CPUs von AMD und Intel: Kauftipps, Preis-Leistungs-Analyse und aktuelle Empfehlungen

Special Antonio Funes
CPUs von AMD und Intel: Kauftipps, Preis-Leistungs-Analyse und aktuelle Empfehlungen
Quelle: PCGH/AMD

In unserem Special geben wir euch aktuelle Kaufempfehlungen zum CPU-Kauf. Dabei geht es um das Preis-Leistungs-Verhältnis bei AMDs Sockel AM4 sowie bei Intel vor allem um die Core i-Prozessoren für den Sockel 1700, aber auch um manche Sockel 1200-CPUs. Außerdem geben wir viele allgemeine Tipps, die euch die Wahl einer passenden CPU erleichtern sollten.

In unserem Special bieten wir euch eine aktuelle Kaufberatung zu Prozessoren für Gaming-PCs, bei der wir auch einige Themen aufbereitet haben, die auch grundlegendes Wissen genauer erklären. Zunächst geht es auf dieser Seite um Sockel und CPU-Kerne, auf der zweiten Seite klären wir die Grundfragen, die sich sicher die meisten vor dem Kauf stellen. Danach kümmern wir uns noch um das Thema Übertakten und Mainboards, um zum Schluss die in ihrer Preis- und Leistungs-Klasse jeweils empfehlenswerten CPUs in einer Übersicht aufzulisten.

Sockel: Die Basis für die CPU

In Shops sind die Prozessoren zuerst nach AMD und Intel aufgeteilt, danach wiederum nach den so genannten Sockeln. Das hat auch einen guten Grund, denn der Sockel ist die auf dem Mainboard sitzende Einbauvorrichtung für die CPU. Der Sockel muss rein mechanisch exakt zur CPU passen - daher sucht man sich zu seiner Wunsch-CPU stets ein Mainboard, das denselben Sockel bietet. In aller Regel stellen AMD und Intel immer dann neue Sockel vor, wenn sich bei den CPUs etwas Grundlegendes ändert. Mit einem neuen Sockel begründen die beiden Hersteller stets eine völlig neue Generation von CPUs, mit denen dann auch neue, passende Mainboards auf den Markt kommen.

Für diese Sockel kann es in den Folgejahren dann wiederum neue, mehr oder weniger stark verbesserte CPUs geben. So gibt es den AMD Sockel AM4, der bestens für den Mainstream-Sektor, also normale Anwender und Gamer geeignet ist, bereits seit über fünf Jahren.

Die Ryzen-CPUs von AMD bieten vor allem zwischen 200 und 350 Euro ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, obwohl die Intel-Konkurrenz meist stets etwas schneller, aber auch teurer ist. Quelle: AMD Die Ryzen-CPUs von AMD bieten vor allem zwischen 200 und 350 Euro ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, obwohl die Intel-Konkurrenz meist stets etwas schneller, aber auch teurer ist. In den fünf Jahren kamen nach und nach drei Haupt-Familien bei den CPUs heraus: Ryzen 1000, 2000, 3000, 4000 und 5000. Intel wiederum hatte für den Mainstream-Sektor im Frühjahr 2020 den Sockel 1200 veröffentlicht, für den es zwei CPU-Generationen gab (Core i-10000 und i-11000), und seit letztem Oktober gibt es den neuen Sockel 1700 mit den Core i-12000er-Modellen.

Enthusiasten-Sockel

Neben den Mainstream-Sockeln gibt es auch weitere Sockel, die aber für normale Anwender und Gamer keine Rolle spielen - vor allem die auch als "Enthusiasten-Sockel" bezeichneten Sockel bieten für Spiele kaum eine Mehrleistung, im Gengenteil: Einige CPUs bieten besonders viele Kerne für spezielle Anwendungen, sind aber in Spielen sogar langsamer als deutlich günstigere Mainstream-CPUs, da sie einen vergleichsweise geringen Takt bieten.

Die Vielzahl an Kernen zahlt sich in Games nicht aus - mehr als acht Kerne bieten bei Spielen normalerweise keinen Vorteil. Außerdem sind auch die Mainboards für diese Enthuasisten-Sockel spürbar teurer.

Kerne und Threads

Prozessoren haben Kerne, die unabhängig voneinander verschiedene Aufgaben erfüllen können. Je mehr Kerne, desto mehr Aufgaben kann die CPU parallel verwalten - es hat aber alles seine Grenzen. Wie schon eben beschrieben, nutzen Games nicht alle Kerne, egal, wie viele es sind, sondern ab acht Kernen gibt es im Grunde genommen bei ansonsten vergleichbarer CPU-Architektur keinen Vorteil mehr, zumal die Kerne moderner CPUs auch noch SMT (Simultaneous Multithreading) beherrschen.

Dies ermöglicht es, mit einem Kern zwei Aufgaben parallel zu verwalten. Eine Achtkern-CPU hat also vereinfacht gesagt sogar 16 Kerne zur Verfügung. Mehr als acht Kerne sollte man aber nur dann wählen, wenn man genau weiß, dass man davon einen klaren Nutzen hat, weil man dazu passende Anwendungen betreiben will. Ein weiterer Grund kann sein, dass man parallel zum Gamign mehrere andere Anwendungen betreiben will. Für Gaming reichen ansonsten bereits moderne CPUs mit sechs Kernen völlig aus - die Mehrleistung von ansonsten technisch identischen CPUs mit acht Kernen sind minimal.

  1. Seite 1 CPU-Kaufberatung: Sockel, Kerne und Threads
  2. Seite 2 CPU-Kaufberatung: Vier Fragen zum CPU-Kauf
  3. Seite 3 CPU-Kaufberatung: Übertaktung und Mainboard-Wahl
  4. Seite 4 CPU-Kaufberatung: Preis-Leistung und Empfehlungen
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