis einschließlich zur RTX 3080 Ti sowie bei AMD ab der Radeon RX 6600 bis einschließlich der RX 6900 XT. Etwa 350 davon sind maximal 14 Zentimeter breit, weitere etwa 40 messen maximal 15 Zentimeter in der Breite. Nur der wenigen restlichen Modelle sind breiter. Fast jedes ATX- oder µATX-Gehäuse bietet aber Platz für CPU-Kühler ab 14 Zentimetern, und der Abstand CPU-Sockel zu Seitenteil ist in etwa mit dem Abstand PCIe-Slot zum Seitenteil vergleichbar. Also kann man zumindest die 350 Grafikkarten-Modelle mit einer Länge bis zu 14 Zentimetern in jedem Falle bedenkenlos einbauen, da ja auch ein Teil der Grafikkarten-Breite im PCIe-Slot "verschwindet". Ausnahmen sind besonders schmale Gehäuse mit einem kleineren Netzteilfaktor als ATX oder ein spezielles Mini-Gehäuse, das wegen der Bauweise ohnehin kaum eine Grafikkarte zulässt.
Quelle: Palit
Wir geben euch eine Kaufberatung zu und Tipps zur Auswahl von Gaming-Grafikkarten von AMD und Nvidia mit einer Preis-Leistungs-Analyse.
Bei der Höhe (quasi der Dicke) der Grafikkarte gibt es nichts zu beachten, was den eigentlichen Einbau komplett verhindern kann. Es gibt aber Dinge, die durch eine eingebaute Grafikkarte erschwert werden können. Die spielefähigen Grafikkarten haben so gut wie ohne Ausnahme zwei Slotblech-Höheneinheiten auf ihrer Rückseite. Dort sind dann die Anschlüsse für Monitore sowie Luftauslässe. Viele Gamer-Grafikkarten sind aber insgesamt noch höher, sodass sie drei oder gar vier Slots in der Höhe belegen - allerdings nur im Gehäuseinneren. Es bleibt bei fast allen Modellen bei zwei Slotblechen auf der Rückseite, selbst bei der hier als Bild eingebetteten Gigabyte-Grafikkarte, die von ihrer Höhe her beim Mainboard sogar vier Slots als Platz einfordert.
Sofern ihr aber keine weiteren Karten außer der Grafikkarte einbauen wollt, ist die einzige Sache, die ihr allgemein beachten müsst, und zwar unabhängig von der Höhe der Grafikkarte: Baut die Grafikkarte als Letztes ein. Denn wenn ihr erst nach deren Einbau merkt, dass ihr wegen der Grafikkarte nicht mehr oder auch nur schlechter beispielsweise an einen M.2-Einbauslot oder einen Anschluss für Dinge wie USB, SATA, Lüfter oder RGB-Zubehör herankommt, müsst ihr die Grafikkarte extra wieder ausbauen.
