Gaming-PCs: Allgemeine Hinweise und zwei Einsteiger-PCs

Special Antonio Funes
Gaming-PCs: Allgemeine Hinweise und zwei Einsteiger-PCs
Quelle: NZXT

Wir bieten euch sechs Gaming-PC-Zusammenstellungen von 600 bis 2200 Euro sowie Tipps zur Auswahl von Komponenten und eine aktuelle Grafikkarten-Übersicht.

PC-Zusammenstellungen: Letzte Hinweise

Bevor wir zu unseren sechs Beispiel-Zusammenstellungen für Gaming-PCs kommen, wollen noch einige wichtige Informationen und Gedanken zu unserer Auswahl im Vorfeld klären. Für die sechs PCs haben wir drei Preisklassen: Einstieg, Mittelklasse und Oberklasse/High-End. Pro Preisklasse haben wir jeweils einen PC-Vorschlag auf Basis einer AMD- und Intel-CPU vorbereitet. Für einen der beiden PCs pro Preisklasse verwenden wir zudem teils eine etwas stärkere Grafikkarte, sodass auch aus diesem Grund der betreffende PC dann innerhalb der Preisklasse der etwas teurere Rechenknecht ist.

Prinzipiell könnt ihr aber bei allen PCs auch einzelne Komponenten nach eigenem Gusto austauschen, vor allem, was die Frage angeht, welches Modell genau ihr bei der Grafikkarte, dem Mainboard, dem Gehäuse und anderen Bauteilen nehmt. Wichtig ist uns vorrangig die Kombination aus CPU und Grafikkarten-Reihe, wobei ihr auch hier variieren könnt. Beachtet nur, dass ihr je nach CPU auch ein passendes Mainboard mit dem gleichen Sockel auswählt. Unsere Auswahl stammt von den Sockeln AMD AM4 und Intel 1700. Zum Sockel Intel 1200 haben wir, wie ihr später sehen werden, bei den Einsteiger-PCs noch eine Anmerkung parat, da er eine Alternative sein kann.

Die CPUs, die wir euch empfehlen, sind durch die Bank weg stark genug, um auch mit Top-Grafikkarten gut zurechtzukommen und diese nicht auszubremsen. Einzig beim Netzteil solltet ihr vorsichtshalber eine Anpassung nach oben vornehmen, wenn ihr eine deutlich stärkere als die vorgeschlagene Grafikkarte nehmt. Ab der Mittelklasse haben wir die PCs zudem so ausgestattet, dass man die CPU gut übertakten kann.

Wer darauf keinen Wert legt, der kann bei der Kühlung und auch beim Mainboard einiges einsparen. Generell ist ohne Übertaktungs-Wunsch ein Mainboard für 60 bis 80 Euro (Sockel AMD AM4 und Intel 1200) respektive 80 bis 100 Euro (Sockel Intel 1700) kein Nachteil für die Gaming-Leistung. Und nun geht es endlich los mit unseren PC-Zusammenstellungen.

Einsteiger-PCs für 605 und 745 Euro

Für unseren günstigeren Intel-PC verwenden wir einen Core i3-12100F - leider sind Mainboards beim Sockel 1700 generell vergleichsweise teuer, sodass es im Gegensatz zum Sockel 1200 oder AM4 keine Optionen schon ab 50 bis 60 Euro gibt. Allerdings bietet die Kombination für den Sockel 1700 PCIe 4.0, was für verwendete AMD Radeon RX 6500 XT wichtig ist, die bei einer CPU mit lediglich PCIe 3.0 direkt 10 Prozent Leistung verliert.

Das Problem gibt es bei der AMD Radeon RX 6600 nicht, weswegen wir für den AMD-PC einen Ryzen 3 4100 nehmen, der nur PCIe 3.0 unterstützt. Wer eine besonders leise Kühlung der CPU will, kann statt des bei den mit "boxed" gekennzeichneten CPUs mitgelieferten Kühlers auch einen passenden Kühler für 20 bis 25 Euro kaufen.

Achtung beim Sockel 1700: Hier ist nur bei neu produzierten Exemplaren das nötige Montagematerial dabei. Ansonsten kann man es beim Hersteller meist kostenfrei nachbestellen. So sehen unsere beiden Vorschläge aus:

Komponente Intel-PC für 605 Euro Preis ab   AMD-PC für 745 Euro Preis ab
CPU Core i3-12100F (4x 3,3-4,3 GHz) 105 Euro   Ryzen 3 4100 (4x 3,8-4,0 GHz) 110 Euro
Mainboard ASRock 610M-HDV 85 Euro   Gigabyte A520M DS3H 65 Euro
RAM 2x8GB G.Skil Aegis DDR4-3200 55 Euro   2x8GB Patriot Signature DDR4-3200 60 Euro
Grafikkarte PowerColor RX 6500 XT Fighter 200 Euro   Asus RX 6600 Dual 340 Euro
SSD Intenso High Performance, SATA, 960GB 70 Euro   PNY CS900, SATA, 960GB 80 Euro
Festplatte keine 0 Euro   keine 0 Euro
Gehäuse Thermaltake Versa J23 TG 45 Euro   AeroCool Aero-300 FAW 45 Euro
Netzteil Xilence Performance A+ III Serie 450W 45 Euro   Thermaltake TR2 S 500 Watt 45 Euro
CPU-Kühler Kühler der boxed-CPU-Version 0 Euro   Kühler der boxed-CPU-Version 0 Euro
  Gesamtpreis 605 Euro   Gesamtpreis 745 Euro

Sparpotenzial gibt es beim Intel PC, wenn man den Leistungsverlust der Grafikkarte und der CPU in Kauf nimmt und auf einen Core i3-10100F für den Sockel 1200 setzt, der trotzdem eine ordentliche Spiele-CPU ist. Dank günstigerer Sockel 1200-Mainboards kostet er inklusive eines 60-Euro-Mainboards etwa 135 Euro. Die Ersparnis: 55 Euro.

Bei beiden PCs kann man auch beim RAM sparen. Hier kann man zuerst nur einen Riegel mit 8GB nehmen und später einen zweiten nachrüsten. Setzt man bei der SSD auf nur 480GB oder 512GB, sind weitere 30 Euro Einsparpotenzial drin. Allerdings sollte dann noch eine alte Festplatte vorhanden sein, da es ansonsten schnell arg knapp wird. Ansonsten gibt es noch ein klein wenig Sparmöglichkeit, wenn man beim Gehäuse und Netzteil auf ein wenig Qualität verzichtet.

  1. Seite 1 Gaming-PCs: Einleitung und Wahl der Gehäusegröße
  2. Seite 2 Gaming-PCs: SSDs sowie Grafikkarten Preis-Leistungs-Übersicht
  3. Seite 3 Gaming-PCs: Allgemeine Hinweise und zwei Einsteiger-PCs
  4. Seite 4 Gaming-PCs: Je zwei PCs für die Mittelklasse und Oberklasse
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