Gaming-PCs: Je zwei PCs für die Mittelklasse und Oberklasse
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Wir bieten euch sechs Gaming-PC-Zusammenstellungen von 600 bis 2200 Euro sowie Tipps zur Auswahl von Komponenten und eine aktuelle Grafikkarten-Übersicht.
Mittelklasse-PCs für 1405 und 1520 Euro
Wir springen nun direkt um 650 Euro nach oben, was neben den teureren CPUs auch mit den Grafikkarten und der restlichen Ausstattung zu tun hat. Der AMD-PC für 1405 Euro hat den dank Preissenkung enorm attraktiven Ryzen 5 5600X, den wir mit einer AMD Radeon RX 6750 koppeln. Als Mainboard dient ein Modell, mit dem durchaus schon einiges in Sachen Übertaktung drin ist, weswegen auch der CPU-Kühler kein Billig-Modell ist und das RAM 3600 MHz als Takt bietet. Bei den Laufwerken nehmen wir eine M.2-SSD mit 1TB sowie eine 2TB-Festplatte.
Beim Intel-PC sieht es ähnlich aus, wobei die Übertakter-Mainboards mit dem Chipsatz Z690 beim Sockel 1700, den der Core i5-12600KF nutzt, vergleichsweise teuer sind. Das 175-Euro-Modell gehört sogar zu den eher günstigen für Übertaktung geeigneten Sockel 1700-Mainboards. Bei der Grafikkarte verwenden wir eine GeForce RTX 3070. Für RAM und Laufwerke gilt dasselbe wie für den AMD-PC. Für beide PCs haben wir auch gut ausgestattete Gehäuse und Netzteile ausgesucht, die aber trotzdem noch nicht in den zu edlen Bereich fallen.
In diesem Artikel
Wer will, kann für beide PCs natürlich je nach Budget auch stärkere oder schwächere Grafikkarten wählen. So sehen unsere Vorschläge für den Mittelklasse-Bereich aus:
| Komponente | AMD-PC für 1405 Euro | Preis ab | Intel-PC für 1520 Euro | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| CPU | AMD Ryzen 5 5600X (6x 3,7-4,6 GHz) | 200 Euro | Core i5-12600KF (6+4 Kerne bis 4,9 GHz) | 270 Euro | |
| Mainboard | ASRock B550 Steel Legend | 155 Euro | Gigabyte Z690 UD DDR4 | 175 Euro | |
| RAM | 2x8GB G.Skill RipJaws V DDR4-3600 | 110 Euro | 2x8GB G.Skill RipJaws V DDR4-3600 | 110 Euro | |
| Grafikkarte | ASRock RX 6750 Phantom Gamin D 12GB | 630 Euro | Gigabyte GeForce RTX 3070 Gaming OC 8G | 650 Euro | |
| SSD | Samsung SSD 980, M.2, 1TB | 90 Euro | Lexar NM620, M.2, 1TB | 90 Euro | |
| Festplatte | Seagate BarraCuda Compute, 2TB | 45 Euro | Toshiba P300 Desktop, 2TB | 45 Euro | |
| Gehäuse | Phanteks Eclipse P300 | 60 Euro | Corsair Carbide Series 175R RGB | 70 Euro | |
| Netzteil | LC-Power LC6560 GP4 Series 560 Watt | 70 Euro | Seasonic Focus GX 550 Watt | 65 Euro | |
| CPU-Kühler | Thermalright Macho Direct | 45 Euro | SilentiumPC Fortis 5 | 45 Euro | |
| Gesamtpreis | 1405 Euro | Gesamtpreis | 1520 Euro |
Sparen kann man vor allem, falls man nicht übertakten will. In dem Fall reicht ein B500-Mainboard für deutlich unter 100 Euro beim AMD-PC völlig aus, für den Intel-PC passt ein H610-Mainboard ab 80 Euro. Auch beim CPU-Kühler kann man dann um die 20 Euro problemlos einsparen, und in Sachen RAM reichen 3200 MHz als Takt aus.
