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CPU-Kühler: Wasserkühlungen

Wir geben euch viele Wissenstipps zur Belüftung eures PCs, Luft- und Wasserkühlung und mehr. Es gibt auch eine Marktübersicht mit 18 kompakten CPU-Kühlern.
Antonio Funes
Quelle: Alpenföhn

Wasserkühlungen

Strenggenommen ist eine Wasserkühlung auch eine Luftkühlung - allerdings ist der Kühler eine eher kleinere Einheit. Von dort wird die Wärme dann zu dem eigentlich wichtigen Kühlelement weitergeleitet: dem Radiator. Eigentlich ist ein Radiator ein Heizelement, denn er wird von warmem Wasser durchflossen, wärmt sich auf und gibt die Hitze an die Umgebung ab. Genau diesen Heizeffekt nutzt eine Wasserkühlung zum Kühlen. Denn der Radiator ist über Schläuche mit dem CPU-Kühler verbunden. Anstatt die Wärme über Heatpipes von der CPU-Kühler-Einheit zum Radiator zu befördern, nutzt man also Wasser.

Das Wasser durchfließt den kleinen CPU-Kühler und fließt dann durch die Schläuche in den Radiator, der sich erwärmt. Die Kühlrippen des Radiators geben die Wärme an die Luft weiter - genau wie einem großen Luftkühler. Damit die Luft von dort fortgeschafft wird, sitzen am Radiator Lüfter. Daher sind Wasserkühlungen auch nicht unbedingt leiser als gute Luftkühlungen. Die beiden großen Unterschiede zwischen einer reinen Luft- und Wasserkühlung sind also der Wärmetransport sowie das Separieren in Kühler-Einheit und Radiator.

Für CPUs gibt es dabei sogenannte All-in-One-Wasserkühler, die wir hier als AiO-WaKü abkürzen wollen. Dabei besteht das Produkt aus Kühler, Schläuchen, einem Radiator mit eingebauter Pumpe und Lüfter(n) im bereits zusammengebauten Zustand. Bei den AiO-WaKü gibt es verschiedene Größen, die von der Lüfterbestückung abhängen.

Prinzipiell gibt es für 120mm-Lüfter die Radiatorengrößen 120, 240, 360 und 480, wobei diese Zahlen die Summe der Rahmenmaße der beteiligten Lüfter repräsentieren. Für 140mm-Lüfter gibt es folglich 140er- und 280er-Radiatoren. Wegen der Anschlüsse sind die Radiatoren am Ende zum Teil ein wenig länger als das, was die Zahlen angeben.

Selbst zusammengestellte CPU-Wasserkühlung Quelle: Antonio Funes Selbst zusammengestellte CPU-Wasserkühlung Selbst bei Gehäusen, in die laut Hersteller bestimmte Radiatoren-Größen hineinpassen, kann es aber Probleme geben, die zum Teil auch mit der Dicke des Radiators zu tun haben.

Es kann zum Beispiel beim Einbau oben im Gehäuse einen Konflikt mit dem RAM geben, oder in der Front mit vorhandenen Streben oder Festplatten-Einbauplätzen.

Es kann zudem vorkommen, dass ein 240er- oder 280er-Radiator zwar theoretisch vorn passt, man ihn aber in einer Art Spalte stecken muss, was am Ende scheitert, da man beim Einbau vorzeitig an die Gehäusedecke stößt. Die möglichen Fallstricke sind zahlreich.

Selbst zusammengestellte Wasserkühlungen

Noch schwieriger sieht dies bei selbst zusammengestellten Wasserkühlungen aus. Diese bauen sich einige Hobbybastler aus Spaß an der handwerklichen Arbeit oder aus optischen Gründen gerne selbst zusammen, so auch unser Autor (siehe hierzu das Bild links).

Wer neben der CPU unbedingt auch weitere Bauteile wasserkühlen will, der muss sich ohnehin eine Wasserkühlung selbst zusammenstellen. Denn die AiO-Systeme für CPUs sind meist in sich geschlossen - eine Grafikkarte zusätzlich mithilfe eines passenden GPU-Wasserkühl-Körpers in den Kreislauf einzubinden ist meist nicht möglich.

Bei den AiO-WaKü, bei denen es theoretisch möglich wäre, den Kreislauf zu erweitern, sind wiederum der Radiator und die Pumpe größtenteils nicht stark genug.

Wer auch seine Grafikkarte wasserkühlen will, muss daher der wenigen passenden AiO-GPU-Wasserkühlungen nehmen und diese separat zur CPU-Kühlung einbauen oder aber eine komplette Wasserkühlung selbst aus einzelnen Komponenten zusammenstellen.

Dies wird aber ein teurer Spaß: Passende CPU-Kühler kosten ab 40 Euro aufwärts, GPU-Kühler ab 70 bis 80 Euro, 240er-Radiatoren ab 40 Euro, wobei ihr bei einer Kühlung von CPU und GPU zwei Stück benötigt.

Pumpen gibt es inklusive des wichtigen Ausgleichsbehälters ab etwa 70 Euro. Hinzu kommen Anschlussschrauben mit Stückpreisen ab drei Euro - am Ende sind mindestens 300 Euro fällig, und zwar wenn ihr Einstiegsprodukte nehmt und bei eurer Grafikkarte nicht das Pech habt, dass allein der passende GPU-Kühlkörper über 100 Euro kostet.

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