Oberklasse/High-End für 2065 und 2170 Euro
Die letzten beiden PC-Zusammenstellungen bieten zwar kein absolutes High-End-Material, sofern man den Begriff so definiert, dass man im obersten Bereich dessen zugreift, was möglich ist. Daher bezeichnen wir den Preisbereich auch als Oberklasse und nicht allein als High-End.
Denn statt des Ryzen 7 5800X beim AMD-PC oder des Core i7-12700KF im Intel-PC könnte man auch auf einen Ryzen 9 oder Intel Core i9 setzen. Ebenso ist bei den Grafikkarten mehr drin. Allerdings ist der Leistungsgewinn bei den stärkeren CPUs so gering, dass für uns die beiden ausgewählten CPUs so etwa wie High-End im Sinne von Preis-Leistung sind.
Bei der Grafikkarte wäre eine AMD Radeon RX 6900 XT noch eine Option, da sie mehr leistet und dabei auch preislich nicht übertreibt. Die Nvidia GeForce RTX 3080 Ti, 3090 und 3090 Ti sowie AMD Radeon RX 6950 XT stehen aber außerhalb jeder Vernunft, wie wir schon zuvor im Grafikkarten-Abschnitt erläuterten. So sehen unsere beiden Top-PCs daher aus:
| Komponente | AMD-PC für 2065 Euro | Preis ab | Intel-PC für 2170 Euro | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| CPU | AMD Ryzen 7 5800X (8x 3,8-4,7 GHz) | 300 Euro | Core i7-12700KF (8+4 Kerne bis 4,9 GHz) | 360 Euro | |
| Mainboard | MSI MEG B550 Unify | 255 Euro | MSI MAG Z690 Tomahawk WIFI DDR4 | 270 Euro | |
| RAM | 2x16GB Corsair Vengeance RGB PRO DDR4-4000 | 155 Euro | 2x8GB G.Skill RipJaws V DDR4-4000 | 140 Euro | |
| Grafikkarte | INNO3D GeForce RTX 3080 X3 | 860 Euro | XFX Speedster SWFT 319 RX 6800 XT Core Gaming | 860 Euro | |
| SSD | Crucial P5 Plus, M.2 (PCIe 4.0), 1TB | 110 Euro | Seagate FireCuda 520, M.2 (PCIe 4.0), 1TB | 120 Euro | |
| Zweite SSD | SanDisk Ultra 3D, SATA, 2TB | 145 Euro | Crucial BX500, SATA, 2TB | 155 Euro | |
| Gehäuse | BitFenix Saber TG | 80 Euro | NZXT H510i | 90 Euro | |
| Netzteil | be quiet! Pure Power 11 FM 650 Watt | 85 Euro | Enermax Revolution D.F. 650 Watt | 85 Euro | |
| CPU-Kühler | Xilence LiQuRizer LQ240.ARGB | 75 Euro | Corsair Hydro Series H100x | 90 Euro | |
| Gesamtpreis | 2065 Euro | Gesamtpreis | 2170 Euro |
Statt einer Festplatte nehmen wir eine SSD mit 2TB - wer will, kann trotzdem eine Festplatte nehmen, oder auch statt der SATA-SSD ein M.2-Modell. Denn die Mainboards bieten mehr als nur einen M.2-Slot. Sparen kann man, wie schon bei den Mittelklasse-PCs, wenn man nicht übertakten will.
Hier gelten dieselben Tipps wie bei den Mittelklasse-PCs. Zudem könnt ihr auch, wenn ihr zwar übertakten wollt, aber dabei nicht an die Grenzen gehen wollt, einen Kompromiss eingehen und euch in Sachen Mainboard und Kühlung an der Mittelklasse orientieren. Ein Rechenbeispiel: Falls es euch nur um die Kombination aus der CPU- und Grafikkarten-Leistung geht und ihr nicht übertakten möchtet, zudem beim Gehäuse bei Standard bleibt, sind um die 300 Euro Ersparnis drin.
